Wir waren schon mal viel weiter

Umwelt


Wasser ist Lebensmittel und Lebensversicherung

Klima.Werk-Forum tagt in Dorsten - Forderungen kommen sehr bekannt vor

„Wir müssen mit unserem Wasser anders umgehen, als wir das in der Vergangenheit gemacht haben“, so Stadtbaurat Holger Lohse im Vorfeld des 11. Klima.Werk-Forums, das mit rund 350 Teilnehmern am 15./16. September in unserer Stadt tagt. Holger Lohse zeigt gegenüber der Dorstener Zeitung weiter auf, dass das Regenwasser lange möglichst schnell über die Kanalisation abgeleitet worden sei. Künftig müsse es häufiger vor Ort zurückgehalten werden. Wie wahr. Aber genau an dieser Stelle muss daran erinnert werden, dass dieser Sachverhalt kein Neuland für Dorsten ist. Bereits vor vielen Jahren förderte unsere Stadt private Investitionen, um das Oberflächenwasser versickern zu lassen. Dann die Kehrtwende. Plötzlich wurde fehlendes Oberflächenwasser für unerwünschte Ablagerungen in der Kanalisation verantwortlich gemacht. Die noch immer geltende Satzung "Anschluss- und Benutzungszwang" verpflichtet alle Grundstückseigentümer bis heute, das Niederschlagswasser in die Kanalisation einzuleiten. Ein Anachronismus erster Güte. Wer also heute mit  neuen Begriffen wie Schwammstadt argumentiert, sollte sich erinnern, dass wir bereits vor Jahren die Erkenntnis hatten, dass Wasser das wichtigste Lebensmittel ist. Und, dass dafür das Grundwasser der wertvollste und kostengünstigste Speicher ist. Abschließend lautet meine Anregung an Verwaltung und Rat, die genannte Satzung sofort aufzuheben. Eine entsprechende Ankündigung wäre auf dem überregionalen Klima.Werk-Forum ein passender Einstieg in die Beratungen, die unter dem Oberbegriff "Schwammstadt“ angekündigt sind.

Dirk Hartwich 
auf Grundlage des Presseberichts der DZ am 11.9.2026 „Schwammstadt ist das Ziel“

 
 

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