Historiker Dr. Marius Lange stellt Forschungsergebnisse vor - Heute im Alten Rathaus
Um Fehler, zum Beispiel beim Autofahren zu vermeiden, trainieren wir. Ein Zertifikat, Führerschein genannt, bestätigt unser erlerntes Wissen. Wenn es auch eine entsprechende Lizenz im Fach Demokratie gäbe, wäre die Wahrscheinlichkeit hoch, aus begangenen Fehlern zu lernen und vor Wiederholungen gefeit zu sein. Historiker helfen uns dabei mit ihrer Forschung nicht zu vergessen, die Hintergründe der Geschichte zu verstehen, um so z. B. frühzeitig politische Fehlentwicklungen zu erkennen. Dr. Marius Lange, Wissenschaftler aus Bocholt, hat sich in seiner Doktorarbeit mit der „Österreichischen Legion im Münsterland“ beschäftigt, die seit Anfang 1935 drei Jahre lang im Dorstener Lager an der Schleuse (Hammer Weg) untergebracht war. Es handelte sich dabei um bis zu 750 Nazis aus Austria, die sich in unserer Stadt auf die bewaffnete Eroberung ihrer Heimat vorbereiteten. Ihr hiesiges Auftreten verbreitete Angst und Schrecken. Selbst ein NSDAP-Kreisleiter bezeichnete die „Legionäre“ als Terror-Truppe. Auf Einladung des Vereins für Orts- und Heimatkunde Dorsten wird Dr. Marius Lange am heutigen Montag um 19 Uhr im Alten Rathaus die Ergebnisse seiner Forschungsarbeit öffentlich vorstellen. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Rhader Demokratiewerbung
Veröffentlicht am 27.04.2026
Eine Würdigung aus persönlicher und sozialdemokratischer Sicht
Rund 50 Jahre von den nun zu feiernden 80 durften wir gemeinsam Hans-Udo Schneider und seine Familie begleiten. Eine dauerhafte und andauernde Freundschaft. Hans war und ist eine durch und durch politische, soziale und christlich geprägte Persönlichkeit. Dabei nie abgehoben.
Seine Hilfsbereitschaft, Menschen in seelischer Not beizustehen, muss ebenso herausgestellt werden, wie seine scheinbar unbegrenzte Geduld, dazu auch Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Hier bilden der christliche und der sozialpolitische Anspruch eine untrennbare Einheit. Hans Schneider lebt das praktisch vor, was viele seiner Zeit- und Berufsgenossen nur theoretisch verkörpern. Dadurch ist er zum Vorbild geworden. Zum Vorbild in seinem Freundeskreis und der Dorstener Stadtgesellschaft. Zur Wahrheit gehört dazu, dass er auch unbequem ist, weil er hartnäckig erkanntes Unrecht beim Namen nennt und Verbesserungen fordert. Die Dorstener SPD hat genau wegen dieser besonderen Wesenszüge Hans-Udo Schneider auch als künftigen Bürgermeister im Rathaus sehen wollen. Seine Wahlkampagne darf gerade heute als diejenige bezeichnet werden, die sich inhaltlich an den Zukunftsproblemen ausgerichtet hat, die heute noch immer und teils ungelöst, auf der Tagesordnung der Verwaltung und des Rates stehen. Hans Schneider, der vielen so viel gegeben hat, durfte aber persönlich auch erleben, dass in seiner größten Not, als 1984 ein schrecklicher Verkehrsunfall sein Familienleben komplett veränderte, Freunde zur Hilfe da waren, um ihn zu stützen. Ein Beispiel, dass das eigene Vorbild seine Umgebung positiv verändert. Wir gratulieren herzlich und sagen DANKE!
Brigitte und Dirk Hartwich
Veröffentlicht am 25.04.2026
Finn Lehmann (20) ist Direktkandidat im hiesigen Wahlkreis
Die SPD-Delegierten aus Dorsten, Haltern, Marl-Polsum und Datteln-Ahsen haben sich mit Mehrheit entschieden, auf Finn Lehmann aus Wulfen bei der nächsten Landtagswahl zu setzen. Er löst damit als neuer MdL-Kandidat Sandy Meinhardt ab, die ihr Landtagsmandat aber bis zum 25. April 2027 weiter engagiert wahrnehmen wird. Finn Lehmann hat in seiner Vorstellung überzeugend dargelegt, wie er künftig mit Unterstützung der gesamten SPD den Landtagswahlkreis 71 direkt gewinnen will. Er, der in Dorsten mit seinem Engagement und seiner inhaltlichen gesellschaftspolitischen Positionierung früh auf sich aufmerksam machte, studiert in Münster Psychologie. Finn Lehmann sieht die Schwerpunkte seiner politischen Arbeit u. a. in dem Ausbau der Chancengleichheit für alle Gesellschaftsschichten. Und hier steht die Bildung ganz oben auf seiner Agenda. Das direkte Gespräch mit den Menschen in der Stadt, der Nachbarschaft, der Partei, der Universität, kurz in allen Bereichen des Alltagslebens, das ist Finn Lehmanns Stärke. Er gilt daher als Hoffnungsträger der Sozialdemokratie in seinem Wahlkreis. Seine Chancen, direkt in knapp 12 Monaten in den Düsseldorfer Landtag gewählt zu werden, sind dann besonders groß, wenn die gesamte SPD in den genannten Städten die bevorstehende Wahlkampagne Finn Lehmanns als ihre eigene ansieht und sie engagiert unterstützt.
Rhader Appell zur nächsten Landtagswahl
Veröffentlicht am 24.04.2026
Ein Besuch im Dorstener Bürgerpark gibt neue Energie
Es war vor einigen Jahren eine grandiose Idee von Marion Taube, die Fläche zwischen Lippe und Kanal, nach der Heil- und Pflegeanstalt des Ordens "Barmherzige Brüder", Maria Lindenhof benannt, mit besonderen Aktionen zum Leben zu erwecken. Entstanden ist ein Freizeitareal, das sich inzwischen weit über die Grenzen Dorstens zum Geheimtipp entwickelt hat. Eine wirkliche Stadtkrone. Ein Verein hat sich gegründet, um attraktive Veranstaltungen anzuregen, ein Parkbürgermeister mit direktem Draht ins Rathaus, schon ist das Erfolgs-Konzept kurz und knapp beschrieben. Nun wurde das Sommerprogramm vorgestellt. Und wer genau hinsieht, findet mit Sicherheit mindestens einen Termin, um mal den bitteren gesellschaftspolitischen Alltag auszublenden und neue Energie zu tanken. Ein kurze Auswahl:
- 9. Mai: Familien-Trödelmarkt
- 23. Mai: Internationales Picknick
- 31. Mai. Brustkrebslauf
- 8. bis 16. Juni: Zirkusprojekt
- 28. Juni: Umweltmesse
- 10./11. Juni: 24-Stundenlauf
- Und viele weitere Aktionen
- Nicht zu vergessen: Die Konzerte in der „Freiluftarena Oude Marie“
Veröffentlicht am 23.04.2026
Ist das Steuersystem wirklich verständlich und gerecht?
Vor einigen Tagen haben wir an dieser Stelle über die aktuelle Erbschafts- und Vermögenssteuer berichtet. Wir sind zu dem wenig überraschenden Ergebnis gekommen, dass beide Steuern nötig sind, um die Zukunftsaufgaben unserer gesamten Gesellschaft zu finanzieren. Aber wir haben auch erkannt, dass es bei der Erhebung gravierende Gerechtigkeitslücken gibt. Nämlich, dass erstaunlicherweise diejenigen die „viel haben“weniger Steuern zahlen, als die übergroße Mehrheit unserer Gesellschaft. Berthold John, der dazu die Daten und Gesetze erläutert hat, macht nun auf eine weitere Ungerechtigkeit aufmerksam, die weitgehend unbeachtet von der Öffentlichkeit den Staat Millarden kostet. Es geht um Kryptowährungen, die bekannteste trägt den Namen Bitcoin. Berthold John: „Mit den Jahren ist dieser Markt enorm gewachsen. Die 10 weltweit größten Kryptowährungen werden aktuell mit mehreren Billionen US-Dollar bewertet. In Deutschland erzielten Kryptoanleger im Jahr 2024 Gewinne von geschätzt 47,3 Milliarden Euro. Besteuerung? Weitgehend Fehlanzeige. Als Gründe gelten:
- Die Gewinne werden bisher steuerlich behandelt wie Gegenstände, Oldtimer oder Luxusuhren. Nach einem Jahr Haltedauer sind die Gewinne steuerfrei.
- Erst ab 2026 sind Kryptodienstleister zur Meldung an die Steuerbehörden verpflichtet, seitdem die entsprechende EU-Richtlinie in nationales Recht umgesetzt wurde.
- Ein Blick ins Ausland: Österreich besteuert bereits ab 2022 Kryptogewinne, unabhängig von der Haltedauer, mit 27,5%, Großbritannien bis zu 24%. Auch die USA besteuern Bitcoins, je nach Haltedauer, als Kapitalertragsteuer bis zu 20%."
- Berthold John ergänzt: „Eine einheitliche Besteuerung nach § 20 EStG ( Einkünfte aus Kapitalvermögen), wie z.B. bei Aktien mit einer Abgeltungssteuer von 25%, wäre ein erster Schritt.“ Er geht aber in seinen Überlegungen noch weiter: „Unter dem Blickpunkt der Steuergerechtigkeit tut sich eine weitere Lücke auf. Warum werden nur die Einkünfte aus Kapitalvermögen mit 25% pauschal versteuert und sind damit abgegolten und die übrigen Einkunftsarten unterliegen dem vollen Steuersatz? Zu den Einkünften aus Kapitalvermögen zählen z. B. Zinsen, Dividenden, übrige Gewinnausschüttungen, Gewinne aus Veräußerungen von Aktien etc. Zu den übrigen Einkunftsarten zählen z. B. Einkünfte als Arbeitnehmer, Gewerbetreibender, Freiberufler, Vermietungseinkünfte."
Bericht Berthold John auf Grundlage des DStG-Steuermagazins 3/2026
Veröffentlicht am 22.04.2026