Verbesserungsankündigungen sind so sicher wie Kostensteigerungen
Der Sozialdemokrat war in seinem Lieblingsamt (endlich) angekommen. Karl Lauterbach stürzte sich in die Ministerarbeit, um zu beweisen dass das Gesundheitssystem reformierbar ist. Damit erntete er überwiegend Zustimmung unter den Beitragszahlern, aber auch Unmut von denen, die vom riesigen Kuchen des Systems nichts abgeben wollen. Ihre Lobbyarbeit ist legendär und leider auch erfolgreich. Heute, nach der bösen SPD-Wahlklatsche musste der ehrgeizige und scheinbar allwissende Karl Lauterbach sein Am an eine Newcomerin auf diesem Gebiet überlassen. Nina Warken (CDU), seit einem halben Jahr im Amt, versucht die großen Fußstapfen ihres Amtsvorgängers auszufüllen. In einem ganzseitigen Interview greifen wir mal einige Sätze heraus:
- Das Ziel muss sein, die medizinische Versorgung der Menschen zu verbessern
- Der Kassen-Zusatzbeitrag soll nicht weiter erhöht werden
- Die Wartezeit auf einen notwendigen Facharzttermin soll verringert werden
- Im kommenden Frühjahr wird die Kommission für eine umfassende Reform der gesetzlichen Krankenversicherung ihre Ergebnisse vorlegen
- Am Ende sollen die Versicherten sagen können: es läuft besser, ich bekomme wieder schneller einen Termin beim Arzt
- Wichtig ist, den solidarischen Gedanken unserer Gesundheitsversorgung zu erhalten
- Wenn das Einkommen bestimmt, welche Versorgung sich jemand leisten kann, das wäre eine Form der Zweiklassenmedizin
Fazit: Die Aussagen der neuen Gesundheitsministerin sind so vage, dass sie auch vom nächsten Gesundheitsminister 1:1 übernommen werden können.
Eigener Beitrag auf Grundlage des RN-Interviews „Wir brauchen ein Anreizsystem“ am 15.11.2025