Vorgestern war es die Gülle, gestern die Tierhaltung, heute der Milchpreisverfall. Und morgen? Die Landwirte, auch aus Rhade, haben es nicht einfach, in der öffentlichen Meinung so wahr genommen zu werden, wie sie es gerne sähen. Wir geben Hubert Krampe Gelegenheit, auf 3 Fragen zu antworten. Heute Teil 2.
2. Frage: In unserer geltenden (sozialen) Marktwirtschaft regeln Angebot und Nachfrage die Preise. Fordert die Landwirtschaft eine Sonderstellung?
Hubert Krampe: Selbstverständlich unterliegen auch die landw. Produkte den Gesetzen des Marktes. Das merken wir wie oben beschrieben, augenblicklich schmerzlich bei der Milch. Die Landwirtschaft möchte hier auch keine Sonderstellung. Was aber festzustellen ist, so unterliegen unsere Produkte immer mehr dem marktgeschehen des Weltmarktes. Bei Milcherzeugnissen werden von Deutschland 40% exportiert und ebensoviel importiert. Somit wirken sich Wechselkurse, klimatische und politische Ereignisse meist sofort auch auf unseren Märkten aus. Dies bewirkt auch ein Auf und Ab der Preise vor Ort. Das dieses Preistal z.Zt.aber so lange anhält und wenig Aussicht auf kurzfristige Besserung ist, macht uns doch