Fluch oder Segen? Smartphones in Kinderhand

Gesellschaft


Soziale Medien - wer hat noch die Übersicht und Kontrolle?

Australien will Nutzung an Mindestalter koppeln

Australien will nicht länger zusehen, wie TikTok und Co. die Entwicklung der unter 16jährigen negativ beeinflussen. In einem Interview mit der ZEIT, nennt der an der Uni Ulm auf dem Gebiet Soziale Medien lehrende Prof. Christian Montag, Fakten. Danach sei eine Regulierung des Zugangs, wie in Australien, empfehlenswert. Da sich Jugendliche in der Phase der persönlichen Identitätsfindung befinden, müssen Eltern und Schule erste Berater und Controller der eigenen Kinder sein. Unterstützt vom Gesetzgeber, der die Betreiber aller sozialen Medien verpflichten muss, für die Inhalte endlich Verantwortung zu tragen. Tatsächlich sind „Fake-News, politische Propaganda mit Rassismus und Pornografie, …, Verleumdung und Belästigung, die vor einem riesigen Publikum stattfinden“, dramatische Störfaktoren für die individuelle Entwicklung. Auch die Aufforderung, sich an Mutproben zu beteiligen, sie zu filmen und ins Netz zu stellen, hat in einigen Fällen bereits zum Tod geführt. Besonders junge Mädchen lassen sich von Fotos verführen, werden unzufrieden mit ihrem Körper, entwickeln nicht selten Essstörungen, die in psychischen Krankheiten münden. Christian Montag nennt u. a. als Lösung, den von der EU ins Leben gerufenen „Digital Service Act“ konsequent anzuwenden, um den Jugendschutz entscheidend zu stärken, so der Wissenschaftler abschließend.

Rhader Nachdenkzeilen auf der Grundlage des ZEIT-Berichts „Besonders die Mädchen leiden“ vom 28. 11.2024          

 
 

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