„Uralte“ Diskussion flammt wieder auf
Die Vorsitzende der SPD, Bärbel Bas, hat mit ihrer Aussage, dass es keine Einwanderung in unsere Sozialsysteme gäbe, Widerspruch herausgefordert. Auch aus der eigenen Partei. Vor genau 10 Jahren haben wir hier unter der Überschrift „Gelsenkirchen ist nicht überall - aber es rückt näher“ über das o. g. Problem berichtet. Auszugsweise wiederholen wir den Text:
„Gelsenkirchen hat nicht nur den erfolgreichen S04, sondern auch scheinbar unüberwindbare Probleme. Der Strukturwandel hat hier offene Wunden hinterlassen, die nicht heilen wollen und dazu noch „Glücksritter“ der besonderen Art angezogen. Es sind überwiegend Immobilenfirmen, die leerstehende Mehrfamilienhäuser, sogenannte Schrottimmobilen, „für nen Appel und en Ei“ ersteigern und gerne mit osteuropäischen EU-Bürgern belegen. Ein Geschäftsmodell, das mit kreativer, krimineller Energie, den größtmöglichen finanziellen Erfolg verspricht. Das Firmengeflecht ist undurchschaubar. In GE sind es überwiegend Rumänen und Bulgaren, darunter viele Sinti und Roma, die auf der Suche nach einem besseren Leben sicherlich nicht zufällig in Gelsenkirchen stranden. Ohne deutsche Sprachkenntnisse, ohne das Wissen über unsere Lebensweise, hausen sie in einer unvorstellbaren Zahl, unter unvorstellbaren hygienischen Verhältnissen, in einer unbekannten Welt. Der Müll wird aus dem Fenster entsorgt, die Miete bar vor Ort eingetrieben, staatliche Leistungen (Kindergeld) mit Hilfe der „Vermieter“ perfekt angefordert und vom gleichen Helfer gnadenlos abkassiert. …“
Heute, 10 Jahre später, hören sich die Klagen aus Gelsenkirchen, Hagen oder Duisburg nicht wesentlich anders an. „Warum kommt das „da oben“ einfach nicht an?“, fragen wir Bärbel Bas.
Ein Rhader blättert in der Internetseite www.spd-rhade.de