Presse Hat unsere Tageszeitung noch Zukunft?

Stefan Diebäcker (Dorstener Zeitung) ist optimistisch - Reaktion auf SPD-Text liegt nun vor (Teil1)

Am 19. April lautete die Titelzeile der Rhader SPD auf dieser Internetseite: Wenn das Beste am Morgen ausbleibt - die gedruckte (Lokal)Zeitung - Bundesweites Zeitungssterben macht unser Leben ärmer. Im Text wird das Zeitungssterben, besonders der Lokalzeitungen, aus Sicht der Leser, mit großer Sorge bewertet. Unsere Bitte an die einzige Dorstener Zeitung, dazu eine eigene Einschätzung abzugeben, ist Stefan Diebäcker, Redaktionsleiter nun gefolgt. Wir veröffentlichen seinen gesamten Text in 2 Teilen.

Als ich Ende 1989 Redakteur bei der Dorstener Zeitung wurde, gab es kein Internet, kein Smartphone, keine Sozialen Medien. Eigentlich gab es damals auch die Dorstener Zeitung nicht, sie hieß (bis 1997) Ruhr Nachrichten. Und: Die Zeitung wurde gedruckt. Punkt. Sie wurde nachts zugestellt und lag jeden Morgen (meistens jedenfalls) im Briefkasten der Abonnenten. Sonntags gab es sie nicht, dafür war sie am Samstag dicker.

Es gab damals in Dorsten und Umgebung auch die WAZ, so etwas wie Meinungsvielfalt also und für uns vor allem Wettbewerb um die besten Nachrichten, die spannendsten Geschichten, die exklusivsten Meldungen. Wer in den Urlaub fuhr, bestellte das liebgewonnene „Heimatblatt“ für eine gewisse Zeit ab, spendete es oder ließ es sich an den Urlaubsort nachschicken. Weil man ja auf dem Laufenden bleiben wollte.

Schöne alte Zeitungswelt? Das sehe ich anders.

Mehr als 30 Jahre später gibt es die Dorstener Zeitung immer noch. Sie wird immer noch gedruckt, liegt immer noch jeden Morgen im Briefkasten, hat immer noch Anzeigen, gewerbliche Sonderseiten und einen Lokalteil, der übrigens umfangreicher ist als der Ende der 1980er-Jahre. Ja, sie kostet deutlich mehr als damals – die Gründe sind vielschichtig: Personal- und Energiekosten, Papierpreise – aber auch sinkende Auflage und geringere Anzeigenumsätze spielen eine Rolle. Die gedruckte Zeitung ist für viele Menschen ein Luxusgut geworden. Aber ist damit das Ende der „Zeitung“ eingeläutet? Ich glaube nicht.

Viele Verlage haben Kosten reduziert, indem sie Redaktionen geschlossen haben. Ich verstehe jeden, der das nicht gut findet. Aber was ist die Alternative? Verlage müssen kaufmännisch denken, um zu überleben. Viele kleinere haben es trotzdem nicht geschafft, viele größere haben das Verbreitungsgebiet reduziert, Personal abgebaut.

LensingMedia, der Verlag, der auch die Dorstener Zeitung herausgibt, hat das auch gemacht, aber zum Glück nicht in Dorsten. In den letzten Jahren wurde sogar massiv investiert. In Personal, in technisches Know-How, um neue Kanäle auch für den Lokaljournalismus in Zeiten der Digitalisierung zu erschließen.

Stefan Diebäcker

(Teil 2 erscheint morgen am 3. Juni 2022)

Veröffentlicht am 02.06.2022

 

Bundespolitik Putins Krieg und die Folgen

Es gibt nur Verlierer, aber eine starke deutsche Regierung mit dem Kanzler Olaf Scholz

Der Krieg des Aggressors Russland gegen die Ukraine ist kein lokaler Konflikt mehr, sondern ein globaler. Für das Leid der überfallenen Ukrainer findet man keine tröstenden Worte mehr. Nun wandelt sich der unvermindert andauernde militärische Konflikt in einen weltweiten Wirtschaftskrieg. Inflationsraten ungeahnten Ausmaßes machen auch uns ärmer. Die stützenden Maßnahmen der SPD-geführten Ampel-Regierung federn vieles ab, belasten aber zukünftige Generationen. Olaf Scholz führt unser Land mit Augenmaß durch diese Krise, von der wir nicht wissen, wie lange sie noch andauern wird. Es ist gut, dass das oberste Ziel unserer Regierung unmissverständlich klar ist: Wir werden uns nicht direkt in die kriegerischen Auseinandersetzungen hineinziehen lassen. Wir üben Solidarität mit der Ukraine und den Ländern, die wegen der Preisexplosionen nicht in den Schlaf kommen. Wir werden die globale Weltordnung neu gestalten müssen. Wir wissen immer noch nicht, was Putin eigentlich erreichen will. Wenn es neben einer zerstörten, okkupierten Ukraine auch die Destabilisierung des Westens sein soll, dann scheint er zu übersehen, dass besonders „sein“ Russland sich so selbst abschafft. Ein Krieg kennt keine Gewinner, nur Verlierer. Das müsste doch nach den vielen Katastrophen der Weltgeschichte in allen Köpfen verankert sein. Putin ist der Beweis des Gegenteils. Leider!

Rhader Gedanken zur globalen Krise

Veröffentlicht am 01.06.2022

 

Kommunalpolitik Rhade: Die mögliche Erweiterung des Einkaufszentrums soll am 20. Juni öffentlich diskutiert werden

Hinter den Kulissen wurden bereits Positionen ausgetauscht - Auch festgezurrt?

Der Bürger soll auch noch die Möglichkeit haben, gehört zu werden. Am 20 Juni. Ob er auch noch etwas zu sagen hat, darf bezweifelt werden. Neben dem Stadtrat, haben inzwischen Vertreter der Porte Lembeck und des Bürgerforums Rhade alle wichtigen Informationen bereits erhalten und bewertet. Am 20. Juni werden die Ergebnisse, die hinter den Kulissen erzielt wurden, sicherlich bekanntgegeben. Die Erfahrung lehrt, dass dann der „Kuchen bereits gegessen ist“. Der Bürger darf immerhin zuhören und seine Meinung sagen.

Ein Zwischenruf eines Kenners der kommunalen Materie

Veröffentlicht am 31.05.2022

 

Allgemein Nachdenkliches über Russland und die Ukraine

Für Sie gelesen: „Entscheidung in Kiew“ von Karl Schlögel

Warum? Warum führt Wladimir Putin Krieg gegen sein Brudervolk in der Ukraine? Jeder, der die schrecklichen Zerstörungsbilder und das Leid der Menschen sieht, fragt sich immer wieder, warum machte er (Putin) das? Weder Politiker noch Psychologen finden eine schlüssige Antwort. Wer aber tiefer zurückblickt und u. a. in Publikationen blättert, in denen sich ältere Texte von Putin und Co. finden, der beginnt zu begreifen. Karl Schlögel hat es mit seinem Buch, das als Liebeserklärung an ein riesiges osteuropäisches Areal und seine Bewohner zu verstehen ist, geschafft, den heutigen verbrecherischen Gewaltexzess besser einzuordnen. Auf der Seite 124 findet sich sinngemäß die folgende Passage:

Sergej Medwedjew beschreibt 2014 in einem Essay die Seelenlage der Kremlführer so: Man habe sich noch leicht auf die Unabhängigkeit Georgiens oder Belarus, erst recht der Balten eingestellt. Aber mit der Unabhängigkeit der Ukraine noch immer nicht. Man empfinde sie als Anormalität, ja, fast als Anmaßung und Verrat gegenüber dem älteren Bruder. Und Putin bemerkt im gleichen Jahr 2014, dass es ein Leichtes wäre, mit seinen Truppen in wenigen Stunden in Kiew und darüberhinaus zu sein.

Rhader Text auf Grundlage des Fischer-Taschenbuchs „Entscheidung in Kiew“ von Karl Schlögel. ISBN 978-3-596-29643-9

Veröffentlicht am 30.05.2022

 

Finanzen Heil will Klimageld ab 4000 Euro Einkommen

28. Mai 2022

 Schon heute steigen die Preise vor allem für Energie unaufhörlich - und der komplette Umstieg auf Erneuerbare Energien könnte die Kosten noch weiter nach oben treiben. Was soll ein neues Klimageld da bringen?

Veröffentlicht am 29.05.2022

 

RSS-Nachrichtenticker

RSS-Nachrichtenticker, Adresse und Infos.

 

WebsoziCMS 3.9.9 - 008233238 -