Gesellschaft Schutzsuchenden auch Arbeit anbieten

Sie nur als Bedrohung einzustufen, ist ein Fehler

In der öffentlichen Diskussion und Wahrnehmung werden Flüchtlinge zunehmend als Problem angesehen. „Die wollen wir nicht!“, so kurz und knapp die Parole. Rechte Parteien greifen diese Stimmung auf, verstärken sie durch falsche Behauptungen und sind bei Wahlen damit erfolgreich. Die demokratische Parteienlandschaft versucht seit Jahren einen Weg zu finden, der dem Völkerrecht und unseren humanen, auch christlichen Werten, entspricht. So die Theorie. In der Praxis bauen wir Zäune und pflegen Vorurteile, um Migranten zu verdeutlichen: „Wir wollen euch nicht!“. Wir suchen Länder außerhalb Europas, die uns gegen entsprechende Bezahlung das Problem vom Hals halten. Hilft nicht, funktioniert nicht. Parallel wissen wir, dass unsere Gesellschaft ohne Einwanderung zum wirtschaftlichen Abstieg verurteilt ist. Unsere Wirtschaftsweisen fordern 1,5 Millionen Einwanderer pro Jahr (!) per Quotenregelung ins Land einreisen zu lassen, um unseren Fachkräftemangel auszugleichen. Diejenigen, die  ins Land kommen und bereits gekommen sind, müssten aber sofort arbeiten dürfen oder ausgebildet werden. Das sogenannte Fachkräfteeinwanderungsgesetz, von der Ampel 2023 beschlossen, weist in diese Richtung. In Wesel und Essen wird nun ins Auge gefasst, auch das bisherige Arbeitsverbot für bestimmte Flüchtlinge aufzuheben, um u. a. die Integration zu stärken. Ein Ansatz, der auch in Dorsten offen und vorurteilsfrei diskutiert werden müsste.

Ein Rhader Zwischenruf

Veröffentlicht am 03.07.2024

 

Allgemein Schon 10 Jahre?

Dorstener Bürgermeister feiert kleines Dienstjubiläum - Ein Glückwunsch

Er „tanzt auf allen Hochzeiten“. Er ist sachkundig und omnipräsent in unserer Stadt. Er hat Ecken und Kanten, die er auch schon mal einsetzt, um seine Sicht der Dinge durchzusetzen. Die Rede ist von Tobias Stockhoff (CDU), der tatsächlich schon 10 Jahre dem Dorstener Bürgermeisteramt einen ganz persönlichen Anstrich verliehen hat. Grund genug, ihm dafür zu danken. Dass das auf einer SPD-Internetseite geschieht, wird den einen oder anderen Leser überraschen. Aber es ist ein Stück Normalität, allen Demokraten besondere Aufmerksamkeit zu widmen, die sich in diesen schwierigeren Zeiten auch für Menschenwürde, Demokratie und Respekt persönlich und mit großem Engagement einsetzen. Und unser Bürgermeister darf für sich in Anspruch nehmen, hier besondere Zeichen für die Dorstener Zivilgesellschaft gesetzt zu haben. Herzlichen Glückwunsch von einem kritischen sozialdemokratischen Gratulanten aus Rhade, der sicherlich im Namen nicht weniger Gleichgesinnter spricht.

Veröffentlicht am 02.07.2024

 

Achim Schrecklein überreicht Rybniks Bürgermeister Piotr Kuczera das Stadtwappen. Links Adam Juzek vom Freundeskreis Kommunalpolitik Städtepartnerschaft Rybnik - Dorsten feierte 30jährigen Geburtstag

Der Blick über den eigenen Tellerrand macht das Leben reicher

Ein runder Geburtstag ist immer auch willkommener Anlass, ein Resume über das Gewesene und das Bevorstehende zu ziehen. So auch in Rybnik, unserer polnischen Partnerstadt, die Dorsten zur Geburtstagsfeier eingeladen hat. Achim Schrecklein, stellvertretender Bürgermeister, einige Kommunalpolitiker, und ganz besonders wichtig, Jugendliche des Sportvereins Grün-Weiß Barkenberg und die Cheerleader-Tanzgruppe des BSV Wulfen bildeten eine bunte Reisegruppe. Sie alle verstanden sich als Botschafter für Freundschaft und friedliches, grenzüberschreitendes Nebeneinander.  Achim Schrecklein bedankte sich stellvertretend für ganz Dorsten für die hervorragende Zusammenarbeit im Verlauf der Beziehungen und ging in diesem Zusammenhang auf verschiedene von der EU finanzierte Projekte, die Vielzahl von bürgerschaftlichen Begegnungen und auf gemeinsam geleistete Hilfestellungen für die ukrainische Partnerstadt ein. „Wir sind sehr dankbar für die engen, freundschaftlichen Beziehungen zwischen Menschen, Vereinen und der Verwaltung aus Dorsten und Rybnik! Und dankbar, dass wir hier sein dürfen. Liebe Rybnikerinnen und Rybniker: Auf die nächsten 30 Jahre! Auf unsere Freundschaft!“ Als Gastgeschenk überreichte er im Namen von Bürgerschaft, Rat und Verwaltung das Dorstener Stadtwappen aus Holz.

Eigener Text auf Grundlage einer Pressemitteilung der Stadt Dorsten. Foto Stadt Dorsten.

Veröffentlicht am 01.07.2024

 

Allgemein Ein banger Blick über den Ozean

Was ist im Land der unbegrenzten Möglichkeiten eigentlich los?

Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten konnte ein Tellerwäscher zum Millionär aufsteigen. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten könnte ein ehemaliger Präsident, inzwischen als verurteilter Verbrecher und Lügner entlarvt, sogar wieder zum Präsidenten aufsteigen. Er muss nur noch die Wahl im November gewinnen. Das ist wirklich möglich. Im Falle einer Niederlage wird er das Ergebnis wieder nicht anerkennen. Er ist ein Feind der Demokratie. Warum bekommt er dann soviel Zustimmung und Millionen Wahlkampfspenden? Weil er auf ganz schwierige Fragen, ganz einfache Antworten hat. Weil er Versprechungen in die Welt setzt, die er nicht einhalten wird. Weil er den Reichen verspricht, reich zu bleiben. Dass er damit sich in erster Linie selbst meint, gehört zum Allgemeinwissen eines kritischen USA-Beobachters dazu. „So einer wird doch wohl keine Wahl gewinnen? Wahl heißt doch Auswahl. Ein guter Konkurrent müsste es doch ganz einfach haben, so einen Aufschneider und Egomanen in freier Wahl zu besiegen“, so unsere Einschätzung, gebildet aus Nachrichten, die uns seit Jahren über den großen Teich erreichen. Wenn aber der Konkurrent unübersehbare Schwächen zeigt, und seine Partei keine personelle Alternative anbietet, dann wird es wohl so kommen. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist sogar das scheinbar Unmögliche möglich.

Ein Wochenendkommentar aus Rhade

Veröffentlicht am 29.06.2024

 

Bereits vor ca. 40 Jahren wurde diese Skizze eines Rhader Bürgers angefertigt. Hat sich etwas geändert? Kommunalpolitik Rückblick Bürgerforum Rhade (2)

Dorfentwicklungsplanung: Nur wer selbst begeistert ist, kann auch andere begeistern

Seit vielen Jahren, alte Hasen sprechen sogar von Jahrzehnten, wird in Rhade über einen attraktiveren Dorfmittelpunkt gerungen. Ein Blick nach Heiden oder Velen zeigt, was möglich wäre. Kommunalpolitiker beauftragten die Verwaltung, Bürger wurden ins Boot geholt, externer Sachverstand eingekauft. Herausgekommen sind mehrere Pläne, die sich irgendwie ähnlich sehen. Ein leeres Stadtsäckel verhinderte aber immer die Umsetzung. Nun ein neuer Anlauf, der planungsmäßig als abgeschlossen gilt. Grund für die ehrenamtlichen Akteure des Bürgerforums, das Ergebnis den anwesenden Bürgern vorzustellen. Der Eindruck, dass das diesmal mit deutlich weniger eigener Begeisterung als früher geschah, hielt sich hartnäckig. So zumindest das Fazit eines Besuchers. Lag es daran, dass zwar kritische Reaktionen der Rhader protokolliert wurden, aber keine, die mit Euphorie pro Dorfkernsanierung auffielen? Lag es daran, dass die von der Verwaltung aufgezeigte Zeitschiene zur Umsetzung für Ernüchterung sorgte? Lag es daran, dass auch der „Planungsamtschef vom Dienst“ eher pflichtschuldig als mitreißend wirkte? Rhade hat es nach 50 Jahren Zugehörigkeit zu Dorsten verdient, endlich einen Dorfmittelpunkt zu erhalten, der als dauerhafter Begegnungsort das Zusammengehörigkeitsgefühl des 3 Kilometer langen Straßendorfes stärkt. Dazu ist es aber notwendig, mit mehr Euphorie als bisher zu werben.

Eine kommunalpolitische Beobachtung in Rhade

Veröffentlicht am 28.06.2024

 

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