Analysen und Handlungsempfehlungen der Stadt Dorsten und des Kreises RE
Von der Öffentlichkeit relativ unbemerkt, hat unsere Stadtverwaltung genau vor einem Jahr den 2. Sozialbericht, „LEBENSLAGEN IN DORSTEN“, vorgelegt. Ein wertvoller Leitfaden über unser soziales Zusammenleben in allen 11 Stadtteilen und der Gesamtstadt. Aktuell hat nun die Kreisverwaltung RE eine Broschüre vorgestellt, die den Titel „ÖRTLICHE ALTEN- UND PFLEGEBEDARFSPLANUNG DES KREISES RECKLINGHAUSEN“ trägt. Beide Schriften verdienen gelesen zu werden. Eine Aufgabe, die nicht bei den Kommunalpolitikern enden darf. Während auf dieser Internetseite bereits fünfmal, am 8.4., 27.5., 3.6.,12.6. und 4.7.2025, über den 2. Sozialbericht informiert wurde, soll heute begonnen werden, die Alten- und Pflegebedarfsplanung in den Mittelpunkt des Interesses zu rücken. Heute werden nur einige Überschriften als Einleitung in die Problematik dienen. Danach versuchen wir schwerpunktmäßig über das Thema DEMENZ und die damit verbundenen Probleme zu informieren, um so den betroffenen Familien etwas zu helfen.
Örtliche Alten- und Pflegebedarfsplanung des Kreises RE - eine kurze Übersicht:
- Informelle Pflege und Bürgerschaftliches Engagement
- Einsamkeit bei älteren Menschen
- Wohnen im Alter / Wohngemeinschaften
- Vollstationäre Pflege - Kurzzeitpflege - Hospize - Ambulante Palliative Versorgung
- Ambulante Pflegedienste
- Beratungsangebote und Vernetzung der Akteure in der Pflege
- Seniorenbeirat
- Zuhause leben im Alter
- Unterstützungsangebote im Alltag
- …
Wird in Kürze fortgesetzt
Veröffentlicht am 17.03.2026
Der Frieden ist der Ernstfall
Einen Krieg zu beginnen, scheint einfach zu sein. Ihn mit Diplomatie zu beenden, scheinbar unmöglich.
Putin ist Kriegstreiber und unberechenbar.
Trump ist machtgeil und ebenfalls unberechenbar.
Putin ist Diktator in einem abgeschotteten Land.
Trump wurde mit Mehrheit in einer Demokratie gewählt.
Wie umgehen mit völlig unterschiedlichen Führern in völlig unterschiedlichen Systemen?
Die Ratlosigkeit im demokratischen Europa ist mit den Händen zu greifen. Falsch ist, wenn wir nur noch paralysiert zusehen.
Dann machen wir uns mitschuldig, wenn die noch örtlich begrenzten Kriege aus dem Ruder laufen.
Erheben wir unsere Stimme für eine friedliche Lösung aller Konflikte.
Geben wir nicht nach! Unterstützen wir unsere Politiker, sich nicht mit falsch verstandener Solidarität in Konflikte hineinziehen zu lassen.
Der Frieden ist der Ernstfall! Beherzigen wir das Wort von Gustav Heinemann, dem Bundespräsidenten von 1969 bis 1974. Ein Sozialdemokrat, der nicht in Vergessenheit geraten darf.
Rhader Nachdenkzeilen
Veröffentlicht am 16.03.2026
Das hätte ich nicht gedacht, dass ich mal unseren Kanzler öffentlich lobe. Zu wirtschafts- und kapitalfreundlich, zu impulsiv, zu konservativ, so meine persönliche Bewertung. Daran hat sich im Prinzip nichts geändert. Als Kanzler setzt er aber besonders außenpolitisch wichtige Zeichen, um Europas Zusammenhalt und Sicherheit zu stärken. Das verdient aufrichtiges Lob. Und dass er Trump erstaunlich offen und öffentlich kritisiert, indem er im Hinblick auf den Iran-Krieg irritiert nach Strategie und Ziel fragt, trifft den Nagel auf den Kopf. Damit ergänze ich mein zuvor geäußertes Lob noch um ein Sternchen.
Dirk Hartwich
Veröffentlicht am 15.03.2026
ZITAT*:
„An der Spitze stehen Politiker, die von der Massengunst emporgetrieben werden und sich den Zuspruch ebendieser Massen immer wieder aufs Neue sichern müssen. Daher rühren ihre nervöse Gefallsucht und die Jagd nach immer neuen und sichtbaren Augenblickserfolgen, das ängstliche Schielen nach dem Beifall der Masse, das Fehlen jeder Gelassenheit, die eine legitime Regierung kennzeichnet. Charakteristisch sind die ungeheure Empfindlichkeit für Beifall oder Tadel der Volksführer und deren Minderwertigkeitskomplex, der sich hinter der Lautheit des Gebarens nur allzu verräterisch verbirgt. Zur äußeren Zusammenschweißung des Volkes greifen die Führer solcher Staaten auf das bewährte Integrationsmittel des Nationalhasses und Krieges zurück. Sie betreiben die Auflösung aller Werte und Normen, verkünden die zynische Freiheit in der Wahl der Mittel, die in Ermangelung wirklich fester Ziele selbst zum Endzweck werden.“
*) Wilhelm Röpke (1899-1966), Ökonom und Staatswissenschaftler. Sein Text scheint punktgenau auf Donald Trump zu passen, wurde aber bereits 1939 veröffentlicht. Röpke beschrieb in seiner Analyse die tyrannische Herrschaftsform moderner Volksverführer, hatte dabei Adolf Hitler fest im Blick. Wilhelm Röpke musste bereits 1933 ins Exil fliehen. Der Text wurde dem Buch „Wie konnte das geschehen?“, (Seiten 650/651) entnommen, das der Historiker Götz Ali geschrieben hat. Lesenswert!
Veröffentlicht am 14.03.2026
Gestern, am 12.3.2026 hat die Dorstener Zeitung berichtet, dass ein neuer Geh-und Radweg zum Rhader Einkaufszentrum gebaut werden soll. Eine gute Nachricht! Diese Idee haben wir bereits vor 12 Jahren der Verwaltung eingereicht. Damals waren die Rathausmenschen noch dagegen. Der folgende Schriftwechsel erinnert daran:
29. April 2014:
Radwegenetz zum Geschäftszentrum erweitern
Rhader SPD schreibt an Verwaltung
Stadtverwaltung Dorsten, Herrn Bürgermeister Lütkenhorst und Herrn Beigeordneten Lohse
Betr. Radwegeergänzung
Sehr geehrte Herren,
das vorhandene Fuß, Rad- und Wirtschaftswegenetz in Rhade eignet sich hervorragend, um den Binnenverkehr auf der Straße zu entlasten und das Radfahren zu fördern. Im Rhader Rahmenplan sind dazu auch entsprechende Vorstellungen formuliert.
Heute möchten wir noch einmal auf eine kleine Verbesserung aufmerksam machen, die mit geringen Mitteln umgesetzt werden könnte. Das Rhader Geschäftszentrum ist auch für Fußgänger und Radfahrer nur von der Erler Straße zu erreichen. Günstig, und damit auch sicherer für alle Verkehrsteilnehmer wäre eine kurze Verbindung vom vorhandenen Fuß- und Radweg entlang der Turnhalle (Verbindung vom Schlehenweg zur Erler Straße) zum Parkplatz des Geschäftszentrums. Dass dieser Weg angenommen wird, beweist ein inzwischen entstandener Trampelpfad. Wir wären Ihnen sehr dankbar, wenn unser Vorschlag unbürokratisch und kurzfristig umgesetzt werden könnte.
Vielen Dank im Voraus, mit freundlichem Gruß
Hans-Willi Niemeyer
Vorsitzender der Rhader SPD
Die Verwaltung reagierte und lehnte ab. Aus dem dann folgenden Offenen Brief der Rhader Sozialdemokraten, der u. a. auf der Internetseite www.spd-rhade.de veröffentlicht und auch der örtlichen Presse (2014) zugestellt wurde, ist zu entnehmen, mit welchen Argumenten vor 12 Jahren die Idee in der Schublade abgelegt wurde:
Offener Brief an unsere Verwaltung
Verwaltung lehnt Vorschlag zur Verkehrssicherheit ab -SPD-Rhade beurteilt das als Prinzipienreiterei und schreibt folgenden Offenen Brief
Sehr geehrte Damen und Herren,
Ende Februar haben wir Sie angeschrieben und auf eine logische Verbesserung des vorhandenen Geh- und Radwegenetzes zum Rhader Geschäftszentrum gebeten. (Siehe unten)
Sie antworten kurz und knapp, lehnen den Verbesserungsvorschlag ab und begründen das mit folgenden Hinweisen:
- Der Ausbau müsste dem Stand der Technik entsprechen
- Er muss demnach eine Breite von mindestens 3,0 m haben
- Er muss mit Beleuchtung ausgestattet werden
- Der Weg befindet sich nicht nur auf städtischem Gelände
- Die Verkehrssicherheitspflicht (Winterdienst) ist nicht gewährleistet
- Es stehen keine (Finanz)-Mittel zur Verfügung
Diese Ablehnung fordert geradezu folgende Antwort* heraus:
Vielen Dank für die Beantwortung unseres Schreibens. Die Ablehnung des Vorschlages, mit wenigen „Bordmitteln“, die Geh- und Radwegeverbindung zum Rhader Geschäftszentrum zu verbessern und damit die Verkehrssicherheit, können wir nicht nachvollziehen.
Alle aufgeführten Ablehnungsgründe sind formal aus den Vorgaben für einen optimalen Geh- und Radwegebau abgeschrieben. Anstatt positiv und kreativ zu reagieren, und die Lücken der Vorschriften zu nutzen, verschanzen Sie sich hinter Vorschriften, die, legt man sie an den vorhandenen Radwegen an, fast überall zu Sperrungen führen müssten.
Fazit: Wir wollen nicht immer hören, warum was nicht geht, wir fordern ein kreatives Handeln der Verwaltung mit konstruktiven Lösungsvorschlägen. Die Verkehrssicherheit hat bei uns einen sehr hohen Stellenwert. Der Eindruck, dass hier der Vorschlag mit „Paragrafenreiterei kaputt“ gemacht werden soll, drängt sich leider auf. Warum das so ist, können wir uns auch nicht erklären.
* Der Offenen Brief aus dem Jahr 2014 wurde aktuell (12.03.2026) gekürzt, ohne das es inhaltliche Veränderungen gibt.
Veröffentlicht am 13.03.2026