Eigenes Foto von Postkarte. Gesehen in Berlin 90er Jahre
Ratlosigkeit beim Umgang mit Protestlern auf der Straße
Alle Parteien wissen nicht so recht, wie sie mit der so genannten Pegida-Bewegung umgehen sollen. Totschweigen, beschimpfen, bekämpfen, miteinander diskutieren? Alle Möglichkeiten wurden schon angewendet, eine allgemeingültige Lösung ist nicht erkennbar. Jetzt muss sich Sigmar Gabriel sogar beschimpfen lassen, dass er sich dialogbereit gezeigt hat. Es war eine Veranstaltung der sächsischen Landeszentrale für politische Bildung, die es geschafft hat, Pegida-Anhänger und Politiker zum Meinungsaustausch zusammenzubringen. Sigmar Gabriel hat das Angebot wahrgenommen. Als Privatperson, so seine Rechtfertigung. Warum eigentlich nicht in seiner Eigenschaft als Parteivorsitzender? So ganz sicher war er sich wohl auch nicht, ob „sein Alleingang“, innerparteilich und darüber hinaus, positiv aufgenommen wird. Übrigens war die diffuse Unzufriedenheit der Demonstranten schon seit Jahren an sinkender Wahlbeteiligung ablesbar. Die Sprachlosigkeit muss beendet werden – Sigmar Gabriel hat einen Anfang gemacht.
Ein kleiner Kommentar aus Rhade