Bürgermeister erntet Widerspruch - Spielplätze sind zu erhalten

Kommunalpolitik

Spielplatz Hünengrab: Die erste Freifläche, die aus Kostengründen reduziert wird.

Leser der Dorstener Zeitung kritisieren Interviewäußerungen

Dass Spielplätze eine Mehrfachfunktion haben, müsste eigentlich der neue erste Mann im Rathaus wissen. Im Interview äußerte er aber die Meinung, man könne einige aus Kostengründen einsparen. Das fordert Widerspruch heraus. Nach der Leserin Alexandra Keser, griff auch Dirk Hartwich aus Rhade in die schriftlich geführte Debatte ein. Sein Leserbrief an die heimische Zeitung wurde aber (noch) nicht veröffentlicht. Der Wortlaut:

Zum Leserbrief Alexandra Keser, 11.10.2014, „Kleine Spielplätze sind unverzichtbar“

Frau Alexandra Keser weist zu Recht darauf hin, dass die Reduzierung vorhandener Spielflächen im Stadtgebiet ein großer Fehler wäre. Die demografische Entwicklung Dorstens (wir werden älter und weniger) und die desolate Finanzlage der Stadt darf nicht dazu führen, unüberlegt Freiflächen in Wohngebieten zu opfern. Opfern soll in diesem Zusammenhang heißen, zu bebauen. Spielplätze haben nämlich neben der sozialen Komponente eine weitere wichtige Funktion. Die Frei- und Grünflächen innerhalb bebauter Bereiche sind für das Kleinklima in unserer Stadt, an jedem Ort, unverzichtbar. Stadtentwicklungspolitik muss immer alle Aspekte des Handels berücksichtigen. Daher sind die im Interview genannten Überlegungen des Bürgermeisters, Spielplätze aufzugeben und als Sparpotenzial zu betrachten, unüberlegt und nicht zu Ende gedacht. Der zuständige Umwelt- und Planungsausschuss ist jetzt gefordert, Stellung zu beziehen und verbindliche Vorgaben für das Verwaltungshandeln zu formulieren.

Dirk Hartwich

 

 
 

WebsoziCMS 3.9.9 - 007152285 -