Wir sind zu Besuch bei unserem Bundestagsabgeorneten Michal Gerdes - Teil 2

Bundespolitik

Michael Gerdes MdB, 2. von rechts bei einem Besuch in Dorsten

Berlin, Berlin – unser 2. Tag in Berlin

Regen über Berlin.
Die Stimmung der Michael-Gerdes-Reisegruppe ist ganz anders. Bereits morgens im Frühstückraum wird viel kommuniziert und gelacht.
Trotzdem wird an Japan gedacht und an das Leid der Menschen. Sicherlich ein Widerspruch – aber nicht auszublenden.

Dann die die große Berlinrundfahrt über 3 Stunden durch das politische Berlin. Auch Berlinkenner zeigen sich beeindruckt über die geballte Information, die die Stadt verständlicher macht. Da waren das Botschaftsviertel und die Mauergedenkstätte, da waren das Holocaustmahnmahl und das lebendige, chaotische Kreuzberg.
Interessant ist, dass die 16 Bundesländer ebenfalls „Botschaften“ in der Bundeshauptstadt unterhalten. Es kommt einem alles groß und dominierend vor. Nach dem Motto: Die Bedeutung eines internationalen Landes oder nationalen Bundeslandes muss sich im Gebäude widerspiegeln.
Wir „landen“ zur Mittagspause in der Thüringischern Landesvertretung. Die Stärkung tat gut und war dringend notwendig.
Es bleibt kaum Zeit um frische Luft zu schnappen. Das Berliner Abgeordnetenhaus wartet. Walter Momper präsidiert und Klaus Wowereit hat alles im Blick. Wir haben nämlich Glück, dass auch hier, wie im Bundestag, Sitzungswoche ist.
Das Gebäude hat eine wechselvolle Geschichte zu erzählen. Das alles erfahren wir in einem kleinen Film. Beeindruckend.
Jetzt geht’s zum eigentlichen Höhepunkt der Reise. Der Reichstag und die Teilnahme an einer Parlamentsdebatte auf der Besuchertribüne.
Eine Sicherheitskontrolle nach der anderen. Wir nehmen alles in Geduld hin, erwartet uns doch erstmals live eine Parlamentsdebatte. Morgens gab es eine Regierungserklärung der Bundeskanzlerin und viel Widerspruch der SPD und der Grünen. So leicht wie Frau Merkel sich das denkt, die Meinungsführerschaft im Atomausstieg zu übernehmen, so leicht machen ihr die Oppositionsparteien es aber nicht. Das geht an uns vorbei, da wir erst ab 16 Uhr für 1 Stunde dabei sein dürfen.
Die Verkehrsinfrastruktur und die Zwangsverheiratung werden beraten. Spannung kommt nicht gerade auf – aber wir erleben direkt mit, wie die Positionen der Regierungs- und Oppositionsparteien unverrückbar bereits feststehen.
Ein bleibender Eindruck. Michael Gerdes, unseren Abgeordneten machen wir unter den wenigen Parlamentarierern aus. Er ist dabei und berichtet anschließend über 60 Minuten über seine Arbeit, die feststehenden Regularien und das unüberschaubare Parlamentsleben. Ein Lob geht an seine Mitarbeiterin, die ihm in den ersten Wochen die richtigen Tipps und Hinweise „zum Überleben“ gegeben hat. Wir diskutieren mit Michael Gerdes offen und direkt. Er wirkt dabei authentisch, nicht aufgesetzt oder abgehoben, sondern wie einer, der seine Rolle gefunden hat. Ohne Übertreibung urteilen wir übereinstimmend, dass Michael Gerdes einGlücksfall für unseren Wahlkreis ist. Ein unglaublich intensiver, aber auch anstrengender Tag über 12 Stunden neigt sich dem Ende entgegen. Ein geplantes Ausgehen wird fallen gelassen. Das Berliner Bett ruft.
Fortsetzung folgt.

 
 

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