Schalom - Eine besondere Dorstener Zeitschrift

Gesellschaft

Die örtliche Zeitungslandschaft leidet unter fehlender Vielfalt. Eine unabhängige Tageszeitung, ein Werbe-Wochen-Blatt und monatlich zwei Publikationen, die ausschließlich vom Anzeigenverkauf leben, sind für eine Stadt mit 75.000 Einwohnern zu wenig, um sich tiefergehend zu informieren. Gut ist, dass es daneben eine Veröffentlichung gibt, die nicht für Discounter, Autohäuser, Baumärkte und Co. wirbt, sondern sich inhaltlich mit dem Zustand unserer Demokratie beschäftigt. Sie erscheint zwar nur zweimal jährlich, ist aber unverzichtbar, um gesellschaftspolitische Zusammenhänge zu verstehen. Der Titel ist Programm: Schalom. Herausgegeben vom Verein für jüdische Geschichte und Religion e. V., Dorsten. „Was machen wir hier eigentlich?“, lautet die Überschrift beim ersten Umblättern. Die Antwort, von Dr. Kathrin Pieren, Leiterin des jüdischen Museums in unserer Stadt gegeben, analysiert in Kurzform den Zustand unserer Gesellschaft, um dann aber ein Angebot zu machen. Um dem galoppierenden Antisemitismus Einhalt zu gebieten, sind alle aufgerufen, Weiterbildung als freiwilliges, persönliches „Pflichtfach“ zu belegen. Das Dorstener Museum bietet dazu Workshops, u. a. für alle Berufsgruppen sowie Lernveranstaltungen für Kitas und Schulen an. Im Museum motivieren darüberhinaus mehrere Mitmachstationen, gesellschaftliche Werte wie Vielfalt, Toleranz und Respekt zu erkennen und zu verinnerlichen. Ein absoluter Mehrwert für unsere Stadt.     

Rhader Werbung für eine Dorstener Zeitschrift

 
 

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