Die offenen Glasfaserbaustellen
Um Daten blitzschnell digital senden und empfangen zu können, wurden überall in Rhade Glasfaserkabel verlegt. Das Unternehmen, das für die Verlegung verantwortlich ist und mit dem Betrieb gutes Geld verdient, hat unübersehbare Spuren hinterlassen. Das Versprechen, die nötigen Baustellen so zu verlassen wie sie vorgefunden wurden, kann als gebrochen bezeichnet werden. Wer nicht mit offenen Augen durch Rhade geht oder mit dem Fahrrad fährt, stolpert hier und da über abgesenkte Pflastersteine und seit Jahren über nicht ordnungsgemäß geschlossene Bitumendecken. Warum unsere Verwaltung es nicht schafft, den Verursacher der Schäden haftbar zu machen, ist unverständlich. Immerhin geht es um städtisches, also unser Eigentum. Beispielhaft zeigt das Foto eine Glasfaserschaltstation im Kreuzungsbereich Stuvenberg/Mainstraße/Kalter Bach. Der Bauzaun hat seit Jahren keinerlei Bedeutung mehr. Dafür ist die angrenzende städtische Spielfläche bis heute eingeschränkt. Mehrere Hinweise über diesen Missstand, aus Rhade über schnelle Glasfaserkabel ins Rathaus Dorsten gesendet, scheinen dort nicht angekommen zu sein. Der Buchtitel, „Aus dem Tagebuch einer Schnecke“, von Günter Grass, könnte auch als Überschrift der Baustellenprotokolle zwischen dem Investor und unserer Stadt stehen.
Ein kritischer Zwischenruf aus Rhade
Veröffentlicht am 06.02.2023
Die Software ChatGPT ist in aller Munde. Du fragst - und erhältst in Sekundenschnelle eine schriftliche Antwort. Ob Pressetexte, Schularbeiten, Gedichtinterpretationen oder Personenportraits, das Ergebnis überrascht und irritiert gleichermaßen. Fehler inbegriffen. Der Rhader Selbstversuch am 1. Februar 2023:
- Frage: Kannst du etwas über Dorsten-Rhade mitteilen?
- ChatGPT: Guten Tag, ich kann dir etwas über Dorsten-Rhade erzählen. Dorsten-Rhade ist eine kleine Gemeinde im Kreis Wesel in Nordrhein-Westfalen. Es liegt an der Lippe, nördlich von Dinslaken und südlich von Schermbeck. Es hat etwa 5000 Einwohner, die hauptsächlich in der Landwirtschaft tätig sind.
- Frage: Kennst du die SPD in Rhade?
- ChatGPT: Ja, die SPD in Rhade ist eine sehr aktive Partei und nimmt regelmäßig an Wahlen teil. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, einen Beitrag zur Weiterentwicklung von Dorsten-Rhade und den umliegenden Gemeinden zu leisten.
- Frage: Kennst du Dirk Hartwich in Rhade?
- ChatGPT: Ja, ich kenne Dirk Hartwich in Rhade. Er ist Mitglied im Rat der Stadt Dorsten-Rhade und Vorsitzender der Fraktion der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands.
Die offensichtlichen Fehler mal beiseite geschoben. KI ist die nächste Stufe einer technischen Revolution. Wir werden lernen müssen, damit umzugehen. Alle Texte auf www.spd-rhade.de sind (noch) selbstgeschrieben. Änderungen nicht ausgeschlossen, aber dann gekennzeichnet. Wie im o. a. Beispiel.
Dirk Hartwich
Veröffentlicht am 05.02.2023
50 Jahre SPD Rhade - 50 Jahre „Mehr Demokratie wagen“
1969 gründet sich der SPD Ortsverein Rhade. Im selben Jahr wird Gustav Heinemann erster sozialdemokratischer Bundespräsident und Willy Brandt Bundekanzler der Republik. Eine Zeitenwende ist eingeläutet. Fortan konnte die SPD nicht mehr länger als Handlanger Moskaus und als vaterlandslose Gesellen diffamiert werden (Adenauer Ära). Ins kollektive Gedächtnis haben sich zwei markante Sätze eingebrannt: „Nicht der Krieg ist der Ernstfall, sondern der Frieden ist der Ernstfall, in dem wir uns alle zu bewähren haben“ (Heinemann) und: „Mehr Demokratie wagen“ (Brandt).Für den Ortsverein Rhade und seine Mitglieder war dies in einem schwierigen Umfeld Orientierung und Verpflichtung. Ich kenne keine Gliederung der SPD in Dorsten und Umgebung, die diesem Anspruch so gerecht geworden ist: Bürgernah, intelligent, spontan, kreativ, überzeugend, offen und fair gegenüber den Andersdenkenden. Einen Ortsteil gestalten, zum Wohl aller Menschen in Dorsten. Dafür setzten sich die Mitglieder in ihrer 50 jährigen Geschichte ein und dafür engagieren sie sich auch heute: für Handwerk und eine umweltschonende Landwirtschaft, für Kindergärten und Schule, für eine Rahmenverkehrsplanung und ein orteilverbindendes Radwegenetz, für Mitsprache und Mitwirkung, für die Teilhabe aller Bevölkerungsschichten an Bildung und Kultur. Herzlichen Glückwunsch und Glück Auf !
Dr. Hans Udo Schneider
Veröffentlicht am 04.02.2023
Tausend mal analysiert, tausend mal ist nichts passiert
Bereits 1988 (!) haben Rhader Parteienvertreter auf Initiative der örtlichen SPD erkannt, dass der Durchgangsverkehr die hiesige Lebensqualität und die Sicherheit der „schwachen“ Verkehrsteilnehmer erheblich einschränkt. Ein gemeinsamer Plan der SPD, CDU und der Grünen wurde mit der Bevölkerung und der Verwaltung diskutiert - und für gut befunden. Eine externe Planungsgruppe wurde beauftragt, die Rhader Initiative mit förderungsfähigen Papieren zu unterstützen. Bevor aber im Teilstück zwischen Bahn und Forksbusch (Raiffeisen-Tankstelle) „Nägel mit Köpfen“ gemacht werden konnten, zog die CDU ihre Unterstützung zurück. Einige Rhader Bürger sorgten mit teils polemischen Attacken für soviel Gegenwind, dass aus dem fortschrittlichen Rhader Verkehrssicherungskonzept nichts wurde. An diesem unhaltbaren Zustand hat sich bis heute nichts geändert. Obwohl es in den vergangenen 35 (!) Jahren mehrere Initiativen zur Wiederbelebung der Planung gab, ist weiter keine Verbesserung in Sicht. Es gibt zwar wieder Absichtserklärungen des Kreises und der Dorstener Verwaltung, ein verbindlicher Zeitplan ist aber nicht in Sicht. Rhade kann mit vielen bereits beschriebenen „Schokoladenseiten“ werben, die „Schattenseite Durchgangsverkehr“ lastet aber wie Blei auf dem nördlichen Dorstener Stadtteil.
Rhader Impressionen - wird fortgesetzt
Veröffentlicht am 03.02.2023
Eine gute Idee wird missbraucht
Journalisten von renommierten international arbeitenden Verlagen haben sich zu einem Recherche-Team zusammengeschlossen, um sogenannte Kompensationsgeschäfte mit CO2-Zertifikaten zu hinterfragen. Der Sachverhalt ist sehr komplex, um lückenlos nacherzählt zu werden. Hier eine absolute Kurzform: Große, international produzierende Konzerne haben zugesichert, das klimaschädliche CO2 zu reduzieren. Wenn die Zielvorgabe nicht erreicht wird, können sie durch Zukauf von „guten“ CO2-Zertifikaten ihre Bilanz verbessern. Diese Papiere werden u. a. von dem nichtstaatlichen, nicht kontrollierten Unternehmen VERRA in den USA auf dem Weltmarkt angeboten. Die Methode, nämlich riesige Waldgebiete, die CO2 speichern, vor dem Abholzen zu bewahren und entsprechend zu bewerten, ist im Prinzip unstrittig. Der Verdacht, dass aber auch Geschäfte mit Waldgebieten von VERRA getätigt wurden und werden, die gar nicht zum Kahlschlag vorgesehen waren, hält sich hartnäckig. Die UN haben abgeraten, Wald-CO2-Zertifikate zur Kompensation der eigenen Verschmutzungsbilanz zu erwerben. Ob Gazprom, Apple, Volkswagen und viele andere, sie nutzen aber weiter diese teils undurchsichtigen CO2-Ausgleichskäufe und werben so als umweltbewusste Unternehmen. Ein Millionengeschäft und ein Deal zu Lasten der Umwelt. Die Akteure: die Käufer der Zertifikate, die Händler, die Projektbetreiber, die Bewerter und Zertifizierer. An dieser Stelle brechen wir unsere Kurzfassung ab und empfehlen selbst nachzulesen, wie wir und die Umwelt betrogen werden.
Eigener Bericht SPD-Rhade, auf Grundlage des ZEIT- Titelthemas „Der Klima-Betrug - Grün getarnt“ vom 19.01.2023
Nachsatz: Aufgrund des ZEIT-Artikels verzichten inzwischen mehrere Groß-Unternehmen auf den Kauf von CO2-Waldzertifikaten. Andere prüfen und wollen folgen.
Veröffentlicht am 02.02.2023