Kommunalpolitik Dorsten: Schon wieder Ebbe in der Kasse

Haushaltsbuch der Stadt - Eine Fortsetzungsgeschichte ohne Happy End

1975 trat in ganz NRW die Kommunale Neugliederung in Kraft. Kleine Gemeinden verloren ihre Selbständigkeit und wurden zu größeren (Stadt)Einheiten zusammengefügt. Rhade wurde so, wie Lembeck auch, zu einem Teil Dorstens. Der Hintergrund der Neuordnung: Größere Verwaltungseinheiten sollten deutlich kostengünstiger wirtschaften können - ein Vorteil für die Stadtkasse und die Einwohner. Schon im Vorfeld von 1975 gab es aber nicht wenige Menschen in unserem Bundesland, die davon nicht zu überzeugen waren. Zusätzlich war die Sorge groß, die eigene Identität zu verlieren. Heute, 47 Jahre danach und nach entsprechend vielen Dorstener Haushaltsplänen, stellt der frustrierte Langzeit-Beobachter fest, dass weder die Verwaltungskosten gesunken, noch besondere Vorteile für den Steuerzahler messbar oder erkennbar sind. Falsch ist, dafür ausschließlich der Verwaltung und dem Stadtrat die Schuld in die Schuhe zu schieben. Sie sind Getriebene in einer undurchschaubaren föderalen Gemengelage des Bundes, des Landes, des Kreises, der Kommunen. Gestern wurde im Rathaus noch über einen Überschuss gejubelt, heute werden Steuererhöhungen diskutiert, um ein neues, unerwartetes Loch in der städtischen Haushaltskasse zu stopfen. So geht das seit 47 Jahren! Die Kommunale Neugliederung war ein interessantes Versprechen, das nicht gehalten wurde. 1929 wurde Rhade dem Amt Hervest-Dorsten zugeschlagen,1975 der Stadt Dorsten. Wenn dieser 45-Jahre-Rhythmus eingehalten werden soll, müsste jetzt vorurteilsfrei neu gedacht und geordnet werden. 

Ein Rhader Zwischenruf mit einem visionären Lösungsvorschlag

Veröffentlicht am 06.12.2022

 

Allgemein Heimatkalender 2023 - Neugierde wird belohnt (3)

Wer Heimattümelei vermutet, ist falsch gewickelt

Der Name Dorstener Heimatkalender kann auf den ersten Blick Missverständnisse auslösen. Nämlich, dass es sich um einen normalen Bildkalender mit Motiven unserer Stadt und unserer Umgebung handelt. Der Untertitel, dass es der Kalender „der Herrlichkeit Lembeck und der Stadt“ ist, kann diesen Eindruck noch verstärken. Alles falsch, wer das optisch ansprechende Buch mit 276 (!) Seiten aufschlägt. Machen wir also nochmals Werbung für dieses Projekt, das von ehrenamtlich agierenden Bürgern der Lippestadt seit Jahrzehnten einen festen Platz auf dem eigenen Büchertisch verdient. Heute, mit diesem dritten und abschließenden Teil unserer Würdigung, richten wir den Blick auf die Portraitfotos von Jürgen Mörs und die damit korrespondierende Gedichtauswahl, für die Bertold Hanck verantwortlich zeichnet. Zwei Beispiele:  Der Vorstellung des Hobbyastronomen Gerd Wüst, stellt er den Originaltext von Wilhelm Hey, „Weißt du, wie viel Sterne stehen“, gegenüber. Und dem Portrait unseres letzten Rhader Cowboys, Karl-Heinz Einhaus, widmet er ein eigenes Gedicht:

Cowboys

Einst sang Gitte pazifistisch

und ein wenig auch sexistisch:

„Ich will `nen Cowboy gern als Mann“;

da käm‘s ihr nicht aufs Schießen an,

weil so ein Cowboy küssen kann.

 

Bei Putin und bei Erdogan

kommt`s heute mehr aufs Schießen an,

denn ob die beiden gerne küssen,

kann keiner von uns allen wissen.

 

Doch wäre ihnen wohl zu raten

zu solchen feinen Liebestaten:

Ins Geschichtsbuch nicht als Bösewichte,

Nein - als Superlover der Geschichte!

 

Der Heimatkalender kostet 10 Euro und ist an vielen Stellen in Dorsten zu kaufen.

Veröffentlicht am 05.12.2022

 

Bundespolitik Bürgergeld und Zuwanderung: SPD setzt notwendige Weichenstellung um

Union verharrt lieber im Gestern - Wochenendgedanken aus Rhade

Als 2004 die Arbeitslosenzahlen in Deutschland explodierten, musste die Regierung des SPD-Kanzlers Gerhard Schröder gegensteuern. Hartz4 wurde geboren. Die damit verbundenen Versprechungen, die Arbeitslosenzahlen und parallel die Soziallasten zu senken, erfüllten sich so nicht. Eine erbitterte Diskussion über die Begriffe FÖRDERN und FORDERN setzte ein, erfasste die SPD und viele ihrer Sympathisanten. Der Rest ist bekannt. Wahlen wurden verloren, SPD-Mitglieder verließen die Partei, Grüne und Linke profitierten. Inzwischen hat sich die Lage am Arbeitsmarkt komplett verschoben. Zwar gibt es immer noch viel zu viele (Langzeit)Arbeitslose, aber unsere alternde Gesellschaft benötigt händeringend neue Fachkräfte. Die SPD, die immer schon mit einem intelligenten Zuwanderungsgesetz geworben hat, wurde jahrelang von der Union und den mit ihnen sympathisierenden konservativen Gruppierungen scharf ausgebremst. Die „neue“ SPD, die mit Olaf Scholz den Bundeskanzler stellt, hat nun.gemeinsam mit den Koalitionspartnern Grüne und FDP, Hartz4 mit dem Bürgergeld abgelöst. Und ein neues Zuwanderungsgesetz konzipiert, das Deutschland für (Noch)Ausländer interessant macht. Die Wirtschaft jubelt, die Union mäkelt. Ihre Argumente sind von Gestern. Die Ampelregierung ist gut beraten, mit einer Informationskampagne der gesamten Bevölkerung zu vermitteln, dass wir alle ohne eine gesteuerte intelligente Zuwanderung, ärmer werden.

Veröffentlicht am 03.12.2022

 

Allgemein Noch ein Blick in den neuen Heimatkalender (2)

„Lies mal wieder“ - Eine Lese- und Geschenkempfehlung

Wer mehr über seine Stadt und seine Bürger wissen will, sollte im neuen Heimatkalender blättern und sich von interessanten Geschichten fesseln lassen. Das Kalenderbuch mit 276 Seiten ist so facettenreich und spannend, dass es als Dorstener Pflichtlektüre eingeordnet werden darf. Also auch eine passende Geschenkidee für alle Gelegenheiten ist. Werfen wir heute einen zweiten Blick hinein. Unter der Rubrik Zeitgeschehen finden sich hochpolitische und aktuelle Beiträge über die Themen Frieden und Freiheit. Besonders aufrüttelnd die Einordnung des Krieges in der Ukraine von Ljuba Didszun. Die Schilderung über zwei Lembecker Auswandererfamilien im 19. Jahrhundert lassen den Leser fassungslos zurück. Johannes Harks hat sie recherchiert und aufgeschrieben. Natur und Umwelt lautet ein weiteres Kapitel im 82. Jahresbuch des Heimatbundes Herrlichkeit Lembeck und der Stadt Dorsten. Bernhard von Blankenburg will den „Backofen Lippestraße“ mit völlig unkonventionellen Mitteln beseitigen. Seine Vision ist nicht nur besonders lesenswert, sondern auch ein Appell an die Verwaltung und Kommunalpolitiker, Stadtentwicklung neu zu denken. Wer Kurzgeschichten liebt, wird unter der Überschrift „Literarisches“ fündig. Flucht, Zuwanderung und Integration bilden eine Einheit und haben dann ein Happyend, wenn sie selbstlos von außen begleitet werden. Khalid Hashimi hat es mit Hilfe des Ehepaars Neumann geschafft, Schulabschluss und Gesellenbrief erfolgreich zu absolvieren. Ein Lehrbeispiel für die aktuelle Diskussion über ein neues Einbürgerungsgesetz. Das Kalenderbuch kostet 10 Euro und ist an vielen Stellen in unserer Stadt zu erwerben.

Eigener Beitrag. Wird fortgesetzt.

Veröffentlicht am 02.12.2022

 

Sport WM: Aus, aus - das Spiel ist aus!!!!

Veröffentlicht am 01.12.2022

 

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Friedhelm Fragemann Fraktionsvorsitzender
fraktion@spd-dorsten.de
 

Michael Gerdes Bundestagsabgeordneter
michael.gerdes(at)bundestag.de