
Rhader Wochenendgedanken: Heute über Behinderte (Teil 1) und morgen über Obdachlose (Teil 2)
Es gibt sie. Diejenigen die anders sind als Du und ich. Sie leben mitten unter uns und gehören doch nicht (richtig) dazu. Heute gelten die Gedanken den Menschen, die mit einer Behinderung leben müssen. Die Aufmerksamkeit soll auf jene gerichtet werden, die aufgrund der Schwere ihres Handicaps nicht mehr in häuslicher Umgebung leben können, sondern in speziellen Einrichtungen mit professioneller Betreuung. Ob kirchliche, private oder staatliche Träger, sie alle bilden ein flächendeckendes Netzwerk, um diesen Menschen ein würdevolles Leben zu ermöglichen. Besonderen Dank verdienen aber auch die Betreuer und Betreuerinnen. Wer z. B. als Besucher des Sommerfestes der "Diakonischen Stiftung - Wittekindshof" in Gronau teilnahm, geht anders nach Hause als er gekommen ist. Wer sieht, wie sich Schwerstbehinderte über eine kleine Geste der Aufmerksamkeit freuen und wer beobachtet, wie liebevoll sich die Betreuer kümmern, der kommt aus dem Grübeln über Begriffe wie Menschlichkeit, Würde, Toleranz und die eigene Hilflosigkeit nicht heraus. Vielleicht, so ein Nachdenkansatz, würden kleine Wohngruppen in allen Wohnsiedlungen unseres Landes für mehr Akzeptanz denen gegenüber sorgen, die das gleiche Recht auf Leben haben wie Du und ich. Dann wären sie wirklich mittendrin.