
Und Alternativen stehen zur Verfügung
Wer nicht vergessen hat, wie das Ruhrgebiet regelmäßig von einer Smog- und Rußschicht zugedeckt wurde, wird nicht wieder nach dem Kohleofen rufen. Wer nicht vergessen hat, welche Folgen ein Atom-Reaktorunfall, z. B. in Tschernobyl oder Fukuschima nach sich zieht, wird nicht wieder nach neuen Atomkraftwerken rufen. Wer nicht vergessen hat, wie sich eine Öl- und Gasknappheit, z. B. durch eine kriegerische Auseinandersetzung auf unseren Geldbeutel und unser Wirtschaftsgefüge auswirkt, wird alles daran setzen, von dieser zerstörerischen Abhängigkeit loszukommen. Vorausgesetzt, es gibt Alternativen zu den fossilen Energien. Und die gibt es seit vielen, vielen Jahren. Sie tragen den Namen erneuerbare Energien und leben u. a. von der Sonne, dem Wind, der Wasserkraft sowie dem Gas aus aus Pflanzenresten und organischen Abfällen. Durch systematische Forschung und Entwicklung steigt nicht nur der Wirkungsgrad der so erzeugten Energie, sondern es entstehen in immer kürzeren Abständen neue Anwendungsbereiche. Zum Beispiel leistungsfähige Batteriespeicher für den Hausgebrauch und die industrielle Nutzung. Diese positive Entwicklung, die auch unser Klima schützt, droht sich zu verlangsamen, weil die zuständige Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) nicht verhehlt, der Gasindustrie mit vielen neuen Gaskraftwerken die Lebenszeit künstlich verlängern zu wollen. Politiker, die so denken, sind wie die fossilen Energien, nämlich von gestern.
Nachdenkzeilen aus Rhade