Dorstener Stadtentwicklung fehlt ein Gesamtkonzept

Kommunalpolitik

Wochenendgedanken aus Rhade

Flüsse leben von Rinnsalen, die zu Bächen werden und so dem Strom als Lebensadern dienen. Ohne ein regionales Schienennetz wären die schnellen Hauptstrecken unattraktiv. Das Zentrum einer Stadt steht und fällt mit seinen Stadtteilen. Dorsten ist eine Stadt mit völlig unterschiedlichen "Satelliten". Was im Moment als unübersichtlich und schwer miteinander zu verknüpfen scheint, ist in Wahrheit ein Gewinn für alle. Aber nur dann, wenn beispielhaft die Schwächen von Lembeck mit den Stärken von Rhade ausgeglichen werden. Oder umgekehrt. Das heißt, dass der Blick über den Stadtteil-Tellerrand wandern muss, um Schwerpunkte für alle 11 Dorstener Bereiche zu setzen, die einen Mehrwert für die Gesamtstadt ergeben. Klingt simpel, wird aber in der Praxis nicht gelebt. Hier ist es das Bürgerforum, dort die Wulfen-Konferenz oder die Wir-machen-Mitte Initiative. Alle verdienen die uneingeschränkte Anerkennung für ihr ehrenamtliches Engagement. Die gewollte Konzentration auf den eigenen Lebensmittelpunkt muss aber immer auch das Ganze im Blick haben. Eine Aufgabe für professionelle Stadtentwickler im Rathaus (oder darüber hinaus). Nur sie können die Bäche und Schienen Dorstens so untereinander vernetzen, dass weder ein trockenes Flussbett, noch ein Sackbahnhof entsteht.

 
 

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