Personalmangel lähmt unser Land

Gesellschaft

Entwicklung war vorhersehbar, wurde aber politisch zu lange verdrängt

Es war die CDU/CSU, die jahrzehntelang Zuwanderung, sprich Einwanderung, verhindert hat. Dabei hat jeder, der Statistiken lesen konnte, erkannt, dass unsere Alterspyramide auf dem Kopf steht. Nun stecken wir mitten im Personalmangel-Dilemma. Flugzeuge können nicht abheben, Urlauber kommen nicht durch den Sicherheitscheck. Jetzt schnell einige tausend türkische Arbeitskräfte anwerben, um in die Luft zu gehen. Pflegekräfte aus Polen, Krankenpfleger aus Asien, Seelsorger aus Lateinamerika. Nur so haben wir uns bisher einigermaßen über Wasser halten können. Nun sollen ganz schnell alte Heizungen gegen Wärmepumpen ausgetauscht werden. Was fehlt, sind nicht nur Elektronikteile aus China, sondern Fachkräfte, die etwas von dieser Technologie verstehen. Nun sollen Bundeswehrsoldaten, die Rede ist von 15.000, unsere NATO-Grenze im Baltikum schützen. Wo sollen die herkommen? Auf der Liste fehlenden Personals finden sich Lehrer, Ingenieure, technische Fachkräfte aller Art, Friseure, Servicekräfte in Restaurants und viele mehr. Wir sind zwar inzwischen Einwanderungsland geworden, aber ein System der Zuwanderung ist so richtig (noch) nicht erkennbar. Hinzu kommt, dass auch ehrenamtliches Personal in Kirchen, Vereinen, Gewerkschaften und Parteien rar geworden ist. Während für die zuvor genannten Berufsgruppen im Ausland „eingekauft“ werden kann, hat der demographisch bedingte Austrocknungseffekt bei den letztgenannten bereits riesige Lücken geschlagen. Mit fatalen Folgen für unsere Gesellschaft. Und ein Zukauf von außen ist hier nicht möglich.

Ein düsterer Blick in die Zukunft aus Rhade

 
 

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