Bundespolitik Neue Plakate aus der Kreativ-Werkstatt der Rhader SPD (1)

Pfiffig, auffällig und im Gedächtnis bleibend

Hand aufs Herz. Das, was zur Zeit von allen Parteien zur bevorstehenden Bundestagswahl plakatiert wird, reißt keinen vom Stuhl. Erstaunlich, wenn man bedenkt , dass die Auftraggeber ein Vermögen an Werbeagenturen zahlen, um mit einem Bild oder einer Aussage im Gedächtnis zu bleiben und gewählt zu werden. Seit Jahren haben die Rhader Sozialdemokraten diese Erkenntnis nicht einfach nur hingenommen, sondern eigene Slogans entwickelt und in zwei Farben eigenhändig aufs DIN A0-Plakat aufgetragen. Ein absoluter Hingucker - uübersehbar, so das Lob von allen Seiten. In loser Folge werden auf dieser Seite die unterschiedlichen Textmotive vorgestellt. Heute:

Mit der Zweitstimme

wählt man besser.

OLAF SCHOLZ

SPD

Veröffentlicht am 27.08.2021

 

Kommunalpolitik Bürgerforum Rhade (2) - Städtisches Kultur- und Weiterbildungsangebot auf dem Prüfstand

Noch machen Kultur und Weiterbildung einen Bogen um Rhade

Dass es seit Jahren kein städtisches Kulturangebot vor Ort gibt, und dass auch die VHS den Weg nach Rhade nicht findet, hat den Unterzeichner motiviert, ein Thesenpapier zu erstellen und dem Orga-Team des Bürgerforums vorzulegen. Hans-Peter Steffens griff den Faden auf und organisierte ein Informationsgespräch im Rathaus. Ziel sei, so Steffens, gemeinsam für Verbesserungen auf diesem Gebiet zu sorgen. Zur Realität gehört aber, dass der Satz „Wer aus dem Rathaus kommt, ist schlauer“, hier nicht passte. Das vor einer Woche stattgefundene Bürgerforum war daher eine gute Gelegenheit, nochmals nachzuhaken. Hans-Peter Steffens präsentierte Auszüge des Thesenpapiers und wiederholte engagiert die Forderung, künftig auch in Rhade städtische Kultur und Weiterbildung vorzusehen. Wichtig ist, dass er parallel das Angebot machte, „alte Zöpfe abzuschneiden“, um gemeinsam Rhade auch auf diesem wichtigen Gebiet weiterzuentwickeln. Dass er dabei keinen einfachen Stand bei der anwesenden Verwaltungsspitze hatte, darf kritisch angemerkt werden. Deren Position lautete in Kurzfassung: "Wir fragen die Bürger was sie wollen, dann prüfen wir die Machbarkeit und entscheiden abschließend“. In der Diskussion wurde darauf hingewiesen, dass städtische Kultur- und Weiterbildung vor Ort eine Pflichtaufgabe sei und dass der Ansatz, nur nachfrageorientiert zu handeln, dem Gleichheitsgrundsatz in Dorsten und den Stadtteilen widerspricht. Selbst der Vorschlag einer Zuhörerin, mindestens einmal jährlich in allen Dorstener Stadtteilen eine Kindertheatervorstellung zu organisieren, wurde  nicht einmal aufgegriffen. Fazit: Es ist gut, dass erstmals das Thema „Städtische Kultur und Weiterbildung vor Ort“ auf der Tagesordnung des Bürgerforums stand. Um aber etwas für Rhade zu erreichen, muss es immer wieder neu aufgerufen werden.

Dirk Hartwich

Veröffentlicht am 26.08.2021

 

Auf Spurensuche in der Wiesenstraße. Hier stand die Dorstener Synagoge. Hier findet sich die Erinnerungstafel Gesellschaft Jüdisches Leben in Dorsten - Spurensuche

Ein besonderer Rundgang durch die Dorstener Altstadt

Seit 1700 Jahren ist jüdisches Leben in Deutschland nachzuweisen. Ein besonderes Jubiläum, das in diesem Jahr gefeiert wird. Auch in Dorsten gab es eine jüdische Gemeinde, die aber von den Nazis durch Vertreibung und Mord ausgelöscht wurde. 7 Interessenten machten sich am Samstag auf Einladung der stadtinfo-Dorsten auf einen besonderen Rundgang durch die Altstadt. Barbara Seppi informierte sachkundig und engagiert über die jüdische Religion und die damit verbundene Geschichte. In der Wiesenstraße, in der mehrere jüdische Familien wohnten, befand sich auch die Dorstener Synagoge in einem schlichten Wohnhaus. Auf einer Erinnerungstafel, gestaltet von Schwester Paula, ist zu lesen, dass Demütigung, Verfolgung, Vertreibung und Ermordung zur Eliminierung der Dorstener jüdischen Gemeinde geführt haben. Die im Stadtgebiet verlegten sogenannten Stolpersteine halten die Erinnerung an unsere Mitbürger wach und mahnen uns, wachsam gegenüber Intoleranz und Nationalismus zu sein. Barbara Seppi empfahl den Teilnehmern an diesem besonderen Rundgang, auch das Jüdische Museum Westfalen in unserer Stadt zu besuchen. Es ist entstanden durch die Aufarbeitung der „Geschichtsgruppe von unten -  Dorsten unterm Hakenkreuz“. Erst 35 Jahre nach Kriegsende wurde erstmals in Dorsten hinterfragt und aufgeschrieben, was Dorstener Dorstenern angetan haben. Die Initiative der stadtinfo-Dorsten, mit Interessenten sich auf die Spurensuche jüdischen Lebens in unserer Stadt zu machen, kann uneingeschränkt empfohlen werden.

Infos: http://www.stadtinfo-dorsten.de

www.dorsten-unterm-hakenkreuz.de

Dirk Hartwich

Veröffentlicht am 25.08.2021

 

Dem Zeitungsleser über die Schulter geblickt. Eigenes Foto Bundespolitik Bundestagswahl: Ein Blick in die Zeitungen - Der Kandidatencheck

„Wofür steht er?“ und „Ist er der Richtige?“

Vor einigen Tagen besuchte Olaf Scholz die Ruhr Nachrichten / Dorstener Zeitung. Die Berichterstattung war durchweg positiv. Der Eindruck, der beim Leser hängenblieb, kann so zusammengefasst werden: Olaf Scholz (SPD) ist der richtige Kandidat, seine Aussagen sind klar und nachvollziehbar. Ganz anders sieht es beim Unionskandidaten aus. Die Wochenzeitung DIE ZEIT hat sich mehrfach zum Interview mit Armin Laschet getroffen, um eine Antwort auf die Frage, wofür er und seine Partei eigentlich stehen, zu erhalten. Die Skepsis seiner Parteifreunde scheint auch ihn inzwischen verunsichert haben. Dem Leser, der Leserin (Foto) wird die Überschrift nicht aus dem Kopf gehen. „IST ER DER RICHTIGE?“ Diese Zweifel haben inzwischen eine Eigendynamik bekommen, die der Kandidat mit seinen letzten Auftritten bestätigt. Die SPD ist gut beraten, keinerlei Schadenfreude zu empfinden, bzw. zu äußern. So wie Olaf Scholz, der erfreut, aber demütig seine steigenden Zustimmungswerte kommentiert. Er erinnert auch immer wieder daran, dass die Zweitstimme, die auch Kanzlerstimme genannt wird, bei der SPD angekreuzt werden muss.

Erkenntnisse eines Rhader Zeitunglesers  (Ruhr Nachrichten vom 16. August und DIE ZEIT vom 19. August 2021)

Veröffentlicht am 24.08.2021

 

Foto: Horst Melles Allgemein Trauer um Marianne Weiland

Sie hat Zeichen gesetzt und Spuren hinterlassen

Das Ehepaar Marianne und Willi Weiland bleibt in Dorsten ein Begriff. 15 Jahre nach Willi Weiland ist jetzt seine Frau Marianne in Köln gestorben. Beide waren kommunalpolitisch aktiv (SPD), engagierte Pädagogen (u. a. Gesamtschule Wulfen) und im internationalen Schul- und Entwicklungsdienst in Chile und Ruanda unterwegs. Marianne Weiland, Mutter von 3 Söhnen, die auch kurz an der Urbanusschule in Rhade unterrichtet hat, darf als „starke Frau“ bezeichnet und gewürdigt werden.Ihr Markenzeichen war, immer in Alternativen zu denken und zu handeln. Sie gab den Schwachen und Hilfsbedürftigen eine Stimme. Im Einklang mit der Natur zu leben, war für Marianne und ihren Mann Willi nie nur ein Lippenbekenntnis. Nach ihrer langen Wulfener Zeit schlugen sie ihre Zelte für einige Jahre auch in Portugal auf. Marianne Weiland hat ihre Erkenntnisse anschließend in dem Buch „Das mediterrane Gartenjahr: Unterm Olivenbaum“ festgehalten. Ihre Freunde in Dorsten und auf mehreren Kontinenten werden Marianne Weiland als starke Frau und als engagiertes gesellschaftspolitisches Vorbild in Erinnerung behalten. Marianne Weiland wurde 77 Jahre alt. Die Beisetzung findet im kleinen Kreis statt.

Veröffentlicht am 23.08.2021

 

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