Mitleid, Nächstenliebe und Solidarität - Rhader Sonntagsgedanken
Nehmen wir mal an, zu den Glücklichen und Privilegierten in dieser Welt zu gehören. Nehmen wir mal an, diesen Zufall der Geburt und das damit Geerbte zu genießen. Nehmen wir mal an, trotzdem den Blick für das Unrecht in dieser Welt nicht (ganz) verloren zu haben. Dann stolpern wir täglich über Gestrauchelte, Geflüchtete und Unglückliche. Wir können einen Umweg um sie machen und wegsehen. Wir können aber auch nachfragen. Warum? Weshalb? Wieso? Wir müssen uns entscheiden. Entweder wir verlagern die gesamte Schuld auf die Abgehängten, dann sind wir raus. Oder wir organisieren Hilfe zur Selbsthilfe. Je jünger wir sind, je eher sind wir bereit, Mitleid zu entwickeln. Die Nächstenliebe ist zwar mit dem Mitleid eng verwandt, erfordert aber bereits ein dauerhafteres Verständnis, um etwas zu bewirken. Solidarität ist aber der entscheidende Schritt, Veränderungen einzuleiten. FREIHEIT - GERECHTIGKEIT - SOLIDARITÄT lauten die Werte der Sozialdemokratie. Wer sie ernst nimmt und sie lebt, wie das heute neudeutsch gerne heißt, hat verstanden, dass „selbst schuld“ purer Egoismus ist. Übrigens muss man nicht Mitglied der SPD sein, um nach den genannten Werten zu leben und sich zu engagieren.
Veröffentlicht am 01.11.2020
Organisationsteam BÜRGERFORUM RHADE
Die aktuellen weitreichenden Maßnahmen der Bundesregierung zur Bekämpfung des Corona-Virus haben uns zur Absage des für Samstag, 7. November 2020, geplanten Forums veranlasst. Wir werden beobachten, wie der Prozess zur künftigen Dorfentwicklung Lembeck/Rhade sich entwickelt. Arbeitstreffen werden sicherlich nicht stattfinden können. Chancen zu einem weitreichenden bürgerschaftlichen Meinungsbildungsprozess müssen und werden sich ergeben. Das wollen wir sicherstellen und hoffentlich zeitnah – möglichst zu Beginn des neuen Jahres – mit einer öffentlichen Versammlung diesen unterstützen. Bis dahin gilt: Bleiben Sie gesund!
i.A. Wilhelm Loick
Veröffentlicht am 31.10.2020
Frage: Du bist zum 2. stellvertretenden Bürgermeister der Stadt Dorsten nominiert worden. Wie fühlt sich das an?
Achim Schrecklein: Ich verspüre Stolz, dass mich meine Fraktion zum 2. stellvertretenden Bürgermeister nominiert hat. Etliche E-Mails und Anrufe haben mich nach der Veröffentlichung erreicht und bestätigen mich in meinem Entschluss, dieses Amt auch anzunehmen. Auf die Frage wie sich das anfühlt, werde ich sicher erst nächste Woche antworten können, wenn der Rat die Nominierung bestätigt.
Frage: Du wirst ganz Dorsten im Blick haben. Aber kann Rhade auch davon profitieren?
Achim Schrecklein: Ob Rhade durch meine Wahl zum 2. stellv. Bürgermeisters profitiert? Dieses Amt hat hauptsächlich eine repräsentative Funktion für die Gesamtstadt und dazu gehört auch Rhade. Als gewähltes SPD-Ratsmitglied habe ich seit über 20 Jahren die Aufgabe, die politischen und gesellschaftlichen Interessen des Ortsteils Rhade zu vertreten.
Frage: Du musst der Repräsentant der Gesamtstadt sein. Wirst du eigene Akzente setzen (wollen)?
Achim Schrecklein: Als Repräsentant der Gesamtstadt Dorsten werde ich sehr viele Begegnungen mit Bürgern aus Dorsten und anderen Städten haben. Darauf freue ich mich. Die 20 Jahre im Rat der Stadt Dorsten haben mir vielfältige Einblicke in die politische Arbeit gegeben. Da wo es möglich ist, werde ich meine Erfahrung und meine politische Meinung klar äußern.
Veröffentlicht am 31.10.2020
Veröffentlicht am 30.10.2020
Kann das Rhader Bürgerforum am 7. November stattfinden?
Nun also eine weitere verordnete Isolierung. Die schnell steigenden Infektions- und Todeszahlen zwingen die Politik zum Handeln. Bitter für nicht wenige Unternehmen in unserer Stadt. Bitter auch für alle Vereine, Kirchen, Parteien, Bürgerinitiativen, kurz, für alle, die unserem sozialen Leben den Stempel aufdrücken. Die verordnete Isolierung ist eine Sache, die freiwillige verantwortungsvolle Begleitung dieser Pandemie noch höher zu werten. Das heißt nichts anderes, dass alle öffentlichen Novembertermine in unserer Stadt nicht stattfinden können. Nachdem die Wulfen-Konferenz und die Porte Lembeck bereits ihren Termin gecancelt haben, lastet auf dem Orgateam des Rhader Bürgerforums ein riesiger Druck. Alles andere als eine Verschiebung wäre eine Überraschung. Aber auch persönliche Parteienzusammenkünfte sind im November nicht möglich. Videokonferenzen sind eine Alternative. Das Bremsen im November soll bewirken, dass im Dezember behutsam wieder Gas gegeben werden kann. Wenn das nicht gelingt, werden wir neben einem Gesundheitsnotstand einer Wirtschafts- und Finanzkrise ungeahnten Ausmaßes entgegensehen. Und diese wird weit übers Jahr 2021 hinausreichen. Es liegt an unserem Verhalten, „wohin die Reise geht“.
Ein besorgter Zwischenruf aus Rhade
Veröffentlicht am 30.10.2020