Terroranschlag in Berlin: Wo bleibt der laute Aufschrei der heimischen islamischen Gemeinden?

Gesellschaft

Unser Rathaus mit Trauerbeflaggung. Foto Stadt Dorsten.

Fahnen am Dorstener Rathaus auf halbmast

Wut und Trauer sind nicht voneinander zu trennen. Wut auf die Menschen die glauben, Andersdenkende oder Andersglaubende umbringen zu dürfen. Als Begründung dient ihnen die eigene, hasserfüllte Auslegung religiöser Schriften. Trauer über die Menschen, die immer wieder diesem Irrglauben zum Opfer fallen. Die auf halbmast gesetzten Flaggen am Dorstener Rathaus signalisieren neben dem Mitgefühl für die Opfer auch, sich nicht von den Terroristen einengen lassen zu wollen. Hinter dem symbolischen Zeichen der Verwaltung steht unsere gesamte (?) Stadtgesellschaft. Ein starkes solidarisches Zeichen. Es würde noch mehr Wirkung erzielen, wenn sich auch alle islamischen Gemeinden in Dorsten laut und einvernehmlich mit einem öffentlichen Statement gegen jegliche terroristische Gewalt aussprechen würden, die mit dem Islam in Verbindung gebracht wird. Vorbild könnten einige ihrer Religionsverbände sein, deren Statement* so lautet: „Nach dem mutmaßlich islamistischen Anschlag auf den Christopher Street Day (CSD) in Berlin verurteilten große deutsche Islamverbände wie Ditib und der Zentralrat der Muslime die Gewalttat scharf. Sie betonten, dass Angriffe auf Menschen wegen ihrer Identität unvereinbar mit dem Islam seien, sprachen den Opfern ihr Mitgefühl aus und mahnten zu gesellschaftlichem Zusammenhalt und Besonnenheit.“   

Rhader Gedanken zum Terror im Namen des sogenannten IS. Der Text der Islamverbände* wurde dem Internet entnommen.

 
 

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