Ein Blick von Rhade nach Hervest.
Geht’s nicht eine Nummer kleiner?
Wir vom Dorf blicken gespannt in den Süden unserer Stadt. Schließlich sind wir einen Stadt-Gemeinschaft. Seit 1975 sozusagen – dem Beginn der kommunalen Neugliederung.
Hervest hatte die Zeche, Hervest hatte Arbeitsplätze, Hervest hatte Leben. Seit langem hat der größte Arbeitgeber aufgegeben. Zurück blieben gewaltige Probleme. Die müssen jetzt gelöst werden.
Was tun mit dem riesigen Gelände? Wie behält Hervest seine Identität?
Spannende Fragen, die sich Stadtplaner, mögliche Investoren, Kommunalpolitiker, Geschäftsleute und Bürger stellen.
Der nun diskutierte Plan ist gigantisch. Ein neues Geschäftszentrum, viel Unterhaltung und ein riesiges Kulturangebot.
Auf den Punkt gebracht: „Ohne Moos nichts los.“
Man fragt sich aus der Ferne, wie das funktionieren soll? Neue, attraktive Geschäfte, die alles unter einem Dach anbieten, werden die kleineren verdrängen. Das kennen wir aus Rhade.
Großdiskotheken werden mit viel Werbung anfangs laufen, um dann, wie fast überall, zu verglühen.
Und die kulturellen Angebote? Schön wäre es, wenn Dorsten damit aufgewertet würde. Aber wie viele Besucher müssen denn kommen, damit sich das selbständig trägt? Gibt es eigentlich ein abgestimmtes gesamtstädtisches Kulturkonzept?
Hinweise des Investors, man habe so gut wie alle Kultur-Flächen bereits vermietet, sind nichts als Absichtserklärungen und der Versuch, Stimmung zu machen.
Dass ein FDP-Ratsherr auch als wichtiger Auftragnehmer des Investors tätig ist, verdient Be(ob)achtung.
Wir vom Dorf sind gespannt und interessiert, wie sich das da im Süden unserer Stadt entwickelt. Wir vom Dorf unterstützen insbesondere die interessierten Bürgerinnen und Bürger, die mitbestimmen wollen.
So wie wir in Rhade auch ständig fordern, nicht nur informiert zu werden, sondern an der Entwicklung unseres Lebensraums beteiligt zu werden.
Glück Auf!