Menschen auf der Flucht

Gesellschaft

Dorstener Ersthelfer verdienen Lob und Anerkennung

Stell dir vor, du musst von jetzt auf gleich dein Haus, oder deine Wohnung, deine Arbeitsstelle, deine Familie, deine Freunde, deine Heimat verlassen, um dein Leben vor Bomben, Raketen, Hunger oder einer ungerechtfertigten Inhaftierung/Exekution zu retten. Stell dir weiter vor, du schaffst es tatsächlich, einen sicheren „Hafen“ zu erreichen. Stell dir vor, er würde Dorsten heißen. Müde und völlig demoralisiert würdest du plötzlich Helfern gegenüber stehen, die dir eine Unterkunft, regelmäßiges Essen, Winterkleidung und eine erste Perspektive zum Leben in neuer Umgebung anbieten. Du würdest sicherlich fast ungläubig staunen, ein erstes Lächeln versuchen und zaghaft beginnen, an das Morgen wieder zu glauben. Die Ersthelfer, denen an dieser Stelle gedankt werden soll, sind in der Verwaltung und unterschiedlichen Hilfsorganisatoren zu finden. Viele von ihnen leisten freiwillig viel mehr, als in ihrer Arbeitsplatzbeschreibung zu finden ist. Sie sind unentbehrlich. Sie sind zu loben. Sie sind zu unterstützen. Stell dir vor, du musst nicht flüchten, kannst weiter in deiner Umgebung leben, verdienst genug Geld, kurz, es geht dir gut. Wäre das nicht eine fantastische Gelegenheit, sich den genannten Helfern, ob professionell oder ehrenamtlich, unterstützend anzuschließen? Der Weg von dieser Erkenntnis bis zur praktischen Umsetzung ist auch in unserer Stadt nur ein Katzensprung. Du schaffst das!

Wochenendgedanken aus Rhade

Anmerkung:

Ursprünglich war geplant, über die Anzahl der Schutzsuchenden in unserer Stadt einen Text zu verfassen. Woher kommen sie, wo sind sie untergebracht, wer hilft ihnen? Die Pressestelle der Verwaltung hat auf Anfrage dazu umfangreiches Datenmaterial bereitgestellt. Beim Auswerten wuchs die Idee, sich gedanklich in die Rolle eines Flüchtlings, der in Dorsten „gestrandet“ ist, hineinzuversetzen. Dabei wurde deutlich, welche unglaublich wichtige Funktion die Ersthelfer einnehmen. So wurde aus einer geplanten Zahlentabelle ein Rhader Appell, getragen vom  Mitgefühl gegenüber den Flüchtlingen und der Dankbarkeit für die beteiligten Verwaltungsmitarbeiter, die Hilfsorganisatoren und die vielen Privatinitiativen.          

 
 

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