Gesellschaft RESPEKT

Kunstwerk wirbt für Menschenwürde - auch in Rhade

Brigitte Stüwe ist eine vielseitige und anerkannte Dorstener Künstlerin. Ihr aus Baumwollfäden geschaffenes Kunstwerk RESPEKT ist Blickfang und Appell gleichermaßen. Dass es mehrfach zerstört wurde, ist völlig unverständlich. Respekt zu gewähren ist eine wesentliche demokratische Grundlage, die besonders diejenigen im Blick hat, die nicht unbedingt zu den „oberen Zehntausend“ unserer Gesellschaft gehören. Vom Original wurden inzwischen Kopien angefertigt, die über das „Büro für Bürgerengagement“ der Stadtverwaltung erworben werden können. Eine gute Aktion, die flächendeckend für Toleranz, Menschenwürde und Demokratie wirbt. Ein erstes Transparent dieses Kunstwerkes wurde jetzt privat in Rhade, im Kreuzungsbereich Stuvenberg/Kalter Bach/Mainstraße platziert. Als Werbung, als Mahnung, als Motivation, sich für unsere demokratischen Strukturen zu engagieren.

Veröffentlicht am 14.07.2023

 

Kommunalpolitik Heizungsgesetz: Wenn richtige Entscheidungen zum Störfall werden

Handwerkliche Fehler dürfen nicht zum Nichtstun verleiten - Kommunale Wärmeplanung bis 2028

Putins Entscheidung, auch Energie als Waffe gegen den demokratischen Westen einzusetzen, zwang unsere Regierung zu schnellem Handeln. Im Eiltempo wurden Flüssiggas-Terminals aus dem Boden gestampft. Unsere Wohnungen blieben auch im Winter warm. Zwar explodierte der Preis, nicht wenige Versorger nutzen den Moment schamlos aus, um Kasse zu machen. Dass spätestens jetzt über die Energieversorgung der Zukunft ohne Kohle, Öl und Gas entschieden werden muss, leuchtet ein. Nicht nur, dass die genannten Energieträger endlich sind, sondern auch, weil sie das Klima irreparabel schädigen. Regenerative Energiequellen aus Sonne, Wind, Erd- und Luftwärme werden nach und nach die bisher eingesetzten fossilen Rohstoffe ablösen. Dass Fernwärme erst spät in den Fokus der Regierung rückte, darf als handwerklicher Fehler des Wirtschaftsministers Habeck (Grüne) bezeichnet werden. Jetzt wurde nachgebessert und alle Kommunen bis 2028 gesetzlich verpflichtet, einen kommunalen Wärmeplan aufzustellen. Stellt sich die Frage: „Ist Dorsten dazu vorbereitet?“ Nein, sagt die Pressestelle des Rathauses. Noch fehlt die gesetzliche Grundlage des Landes, entsprechende Daten aus allen Haushalten zu erheben. Wo Fernwärme  für Dorsten herkommen soll, gehört auch noch zu den vielen offenen Fragen. Klar ist aber, dass ein WEITER SO WIE BISHER, der größte Zukunftsfehler wäre.

Rhader Sommergedanken über das Heizen in der Zukunft

Veröffentlicht am 13.07.2023

 

Landespolitik CSU hat Orientierung völlig verloren

Söder wandert auf schmalem Grat - und hat das Scheuer-Maut-Debakel am Bein

Er hat Ellbogen. Und die setzt er rücksichtslos ein, um Macht und Einfluss zu gewinnen oder zu behalten. Unvergessen, wie er Horst Seehofer in Rente geschickt hat. Unvergessen auch, wie er Armin Laschet an die Wand gedrückt hat, um selbst Kanzlerkandidat zu werden. Da hatte er sich zwar verkalkuliert, aber nichts daraus gelernt. Nun stehen in 3 Monaten Landtagswahlen in Bayern an. Die Umfragen sind nicht gut für Söder und Co. Also müssen Schlagzeilen her. Möglichst populistisch. Stammtischparolen machen sich im südlichsten Bundesland besonders gut. Und Söder kann Stammtisch. Der Länderfinanzausgleich eignet sich aus seiner Sicht (mal wieder), um Stimmung für Bayern und gegen alle anderen Bundesländer zu inszenieren. Bayern hat früher Finanzen von anderen Bundesländern erhalten, darunter von NRW, um die Infrastruktur und die Lebenschancen anzugleichen, sprich, zu verbessern. Das hat funktioniert. Bayern gehört heute zu den sogenannten Geberländern im Länderfinanzausgleich. Anstatt dieses System zu loben, versteigt er sich in der diskriminierenden und populistischen Aussage, nicht mehr bereit zu sein, gutes bayerische Geld in den Ländersolidarfonds einzahlen zu wollen. Gutes bayerisches Geld? War es nicht die CSU und ihr Verkehrsminister Scheuer in der Merkel-Regierung, die 243 Millionen Euro beim Maut-Debakel in den Sand gesetzt haben? Und wer gleicht das aus? Der Steuerzahler, nicht die CSU, nicht Markus Söder und auch nicht Andy Scheuer, genannt, Andy Teuer.

Ein Rhader Zwischenruf zur momentanen Lage der CSU

Veröffentlicht am 12.07.2023

 

Umwelt Rhade/Dorsten: Hitzewellen zwingen zum Umdenken

Kommunaler Klima- und Umweltschutz gehört ganz oben auf die Tagesordnung

In immer kürzeren Abständen werden Hitzerekorde registriert. Parallel wird das Wasser knapp und viele Menschen sterben frühzeitig. Frühe Warnungen und Vorhersagen dieser negativen Entwicklung wurden vernachlässigt. Von der Politik ebenso wie von Menschen wie Du und ich. Nun ist der Zeitpunkt aber erreicht, nicht mehr zu verdrängen, zu verneinen, zu verharmlosen - sondern zu handeln. Dass Bäume nicht nur Schattenspender, sondern auch CO2-Absorber sind, sollte inzwischen  zur Allgemeinbildung gehören. Tatsächlich wird aber in unserer Stadt über eine Neuauflage der wichtigen Baumschutzsatzung seit Jahren diskutiert und gerungen. Der ehemalige Stadtförster Bernhard von Blanckenburg, hält der Verwaltung und den Parteien nicht nur den Spiegel vor, sondern beeindruckt mit praktischen Vorschlägen, das Stadtklima zu verbessern. Blicken wir in unsere (Vor)Gärten. Trotz aller Appelle wird weiter versiegelt. Oder versuchen wir im neuen Rhader Dorfentwicklungsplan die Ideen zum Umwelt- und Klimaschutz zu finden. Trotz externer Berater, trotz geballtem Verwaltungswissen, trotz mehrerer Bürgerversammlungen und Online-Beteiligung, das überlebenswichtige Thema findet nicht statt. Spätestens jetzt, wo die Sonne immer häufiger gnadenlos brennt, wäre ein Update des Rhader Dorfentwicklungskonzepts mit einem Kapitel Umwelt- und Klimaschutz angebracht.

Eine Bürgeranregung in Richtung Verwaltung, Parteien und Rhader Bürgerforum

Veröffentlicht am 11.07.2023

 

Landespolitik Dorfentwicklung Rhade (wieder) auf der Kippe?

Schwarz-Grüne Landesregierung setzt den Rotstift an

Die Überschrift auf Seite 1 der Ruhr Nachrichten (Samstag. 8. Juli 2023) hat es in sich. „Dörfer bangen um die Zukunft“. Eine Hiobsbotschaft. Die NRW-Landesregierung will sparen. Dass es (wieder) das Programm „Zukunft unserer Dörfer“ treffen soll, verbittert alle, die vor Ort aufgezeigt haben, wohin die planerische Reise gehen sollte, um nicht weiter abgehängt zu werden. Sicherlich kein Zufall, dass diese Meldung in den Ferien und der Haupturlaubszeit aus Düsseldorf den Weg in die Medien findet, bzw. finden sollte. Parallel mit der drastischen Mittelkürzung wurde auch die Terminierung für Förderanträge so kurz gefasst, dass die SPD und der Städte- und Gemeindebund harsche Kritik an der Landesregierung üben. „Wohin gehst du - Rhade?“, haben wir an dieser Stelle mehrfach kritisch gefragt. Immerhin können wir jede Menge negative Erfahrung mit gebrochenen Versprechen vorweisen. Da waren zwei Rahmenpläne, die nicht umgesetzt wurden. Da wartet aktuell der wieder mit engagierter Unterstützung der Bürger aufgestellte und vom Stadtrat beschlossene  Dorfentwicklungsplan auf den Startschuss. Der kann aber nur erfolgen, wenn entsprechende Förderanträge „pünktlich“ in Düsseldorf eingehen. Sollte unsere Verwaltung diese Hürde noch nehmen, bleibt das Warten auf eine Entscheidung. Und nach der angekündigten Kürzung der Landesmittel droht den Rhadern eine neuerliche bittere Enttäuschung, die sich seit 1975 (kommunale Neugliederung) in fast regelmäßigen Abständen wiederholt.

Wir berichten weiter

Veröffentlicht am 10.07.2023

 

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