Haushalt steht, aber Risiken sind erkennbar
Gespannt lauschten die Besucher der öffentlichen Mitgliederversammlung den Worten des Dorstener „Finanzministers“ Hubert Große-Ruiken. Und er hatte Überraschendes zu sagen. „Der Dorstener Haushalt erfüllt im Moment alle Vorgaben der Finanzaufsicht und ist damit genehmigungsfähig.“ Gestern klang das noch alles anders. Eine Finanzlücke nach der anderen. Jetzt, nachdem die Rahmendaten sich geändert haben, wird Dorsten im Jahr 2016 mit einer schwarzen Null das Haushaltsjahr abschließen. So die Berechnungen, die allerdings auf Schätzungen und Prognosen beruhen. Detaillierte Fragen zeigten, dass die positive Bewertung des Kämmerers auch anders gesehen werden kann. Striktes Sparen verhindert nötige Investitionen, schwächt den Standort und belastet die Bürger über Gebühr. Hubert Große- Ruiken erläuterte ruhig und souverän die Ausgangslage, bestätigte die Notwendigkeit auch anders zu handeln, verwies aber unmissverständlich auf die Gesetzeslage: „Mir sind die Hände gebunden. Woher soll ich das Geld nehmen?“ Und auf die Eingangsfrage, ob Dorsten finanzpolitisch noch zu retten sei, lautete seine Antwort dennoch: JA!
Wird morgen fortgesetzt