Selbstbedienungskassen schießen aus dem Boden

Allgemein

Nutzer stehen unter Generalverdacht - Ein Selbstversuch mit bitterem Ausgang

Um Personalkosten zu sparen, rüsten nach und nach viele Geschäfte auf. Selbstbedienung nicht nur am Regal, sondern auch an der Kasse. Um die Akzeptanz zu steigern wird suggeriert, dass das selbstständige Scannen der Waren und das Zahlen per Karte/Smartphone unproblematisch sei. Parallel soll die ärgerliche Wartezeit an der noch mit Menschen besetzten Kasse wegfallen. Hört sich gut an, hat aber einen Pferdefuß. Nach ersten Erhebungen wird an den SB-Kassen mehr betrogen, sprich geklaut. Also wird am Kontrollsystem ständig gearbeitet. Im Mittelpunkt aller Überlegungen muss aber die Würde des Verbrauchers stehen, der als Kunde und nicht als potenzieller Dieb eingestuft werden darf. Anders als bei dem folgenden Selbstversuch geschehen. Nach dem Scannen und dem Einstieg in den Bezahlvorgang plötzlich der Bildschirmhinweis: „STICHPROBE, informieren Sie eine mit Personal besetzte Kasse“. Die Aufmerksamkeit aller weiteren Kunden richtete sich nun auf den hilflos und peinlich berührten Verbraucher an der SB-Kasse. Spürbar jetzt die klammheimliche Freude bei den Wartenden an der Bezahlkasse. Der laut und vernehmlich gerufene Kontrolleur verglich nun offen und öffentlich den vom Kunden gescannten Warenbestand mit der auf dem Bildschirm sichtbaren Rechnung. Dass der Kunde die öffentliche Prüfung bestand, sei nur am Rande erwähnt. Die unwürdige Behandlung verdient aber, mit Entschiedenheit zurückgewiesen zu werden. Eine entsprechende Beschwerdemail an die Geschäftsführung des Supermarkts ist unterwegs. Fortsetzung folgt.

Ein (misslungener) Rhader Selbstversuch im Umland

 
 

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