"Der Begriff der Diversität wird in seinem Gebrauch in der Regel auf den Sachverhalt der sexuellen Vielfalt verengt, integriert in eine Zwangsbeglückungsstrategie Regenbogenfahnen schwenkender Heilsbringer, die auch gerne zum Mittel der positiven Diskriminierung greifen, um ihre Sicht der Dinge der Zivilgesellschaft zu oktroyieren. Begriff und Sachverhalt sollten dagegen weiter gefasst werden. Unverkürzt verstandene Diversität befördert so mit einer Vielfalt von Impulsen in allen gesellschaftlichen Bereichen maßgeblich Innovation und Fortschritt. Diversität als Maßstab freier Meinungsäußerung ist meines Erachtens geradezu das Lebenselixier einer demokratisch verfassten Gesellschaft, nicht die Konformität des Denkens, die in Gestalt scheinaufklärerischer, oft besserwisserisch-woker Mainstreamübereinkunft und Selbstvergewisserung daherkommt. Oder in Abwandlung eines Wortes der Philosophin Hanna Arendt: Der öffentliche Diskurs erfordert Denken ohne Geländer."
Friedhelm Fragemann
Anmerkung: In loser Folge werden hier Gastkommentare sowie Gedankensplitter zur Information und Förderung der offenen Diskussion eingestellt. Bisher veröffentlichte Gedankensplitter von Friedhelm Fragemann findet der Leser auf dieser Internetseite am 17.8., 6.9., 30.9., 18.10., und 12.11.2024.