Gelungene Erinnerungskultur durch gleichnamigen Verein
Der Bergbau hat Dorsten viele Jahrzehnte geprägt. Mit dem Bergbau wurde Kohle im doppelten Sinne des Wortes gemacht. Davon profitierten u. a. die Betreiber, die Mitarbeiter, die Stadt und die vielen Zuliefererbetriebe. Und dann das Ende, das schleichend in den 1980er Jahren begann und Anfang des neuen Jahrtausend abgeschlossen war. Dorsten hat seitdem ein bis heute andauerndes Strukturproblem, und die Bergleute nur noch die Erinnerung an einen ungewöhnlichen Arbeitsplatz tief unter der Erde. Um diese Erinnerung an eine spannende industrielle Epoche in unserer Stadt wachzuhalten, gründete sich 2003 der „Verein für Bergbau-. Industrie- und Sozialgeschichte Dorsten“. Ein Glücksfall für die Lippestadt und die Region. Die Vereinsmitglieder beeindrucken mit unermüdlichem Engagement und großer Kreativität die Öffentlichkeit. Herzstück ist die Maschinenhalle auf dem Gelände Fürst Leopold mit der riesigen Dampfmaschine, die jahrzehntelang Kumpel in Förderkörben an ihren Arbeitsplatz in 1000 Meter Tiefe brachte und auf dem „Rückweg“ das schwarze Gold transportierte. Der Verein bietet aber viel mehr als Museumstechnik. Die professionell aufgebaute Internetseite www.bergbau-dorsten.de bietet eine hervorragende Übersicht und einen unvergesslichen Zugang zur jüngeren Dorstener Industriegeschichte. "Klick mal rein", so unsere Rhader Empfehlung.