Zahnärztekammer will staatliche Unterstützung – Ein kurzer Erfahrungsgericht in 5 Abschnitten
- „Zahnärzte kämpfen ums Überleben“, so die reißerische Überschrift in der heutigen Tageszeitung. Im Text dann die Information, dass ca. 70% der Praxen Kurzarbeit angemeldet haben und unter Umsatzeinbußen von teilweise 50% leiden.
- Ich will dieser betroffenen Berufsgruppe sofort helfen und melde mich beim Zahnarzt meines Vertrauens telefonisch an, um eine Inspektion mit kleiner Reparatur machen zu lassen.
- Einen sofortigen Termin bekomme ich aber nicht, weil die derzeitige Auslastung zu hoch ist. Auf Nachfrage und mit Hinweis auf die aktuelle Pressemitteilung höre ich, dass das aber hier nicht zutrifft. Gut so.
- Die Zahnärztekammer klagt über Olaf Scholz, SPD-Finanzminister, der nur Kurzarbeitergeld und günstige Kredite anbietet, aber keinen Rettungsschirm für Dentisten. Hat er vielleicht genauere Zahlen?
- Der Berufsverband der Zahnärzte droht derweil mit Praxisschließungen und einer Entlassungswelle, die in die Tausende geht.
Fazit: Unser Staat hilft beispiellos, um allen Unternehmern und Arbeitnehmern zu helfen, die Corona-Krise „zu überleben“. Dem Berufsverband der Zahnärzte würde es gut anstehen, differenzierter zu klagen und zu fordern. Und vielleicht einfach mal die Regierung der CDU/SPD/CSU in Berlin zu loben.
Ein aktueller Rhader Erfahrungsbericht
Veröffentlicht am 04.06.2020
Unbekanntes Terrain direkt nebenan
Wenn das Reisen über die Grenze und in die Ferne noch problematisch ist, dann bietet sich eine Alternative direkt neben der Haustür an. Ein Wanderweg, der von Olfen bis Wesel führt und Rhade streift, zeigt uns eine (bisher unbekannte) Landschaft, die fasziniert. Wer dem kleinen aber unübersehbarem Schild (Foto), z. B. in Richtung Schermbeck zu Fuß, oder rücksichtsvoll den Wanderern gegenüber mit einem Mountainbike folgt, kommt aus dem Staunen nicht heraus. Umfassende Informationen www.naturpark-hohe-mark.de
Veröffentlicht am 03.06.2020
MEIN LEBEN von Marcel Reich-Ranicki
Einer, der dem Fernsehen wirklich Farbe verliehen hat, war Marcel Reich-Ranicki. Seine Art, Bücher vorzustellen, überschwänglich zu loben oder gnadenlos zu zerreißen, war einmalig. Gestern wäre er 100 Jahre alt geworden. Ein Bestseller der besonderen Art, ist sein eigenes Werk über sein Leben. Es ist von der deutschen Geschichte nicht zu trennen. Im Guten, wegen seiner Bewunderung für die deutsche Sprache und die großen Literaten, im Bösen, wegen der schrecklichen und mörderischen Verfolgung der Juden und Andersdenkender durch die Nazis, die er unter dramatischen Umständen überlebt hat.
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 03.06.2020
Söder (CSU) will zwar Geld für Autoindustrie, aber keinen Schuldenschnitt für Kommunen
Dorsten muss darauf hoffen, dass sich Olaf Scholz und die SPD gegen CDU und besonders CSU durchsetzen. „Solidarität geht anders, Herr Söder“, so ein Rhader Appell nach Bayern.
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 02.06.2020
Gute Ideen warten auf Umsetzung - SPD kritisiert Stadtverwaltung
Der SPD-Fraktionsvorstand nahm den Bericht der Dorstener Zeitung vom 06.05.2020 (Immer mehr Senioren: Dorsten sieht im NRW-Vergleich ganz schön alt aus) zum Anlass, sich einmal mehr mit den demografischen Verhältnissen in Dorsten auseinanderzusetzen. Dabei stand der Demografie-Bericht 2013 im Fokus, eine Dokumentation zum „demografischen Wandlungsprozess in Dorsten“, der im Rahmen eines Workshops unter Beteiligung engagierter Bürger und Ehrenamtler mit der Bertelsmann-Stiftung erarbeitet wurde. Entgegen einer Zusage wurden die Teilnehmer dieses Workshops nie erneut eingeladen. Eine Agenda unter der Überschrift „Wie lauten die nächsten Schritte?“, gibt allerdings verbindlich vor, auf welchen Handlungsfeldern und in welcher Zeit die Verwaltung die Arbeitsergebnisse umsetzen sollte. Die Zielvorgaben für Engagement, Infrastruktur, Miteinander der Generationen, Wohnen, Bildung sind in erste Jahresziele (2014) und Leitziele (2025-2030) gegliedert. Im Schlusswort wird der damalige Bürgermeister Lambert Lütkenhorst mit den Worten zitiert „…er sei sicher, dass in Dorsten schnellstmöglich an der Umsetzung gearbeitet werde.“ Daran hapert es allerdings; denn die vielen vorliegenden Erkenntnisse haben bisher nur zu wenig Konsequenzen geführt. Eine koordinierende Führungsrolle der Verwaltung, beispielsweise ein Netzwerk gemeinsamer professioneller und ehrenamtlicher Seniorenunterstützung in allen Stadtteilen aufzubauen, ist bisher nicht zu erkennen. Die SPD-Fraktion fordert daher, alle Dokumentationen der letzten Jahre aus der Schublade zu holen, Zwischenbilanz zu ziehen und wo nötig verbindliche Prioritäten aktuell neu zu bestimmen. Wir haben hier aber in erster Linie kein Erkenntnis-, sondern ein Vollzugsdefizit aufzuarbeiten und werden die Problematik per Antrag erneut auf die Tagesordnung bringen. „Dorsten spielt bei der Analyse und Dokumentation kommunaler Probleme in der Champions League, bei der Umsetzung allerdings häufig nur in der 2. Kreisklasse“, so SPD-Fraktionschef Friedhelm Fragemann.
Pressetext der SPD-Fraktion im Dorstener Stadtrat. Die Rhader SPD fordert seit Jahren, dass die bereits erarbeiteten und dokumentierten Erkenntnisse und Ergebnisse „aus der Schublade“ geholt werden.
Veröffentlicht am 02.06.2020