Bürger finden Stadt – Teil 2

Stadtentwicklung

Am Beispiel des Hauses Mantra konnte Dirk Hartwich erläutern, dass Bau - und Verkehrsplanung nicht zu trennen sind

Dialogforum zur Stadtentwicklung mit praktischen Beispielen

Neben der Rhader Rahmenplanung, siehe gestriger Bericht, waren es noch 2 weitere Beispiele praktizierter Bürgerarbeit, die die Besucher faszinierten.

Heike Unkel, ehrenamtliche Vorsitzende des Dorstener Tierheims zeigte in Wort und Bild beeindruckend auf, wo es in der Vergangenheit klemmte, wie sich mit Ärmelaufkrempeln etwas ändern lässt und wohin die Reise künftig gehen wird.
Von unter 30 Mitgliedern sind es heute über 200, die sich den Tierschutz in ihrer Stadt auf die Fahnen geschrieben haben. Übrigens eine Pflichtaufgabe der Kommune. Das heißt, dass Dorsten tief in die Tasche greifen muss, um dem gesetzlich verankerten Tierschutz auch Rechnung zu tragen. So wird mit ca. 400.000 Euro in nächster Zeit ein artgerechtes Tierheim neu erbaut. Der Verein muss erhebliche Mittel zusätzlich aufbringen. „Aber“, so Heike Unkel, „wir haben inzwischen viele, auch junge Helfer und großzügige Sponsoren“.

Roswitha Himmelmann aus Wulfen stellte ein sehr interessantes Wohnprojekt in ihrem Stadtteil Barkenberg vor. Investor, Baufirma, mehrere Interessenten an einer gemeinschaftlichen Wohnanlage, ein Architekt, eine aufgeschlossene Verwaltung – und los geht’s. Inzwischen steht das Modellprojekt, ist bezogen und wird überall gelobt. Roswitha Himmelmann: „ Jeden Morgen wenn ich aufwache denke ich, wie schön ist das hier“.

Fazit: Es lässt sich mit bürgerschaftlichem Engagement etwas bewegen in unserer Stadt. Man muss nur wollen, ein Ziel haben und anpacken. Kontinuität ist dabei ein wichtiges Element.

Das zeigten auch mehrere Initiativen, die sich auf einem Markt der Möglichkeiten im Hervester Bahnhof vorstellten. Allen gemeinsam ist, dass sie sich nicht mit dem Vorgefundenen zufrieden geben wollen. Tatsächlich gibt es in unserem reichen Land und unserer Stadt noch viel zu tun.
Die 3 Beispiele, Rhader Rahmenplan mit aktiver Bürgerbeteiligung (SPD-Rhade/Dirk Hartwich), Tierheim Hervest Dorsten (Heike Unkel) und Wohnprojekt Wulfen (Roswitha Himmelmann) stehen nur stellvertretend für die vielen Initiativen in Dorsten.
Die Veranstalter, Stadtteilbüro Hervest und Stadt Dorsten sind gut beraten, das 1. Dialogforum zu einer ständigen Einrichtung werden zu lassen und die Anregungen zeitnah aufzugreifen.

Wird fortgesetzt.
Morgen folgt eine politische Bewertung

 
 

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