Fahrradaktionstag setzt klare Zukunftszeichen
Alle, die sich für Themen rund ums Radfahren interessieren – und sich in Zukunft häufiger auf den Zweirad-Sattel schwingen wollen, können sich am Samstag in der Zeit von 13 bis 17 Uhr am großen Fahrrad-Aktionstag am Bürgerbahnhof Dorsten bestens informieren. Das Motto „Dorsten dreht am Rad“ ist dabei durchaus wörtlich zu nehmen: 20 Vereine, Initiativen und Einrichtungen machen mit und zeigen, wie vielfältig Fahrrad-Aktivitäten in der Stadt sind. Unterstützt wird die Veranstaltung von der „Bahnhofsfamilie“ und der Stadtagentur Dorsten. Das besondere aus Rhader Sicht ist, dass ein langjähriges Projekt des Bürgerforums, nämlich die fertiggestellte Radspange Rhade, auch präsentiert wird. Es handelt sich dabei um einen lückenlos ausgeschilderten Radweg, der in Rhade an die Hohe-Mark-Route sowie an die 100-Schlösser-Route (Bahnübergang Feldstraße/Schlehenweg) andockt. Nach 15 verkehrsfreien Kilometern wird in Dorsten die Römer-Lippe-Route erreicht. Neben einer großflächigen Karte (Foto) werden Vorteile und Anregungen, wie die Radspange Rhade noch attraktiver gestaltet werden kann, vorgestellt. Rhader, die am Samstag den Fahrrad-Aktionstag besuchen wollen, sollten die Route zwischen den Knotenpunkten 37, 45 und 67, zusätzlich mit dem blauen Symbolschild des Rhader Wappens gekennzeichnet, einfach ausprobieren. Der Aktionstag wird vom ADFC-Dorsten organisiert.
Veröffentlicht am 27.03.2026
Endlich Klartext gegenüber Trump und Netanyahu
Frank-Walter Steinmeier hat 2016, da noch als Außenminister unterwegs, den damaligen US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump wegen seiner andauernden Beleidigungen gegenüber Andersdenkenden, einen Hassprediger genannt. Keiner hat es für möglich gehalten, dass dieser ungehobelte Mensch wirklich zum Präsidenten gewählt werden könnte. Ein fataler Irrtum, den Frank-Walter Steinmeier, seit 2017 Bundespräsident, bis heute durch Nichtbeachtung aus Washington zu spüren bekommt. Dabei hat er das ausgesprochen, was (fast) alle denken. Nun hat er nachgelegt, indem er erstaunlich offen und ohne diplomatische Fesseln den Krieg der USA gegenüber Iran als „völkerrechtswidrig“ und als einen „politisch verhängnisvoller Fehler“ bezeichnet hat. Auch hier hat er die Wahrheit gesagt. Eine Wahrheit, um die sich die Bundesregierung in dieser Deutlichkeit bisher gedrückt hat. Es tut gut, wenn Frank-Walter Steinmeier in seiner Funktion als Bundespräsident Klartext spricht. Vielleicht macht er Merz und Klingbeil Mut, sich nicht weiter klein zu machen. Und dass der Bundespräsident, ein 100prozentiger Israel-Freund, auch das Vorgehen Israels in Gaza kritisiert, ist berechtigt und darf nicht zerredet werden. Frank-Walter Steinmeier hat so eine Debatte angestoßen, die längst überfällig ist. Nämlich, dass wir überall einen Völkerrechtsbruch auch so nennen, wenn er begangen wird. Egal von welchem Staat.
Nachdenkzeilen aus Rhade
Veröffentlicht am 26.03.2026
SPD-Ratsfraktion mit wertvollen Anregungen zur Energiespeicherung
Die SPD-Fraktion im Dorstener Stadtrat, obwohl nach der letzten Kommunalwahl deutlich kleiner geworden, setzt weiter wesentliche Zukunftszeichen. „Gestern“ überraschte sie mit dem Antrag, städtische Werbeträger auf Digitalisierung umzustellen und von den Einnahmen zu profitieren, „heute“ legt sie einen Plan vor, der die Energiesicherung festigen soll. Parallel zeigen die Sozialdemokraten auf, wie unsere Stadt auch davon profitieren kann. Der Antrag im Wortlaut (Auszug):
Im Rahmen der Stadtentwicklung sind Vorrangflächen für Energiegewinnungsflächen, Energie- und Wärmespeicher im Bereich geplanter Leitungs- und Energieanlagen zu prüfen. Bei der Prüfung ist insbesondere die kommunale Wärmeplanung und dabei die Nutzung industrieller Wärmespeichernutzung sowie generell eine kommunale Erlösbeteiligung zu bedenken.
Begründung: Wenn wir das Ruder entscheidend mit in der Hand haben wollen, müssen wir Kooperationsmodelle mit der Energie- und Versorgungswirtschaft anstreben. Wir müssen dabei die Einbindung der bestehenden oder weiterzuentwickelnden Tochterunternehmen der Stadt Dorsten überdenken. … Zukunftsträchtig ist es, im Rahmen der Stadtplanung Vorrangflächen für Energiegewinnungsflächen (Freiflächen-PV-Anlagen) und Energie- und Wärmespeicher zu entwickeln. Dabei gilt insbesonderem dass die Kopplung mit der kommunalen Wärmeplanung und die Nutzung industrieller Prozesswärmespeicher bedacht wird. … Ziel ist, nicht nur pauschal eine gute Energie- und Wärmezukunft, sondern persönliche Vorteile für einzelne für Privatpersonen und die Stadtgesellschaft zu erzeugen:
- Schaffung neuer Wärme-Nahversorgungsmöglichkeiten für ganze Wohnbereiche …
- Mit dem Potential gesteigerter Einnahmen für die Stadt. …
Eigener Bericht auf Grundlage des vorgenannten SPD-Antrags an Verwaltung und Stadtrat
Veröffentlicht am 25.03.2026
Durchhalteparolen klingen abgedroschen und von gestern
Wer die Presse-Kommentare nach den verlorenen SPD-Landtagswahlen in Baden-Württemberg und aktuell in Rheinland-Pfalz vorurteilsfrei zur Kenntnis nimmt, erkennt eine tiefe Besorgnis über die Lage der deutschen Sozialdemokratie. Die gutgemeinten Hinweise von außen, an welchen Stellschrauben die SPD inhaltlich nur drehen müsste, um wieder ganz oben „mitzuspielen“, werden seit Jahren intern diskutiert. Parallel wechselte ständig das Team, ohne dass eine ordnende Hand mit Kapitänsbinde erkennbar wird. Der Abstieg kam schleichend, nahm immer mehr Fahrt auf und endet nun in einem dramatischen Absturz. War’s das mit der Sozialdemokratie? Allein die Frage erschreckt fast alle, die die 160jährige Geschichte der Partei kennen. Nun, tatsächlich ganz unten angekommen, muss eine Persönlichkeit gefunden werden, keine Doppelspitze, die der SPD Orientierung gibt. Nur dann, so die Meinung nicht weniger Mitglieder, wird es einen Weg von ganz unten zurück zu den gestaltenden Höhen, sprich Regierungsverantwortung, auf allen Ebenen kommen. Klingt zwar auch abgedroschen, scheint aber der einzige Rettungsring zu sein, der die SPD vorm Ertrinken rettet.
Rhader Gedanken nach den verlorenen Wahlen der letzten Jahre
Veröffentlicht am 23.03.2026
Wohin gehst Du - SPD?
Vorausgesagt war ein knapper Wahlausgang. Die SPD hatte in den Umfragen kräftig aufgeholt. Statt dessen liegt sie deutlich hinter der CDU und hat die Landtagswahl und einen weiteren Ministerpräsidenten verloren. Das wird zu kritischen Diskussionen im Parteivorstand führen. Nicht unwahrscheinlich, dass in Kürze (wieder) über eine personelle Neuaufstellung heftig diskutiert wird. Das Ergebnis der Hochrechnung um 23 Uhr (ARD): SPD 25,9%, CDU 31%, AfD 19,5%, Grüne 7,9%.
Veröffentlicht am 22.03.2026