80 Meter-Bohrung soll neue Erkenntnisse bringen
Über eine Pressemitteilung der Stadt Dorsten, dass der „Geologische Dienst NRW“ in Rhade eine Tiefenbohrung durchführt, sollte nicht einfach zur Tagesordnung übergegangen werden. Es geht um eine neue digitale geologische Karte, so die Begründung. Und weiter heißt es, dass die Erkenntnisse aus der Bodenprobe zum Beispiel für die „Nutzung klimaschonender, umweltfreundlicher Erdwärme“ hilfreich wären. Parallel darf aber daran erinnert werden, dass die „Bundesanstalt für Endlager - (BGE)“ dabei ist, einen Standort in Deutschland zu finden, um den noch Millionen Jahre strahlenden Atommüll endzulagern. Und unsere Region ist davon nicht ausgeschlossen. Die Rhader Tiefenbohrung gehört zur Untersuchung des Raums Hünxe - Dorsten - Brünen - Raesfeld. Die so gewonnene neue digitale geologische Karte wird aber sicherlich nicht nur zur möglichen Erdwärmegewinnung und dem Grundwasserschutz herangezogen, sondern auch zur Bewertung unseres Untergrunds für ein Atommüll-Endlager. Alles andere wäre eine Überraschung. Es ist nicht angebracht jetzt nervös zu werden, aber nötig nochmals nachzufragen. Wer wäre dazu besser geeignet eine Klarstellung öffentlich nachzuschieben, als der neu gewählte Stadtrat und das Dorstener Umweltamt.
Rhader Nachfrage
Veröffentlicht am 19.11.2020
44 Dorstener wurden in den Stadtrat gewählt - Was können sie erreichen?
Bei der Kommunalwahl im September hat die CDU ihren schon großen Vorsprung gegenüber den anderen Parteien ausgebaut. Eigentlich könnte sie jetzt alleine „durchregieren“. Das wird sie aber sehr wahrscheinlich aus Verantwortungsgefühl nicht tun. Die anderen Parteienvertreter, darunter 8 von der SPD und 6 von den Grünen werden, wie in der Vergangenheit, mit eigenen Ideen die Verwaltung und den gesamten Stadtrat (hoffentlich) überzeugen, zuzuhören und Anregungen zu übernehmen. Die wichtigste Aufgabe aller 44 muss aber sein, mit der übermächtigen Verwaltung so zusammenzuarbeiten, dass die Kontrollfunktion und die konstruktive Zusammenarbeit nicht als Widerspruch beurteilt werden. Bisher, so der Eindruck von außen, arbeiten sich die Ratsmitglieder fast ausschließlich an den Verwaltungsvorlagen ab. Raum für Stadtrats-Eigeninitiativen, die dann auch zu Umsetzungsergebnissen führten, waren eher die Ausnahme als die Regel. Alle 44 Ratsmitglieder haben heute über 40 Tagesordnungspunkte zu beschließen. Danach stehen die Ausschüsse und ihre Mitglieder fest. Danach kann mit der eigentlichen Kommunalen Selbstverwaltung begonnen werden. Alle 44 tragen eine große Verantwortung für unsere Stadt. Alle haben einen Vertrauensvorschuss verdient. Alle werden sich aber auch daran messen lassen, was sie vor der Wahl versprochen haben. Wir in Rhade werden aufmerksame Beobachter sein. Wir in Rhade werden loben wo möglich, aber kritisieren wo nötig. Die öffentliche Ratssitzung beginnt um 17 Uhr im Gemeinschaftshaus Wulfen.
Erwartungen aus Rhade
Veröffentlicht am 18.11.2020
Dorfentwicklungsprozess Rhade geht in die nächste Runde – per Videokonferenz
Die Stadt Dorsten hat Großes mit Rhade und Lembeck vor. So zumindest die Ankündigungen. Mit Finanzmitteln, überwiegend vom Land NRW, soll der ländliche Raum gestärkt werden. Um zu wissen an welcher Stelle man beginnen soll, wurde eine externe Planungsgruppe eingekauft, die den sogenannten Dorfentwicklungsprozess begleitet. Beteiligt sind neben den eigenen Fachleuten im Rathaus auch interessierte Bürgerinnen und Bürger aus Rhade und Lembeck. Sie werden sich am kommenden Donnerstag (19.11) zwischen 18 und 20 Uhr, Corona bedingt, zu einer Videokonferenz treffen. Ganz oben auf der Tagesordnung wird die Bekanntgabe der online eingegangenen Ideen aus der Bürgerschaft stehen. Obwohl mit dem gültigen Rhader Rahmenplan von 2014 und seinem Vorgänger aus dem Jahr 1998 beste Umsetzungsideen für Rhade bereits vorliegen und beschlossen wurden, war der Start einer kosten- und zeitintensiven Doppelaktivität nicht zu stoppen. Gespannt warten nicht nur wir von der Rhader SPD auf das Ergebnis der Videokonferenz. Wir werden alle Ergebnisse mit den genannten „Schubladenplänen“ der Verwaltung akribisch vergleichen. Sollten die „neuen“ Erkenntnisse nur in andere Worte als in den beiden genannten Rhader Rahmenplänen gekleidet werden, muss sich in erster Linie der Bürgermeister dafür rechtfertigen, dass er das Rad wieder mal neu erfinden wollte.
(Eigener Beitrag - wird fortgesetzt)
Veröffentlicht am 17.11.2020
Früher war alles besser. Ein Pauschalurteil, das natürlich so nicht stimmt. Aber etwas ist dran, wenn man das frühere städtische Kultur- und Weiterbildungsangebot in Rhade mit dem heutigen vergleicht. Da waren VHS-Kurse, da war die Musikschule, da waren Theateraufführungen, sogar Kneipenlesungen gab’s. Heute ist Rhade für das Kulturamt ein weißer Fleck. „Das geht gar nicht“, so das Motiv, mit einem Diskussionspapier den Verantwortlichen im Rathaus, dem Stadtrat und den politischen Parteien in der Lippestadt den Spiegel vorzuhalten. Wir veröffentlichen die schriftlichen Anregungen in mehreren Abschnitten. Heute Teil 4.
Ein mögliches Kooperationsmodell Kultur für Rhade (Lembeck)
Die Stadt bietet 3 Veranstaltungen pro Jahr an und kombiniert sie mit 2-3 weiteren Veranstaltungen, die von den örtlichen Vereinen bestritten werden. Heraus käme ein Kulturabo Rhade mit entsprechender Bindung, das Gesamtangebot anzunehmen. Die Organisation und Kooperation liegt in Händen der Verwaltung, die aber selbstverständlich auf die vor Ort vorhandene Bereitschaft zur Unterstützung zurückgreifen könnte. Übrigens könnte so aus einem Stadtteilprogramm Rhade, etwas wie eine „Wanderbühne“ in weitere Stadtteile werden.
Unabhängig davon sollten mindestens 2 reine Kinderprogramme und 2 reine Jugendveranstaltungen „drin“ sein. Vielleicht erinnert sich das Rathausteam an früher praktizierte Kooperationen mit unseren Schulen. Schülertheater oder Schülerkonzerte können bestens in ein Gesamtprogramm integriert werden. Eine besondere Rolle könnte dabei auch der städtischen Musikschule zukommen. Der Wahlspruch muss lauten: „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.“ Oder anders ausgedrückt: „Mit Engagement und Kreativität lassen sich Berge versetzen – auch in der Wüste.“
Finanzen und Personal – und ein Beispiel aus einer vergleichbaren Stadt ... (bitte auf mehr klicken)
Veröffentlicht am 16.11.2020
Veröffentlicht am 15.11.2020