Ob die Beschneidung der Windenergieförderung das richtige Signal ist, bezweifeln viele Unterstützer der Energiewende
Brüssel und Berlin marschieren in unterschiedliche Richtungen
Großer Trommelwirbel zeitgleich in Brüssel und Berlin – und dann das:
Brüssel legt unambitionierte Ziele beim Klimaschutz fest und fördert Kohle- und Atomkraft.
Berlin will Energiewende mit aller Kraft und beschneidet die „Erneuerbaren“.
Zwei Meldungen, die nachdenklich machen.
Dass wir (Angela Merkel) mit Energiekommissar Oettinger einen Mann nach Brüssel entsandt haben, der national grandios gescheitert ist – Schnee von gestern. Dass dieser aber eigene Politik gegen Deutschlands ENERGIEWENDE macht, war weder vorherzusehen noch vorgesehen.
So wird das nichts, wenn der zuständige EU-Kommissar den Engländern, Franzosen und Polen sogar mit Fördermitteln für neue AKWs winkt und dem FRACKING den Boden bereiten will.
Sigmar Gabriel ist jetzt „alleiniger“ Chef der nationalen Energiewende. Das bisherige, lähmende Gezerre zwischen Wirtschafts- und Umweltminister ist Geschichte.
Dass aber die Reduzierung der Windkraftförderung von jetzt auf gleich, die effektivste saubere Energieerzeugung trifft, verwundert schon.
Klar, die Energieerzeugung muss für alle bezahlbar bleiben. Solange aber kein in sich geschlossener „Masterplan Energiewende“, der die Kommunen, Länder und den Bund einschließt, vorliegt, solange kann keiner nachvollziehen, wohin die Reise gehen wird.
Fazit aus Dorstener Sicht:
Wer etwas für unser Klima, die Umwelt und eine saubere Energieerzeugung tun will, fängt hier an und wartet nicht auf Brüssel, Berlin oder Düsseldorf.
Eigener Bericht