
Blick in deinen künftigen Garten. Foto: Bergbauverein Dorsten
Dorstener Geschichte wachhalten und Gemüse aus eigenem Garten ernten?
Klingt ungewöhnlich, ist aber möglich. Dorsten hat eine wechselvolle Geschichte. Neben dem politischen Auf und Ab füllt die heimische Industrie viele Seiten des Dorstener Geschichtsbuchs. Die Nordwanderung des Steinkohlenbergbaus erreichte Anfang des 19. Jahrhunderts die Lippestadt. Mit der neuen Zeche Fürst Leopold in Hervest Dorsten begann ein wirtschaftlicher Aufschwung. Für die angeworbenen Bergarbeiter wurde parallel eine Wohnsiedlung in nächster Nähe gebaut. Das Besondere in diesem noch immer beeindruckend schönen Wohnumfeld sind die Siedlungsgärten. Sie dienten den Kumpels nicht nur als Erholungsoase, sondern boten durch eigenes Gärtnern die Möglichkeit, den schmalen Geldbeutel aufzufüllen. Heute ist der Bergbau Geschichte. Das weithin sichtbare Fördergerüst erinnert an diese Zeit. Um aber die Geschichte drumherum wachzuhalten, wurde der „Verein für Bergbau-, Industrie- und Sozialgeschichte Dorsten e.V.“ gegründet. Die Vereinsmitglieder engagieren sich ehrenamtlich und haben u. a. erreicht, dass Dorsten inzwischen mit dem „Ankerpunkt der Route Industriekultur NRW“ werben kann. Nun besteht die Möglichkeit, einen dieser Siedlungsgärten selbst zu bewirtschaften, so der Aufruf des Dorstener Bergbauvereins. Wer also künftig sein Gemüse selbst anbauen will, sollte sich zügig bei dem rührigen Verein melden. Die künftigen Hobbygärtner halten parallel die Geschichte der Zechensiedlung wach. Also ist es wirklich möglich, „zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen“. Voraussetzung ist die Mitgliedschaft im Verein für Bergbau-, Industrie- und Sozialgeschichte Dorsten e.V., also im Bergbauverein. Der Mitgliedsbeitrag beträgt zurzeit 24,00 € im Jahr. Alle Infos bei Hilde Schlenger, telefonisch unter 0176 / 69077480 oder per Mail: hhhschle@t-online.de
Rhader Werbung für eine lebendige Ortsgeschichte