Helge Schneider: „Ich lese NUR fiftyfifty. Andere Zeitungen beim Frisör“
Sie erscheint monatlich und wird auf der Straße und im digitalen Abo verkauft. Sie hebt sich von allen anderen Tages-, Wochen und Monatszeitungen deutlich ab. Fiftyfifty ist lesenswert. Das Besondere an dieser Zeitung ist, dass sie nicht nur unterhaltend und informativ ist, sie mischt sich ein. Sie bezieht gesellschaftspolitische Positionen, ohne auszugrenzen. Fiftyfifty hilft Menschen und motiviert andere, dabei mitzuhelfen. Wer fiftyfifty nur als Obdachlosenzeitung einstuft, die Mitleid als Verkaufsargument nutzt, hat nicht verstanden und nicht gelesen. Die Zeitung berichtet so vielschichtig, dass der aufgeschlossene Leser von jeder neuen Ausgabe etwas mitnimmt. Eine Rubrik einer großen Wochenzeitung trägt den Titel: „Was mein Leben reicher macht“. Ohne Übertreibung könnte auch eine Unterzeile von fiftyfifty ähnlich lauten. Aktuell beschäftigten sich die Zeitungsmacher um Hubert Ostendorf, den langjährigen Geschäftsführer der Selbsthilfeorganisation für Obdachlose, mit dem Begriff Glück. Wenig überraschend ist zwar, dass materieller Reichtum nicht unbedingt und dauerhaft das höchste Glücksgefühl erzeugt, aber dass diejenigen, die wir in der Regel (vor)schnell als „die da unten“ abqualifizieren, sich über Kleinigkeiten noch besonders freuen können und dabei glücklich sind, überrascht den Leser und sorgt parallel für eigene Nachdenklichkeit. Grund genug, sich mit fiftyfifty anzufreunden. So wie Helge Schneider, ein prominenter Unterstützer. Die Printausgabe kostet nur 2,80 Euro, davon erhält der Verkäufer 1,40 Euro. Das Digitalabo der besonderen Zeitung ist mit 38 Euro für 12 Ausgaben im Jahr ausgesprochen kostengünstig. Wir übernehmen den folgenden fiftyfifty-Aufruf und bitten um Solidarität.
Die Zukunft unserer Straßenzeitung fiftyfifty ist bedroht. Die Digitalisierung und die anhaltende Corona-Krise machen uns schwer zu schaffen. Um die PAPIER-Ausgabe der fiftyfifty zu stützen, bitten wir Sie sehr herzlich um Abschluss eines Digital-Soli-Abos. Hier bitte bestellen: https://www.fiftyfifty-galerie.de/kunst/7278/1-2-3-fiftyfifty-digital-abo
Veröffentlicht am 07.07.2023
Forks Busch soll zum örtlichen Bürgerpark entwickelt werden - und Kinder haben ein Mitspracherecht
Über mangelndes Interesse beim Ortstermin im Forks Busch konnte sich die Verwaltung nicht beklagen. Nachbarn der ökologisch sehr wertvollen Fläche und viele junge Familien waren neugierig, wie der Landschaftsplaner Dirk Vennemann, von der Verwaltung beauftragt, die „Vitalisierung“ der Fläche planerisch einstuft. Zuvor erläuterte Johannes Loick im Namen des Rhader Bürgerforums, wie er sich die Umwidmung vorstellt. Dazu zeigte er kurz auf, dass Rhade aus 3 eher zusammenhanglosen Teilen besteht und seit Jahren einen fehlenden zentralen Treffpunkt beklagt. Dieser könnte bald Forks Busch heißen, so der Vortragende, der sein Statement mit der Vision verknüpfte, dass mehrere hundert Rhader täglich den Weg in das Wäldchen finden könnten, um sich miteinander auszutauschen. Dirk Vennemann griff den gesponnenen Faden auf und versprach, bei allen Eingriffen in den Naturhaushalt besonders zurückhaltend und schonend vorzugehen. Mindestens 3/4 der 20.000 Quadratmeter umfassenden Fläche werden nicht „angefasst“, so der Planer. Die vorhandene Bolzplatzfläche soll zu einem besonderen Waldspielplatz umgebaut werden. Gut ist, dass in die Planung die Kinder der Grundschule sowie der Rhader Kitas eingebunden werden sollen. In nächster Nachbarschaft könnte eine kleine Theaterbühne unter freiem Himmel entstehen. Bevor aber erste Umbauarbeiten erfolgen, müssen Förderanträge gestellt werden. Auch kritische Stimmen, die sich mit dem Satz, „weniger wäre mehr“, zusammenfassen lassen, sollten nicht ungehört beiseite geschoben werden.
Wir berichten weiter
Veröffentlicht am 06.07.2023
Während John Wayne in den berühmten amerikanischen Western mit dem Colt in der Hand für Ordnung sorgte, überzeugt Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) seine Umgebung mit Argumenten. Dennoch wird immer mal wieder über den Führungsstil des Kanzlers öffentlich diskutiert. „Er muss mal mit der Faust auf den Tisch hauen“, so nur ein Beispiel von vielen. Diese autoritäre Führung mag früher einmal „in“ gewesen sein, heute zählt nicht der „Macker“, sondern der Moderator. Und Olaf Scholz verkörpert diesen Typ einer Führungskraft perfekt. Er hört zu, wägt ab und agiert mit Respekt gegenüber allen Gesprächspartnern. Das weiß seine Regierungsmannschaft, die die Dreiparteien-Koalition bildet, wahrlich zu schätzen. Im Sommerinterview der ARD betonte er, kein John Wayne sein zu wollen. Olaf Scholz hat durch sein Auftreten auf allen Ebenen eine natürliche Autorität gewonnen, die diejenige vom Cowboy John Wayne glatt in den Schatten stellt. Er ist in dieser äußerst schwierigen geopolitischen Lage der richtige Mann zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Platz. Respekt!
Eine Rhader Einschätzung zum Führungsstil des Bundeskanzlers
Veröffentlicht am 05.07.2023
Rangfolge der Straßen- und Radwegesanierung macht ratlos
„Tief im Westen, wo die Sonne verstaubt, ist es viel besser als man glaubt. …“, so Herbert Grönemeyer in seiner Hymne an Bochum. Tief im Westen, wo Rhade endet und Erle beginnt, verstaubt zur Zeit die Sonne wegen der laufenden Sanierungsarbeiten an der Erler Straße. Der Kreis Recklinghausen erneuert dort den Radweg und die Straßendecke bis zum Höferweg. Danach wird dieses Teilstück für alle Verkehrsteilnehmer „viel besser als man glaubt“, um nochmals auszugsweise Herbert Grönemeyer zu zitieren. Aber warum wurde gerade dieses Teilstück ausgewählt, das im Gegensatz zum komplett weiteren Verlauf der Erler-/Lembecker Straße durch Rhade, eigentlich nicht sanierungsbedürftig wirkte? Diese Frage stellen sich viele Rhader und hoffen auf eine Antwort. Sie sollte aber nicht das momentane Handeln nur rechtfertigen, sondern einen verbindlichen Sanierungszeitplan für den Gesamtverlauf der Kreisstraße in unserem Dorf beinhalten. Dazu haben wir diesen Text der Dorstener Verwaltung zugestellt, mit der Bitte, eine belastbare Antwort innerhalb der mehrwöchigen Bauarbeiten „tief im Westen von Rhade, wo aktuell auch die Sonne verstaubt“, zu erhalten.
Rhader Stirnrunzeln über die Großbaustelle Erler Straße
Veröffentlicht am 04.07.2023
Ein Besuch beim RHADER Partnerbaum
Seit 1975 ist Rhade ein Teil Dorstens. Erst 44 Jahre später, im Jahr 2019, wurde in Rhade die Idee geboren, einen Baum im neuen Stadtkrone-Park zu pflanzen und ihn „RHADE“ zu nennen. Parallel wächst seit diesem Zeitpunkt der Partnerbaum „DORSTEN“ in Rhade. Ein jährlicher Besuch, hier wie dort, ist obligatorisch. So kann festgestellt und beschrieben werden, ob beide Bäume Wurzeln geschlagen haben und Früchte tragen. Diese Symbolik passt gut ins Bild, um das Verhältnis zwischen der Stadt und ihrem ländlichen Außenbereich zu beschreiben. Obwohl „DORSTEN“ aktuell Früchte trägt, ist die wichtige Stütze, um gesund zu wachsen, weggebrochen. Kein gutes Zukunftszeichen. Außerdem ist der Auswuchs an der Spitze unverhältnismäßig. Unsere Anregung lautet: „DORSTEN“ braucht Pflege und Unterstützung, um besser zu wachsen. Wer wissen will, wie sich „RHADE“ entwickelt hat, muss den Bericht vom 28.04.2023 lesen: „Alle Jahre wieder - was macht Rhade?“
Veröffentlicht am 03.07.2023