Bevor wir es an Sylvester richtig krachen lassen, um das neue Jahr zu begrüßen, „zwingen“ uns die Weihnachtstage nachzudenken. Nachzudenken, warum wir, hier schließe ich einfach mal alle Leser dieser Internetseite mit ein, auf der Sonnenseite des Lebens stehen, und die Mehrzahl der Menschen auf dieser Erde nicht. Hier Überfluss, dort Mangel. Hier soziale Sicherheit, dort Elend. Hier Lebenserwartung um 80, dort hohe Kindersterblichkeit. Hier Frieden, dort Hass, Vertreibung und Krieg. Diese Aufzählungen, die „endlos“ fortgeführt werden könnten, sollen heute ausreichen, um unsere Lage gerechter als bisher einzuschätzen. MEINE Antwort des Nachdenkens lautet: Trotz aller bekannten Fehlentwicklungen geht es uns gut. Also ein Grund, aktiv an der Beseitigung der weltweiten Ungerechtigkeiten mitzuwirken. MEINE Empfehlung lautet, über den Tellerrand zu schauen. Nachrichten nicht nur zu konsumieren, sondern sie auch zu hinterfragen. Politik nicht nur als „schmutziges“Geschäft zu bewerten, sondern Politiker bei ihrer Arbeit aktiv oder indirekt zu begleiten. Der Kennedy-Satz, „Frage nicht, was dein Land für dich tun kann, frage dich, was du für dein Land tun kannst“, muss auch für uns gelten. Und wenn wir es darüberhinaus schaffen, nicht nur UNSER Land unvoreingenommen zu sehen, sondern alle 200 Länder dieser Welt, dann wird aus unserem selbstkritischen Nachdenken zu Weihnachten, etwas nachhaltiges Gerechteres wachsen. Friedliche Weihnachten.
Dirk Hartwich