„Die können mit Geld nicht umgehen“
Seit Jahren, oder sind es bereits Jahrzehnte, kommt Dorsten nicht mit dem Geld aus, das zur Verfügung steht. „Die können mit Geld nicht umgehen“, so ein populistischer Vorwurf. Es spielen aber so viele Faktoren eine Rolle, dass es eine richtige Antwort nicht gibt. Heute treffen die Rhader Sozialdemokraten im Rahmen ihrer offenen und öffentlichen Mitgliederversammlung Hubert Große Ruiken, den „Finanzminister Dorstens", um mehr darüber zu erfahren, ob Dorsten wirklich finanziell noch zu retten ist. 19.30 Uhr im Gasthaus Pierick, Lembecker Straße.
Ein Brief aus Berlin. Michael Gerdes, SPD-MdB schreibt:
Liebe Rhaderin, lieber Rhader,
seit dem Jahr 2005 steigt die Zahl der Erwerbstätigen in unserem Land kontinuierlich an. Derzeit stehen fast 43 Millionen Menschen in Lohn und Brot, davon über 30 Millionen sozialversichert beschäftigt. Bei allen Erfolgen stellen wir jedoch fest: Derzeit profitieren diejenigen, die ein Jahr oder länger arbeitslos sind, kaum von der guten Lage am Arbeitsmarkt. Diesen Menschen wieder eine Chance auf dem Arbeitsmarkt zu geben, das ist das Ziel des Maßnahmenpakets, das Andrea Nahles in der letzten Woche vorgestellt hat. Tatsache ist: Die Ursachen dafür, warum Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer für längere Zeit keine Beschäftigung finden, sind vielfältig. Alleinerziehende, Ältere oder Geringqualifizierte sind überdurchschnittlich häufig davon betroffen. Sie brauchen jeweils passgenaue Beratung und Unterstützung, damit sie wieder erfolgreich auf dem Arbeitsmarkt Fuß fassen können. Genau hier setzt das Maßnahmenpaket an. Wir stehen am Anfang der Debatte und werden die Ideen genau prüfen. Zunächst einmal bin ich froh, dass wir wieder intensiv über Langzeitarbeitslosigkeit sprechen. Unter Schwarz-Gelb war das nicht möglich.
Mit freundlichen Grüßen nach Rhade
Ihr Michael Gerdes