In 4 Tagen jährt sich am 8. Mai zum 75. Mal das offizielle Ende des 2. Weltkriegs in Deutschland. Wir erinnern daran und erneuern unseren Schwur - nie wieder Krieg. Es war Deutschland, das unter den Nationalsozialisten jegliche Hemmungen verlor, um die Welt zu beherrschen. Mit dem Überfall auf unsere polnischen Nachbarn begann ein Krieg, der in 6 Jahren weltweit Zerstörung, Leid, Not und Tod zurückließ. 60 - 65 Millionen Menschenopfer, so seriöse Schätzungen, sind dokumentiert. Auch wenn die Generation der deutschen Täter und Mitläufer fast ausgestorben ist, lastet auf unseren Schultern etwas, was als Kollektivscham gut beschrieben ist. Diese Kollektivscham muss für uns jederzeit Ansporn sein, immer für den Frieden einzutreten. Wir dürfen insbesondere diejenigen nie vergessen, die Widerstand geleistet haben und dafür ermordet wurden. Von deutschen Nationalisten. „Der Frieden ist der Ernstfall, nicht der Krieg“, so sollte unsere Schlussfolgerung, 75 Jahre nach dem 2. Weltkrieg lauten.
Professoren auf allen Kanälen begleiten und beraten unsere Politiker
Es gab Zeiten, da wurde in Deutschland der Aderlass an bestens ausgebildeten Akademikern ins westliche Ausland beklagt. Forscher liebäugelten häufig mit den USA, Ärzte mit England. Waren es einerseits die Forschungsbedingungen, lockte andererseits die bessere Bezahlung. Heute hat sich die Lage zugunsten Deutschlands anscheinend wesentlich geändert. In allen Nachrichtensendungen und Polit-Talkshows werden Professoren präsentiert, die hier erfolgreich forschen und der Politik als wichtige Berater zur Seite stehen. Unser Bildungssystem, trotz des föderalen Flickenteppichs, kann also so verkehrt nicht sein. Ein Blick über den Kanal - wir erkennen ein katastrophales Gesundheitssystem. Ein Blick über den Atlantik - wir sehen chaotische Verhältnisse, auch im Bildungs- und Sozialsystem. Die SPD hat wesentlichen Anteil daran, dass unser Bildungssystem so geöffnet wurde, dass alle Zugang zum möglichst besten Zertifikatsabschluss haben. Fast alle! Der Satz von Hannelore Kraft, kein Kind zurücklassen, ist nach wie vor ein lebensnotwendiger Auftrag an unsere Regierenden in den Ländern und dem Bund. Lebensnotwendig deswegen, weil wir nur so unsere Zukunft selbst gestalten können. Die Vielzahl* der öffentlich wahrgenommenen Professoren, lässt vermuten, dass wir wohl auf dem richtigen Weg sind.
Sonntagsgedanken aus Rhade
* An deutschen Hochschulen lehren fast 50.000 Professorinnen und Professoren.
Ideen und Pläne warten auf Umsetzung - seit Jahren
Seit 1975 gehört Rhade zu Dorsten. Seit dieser Zeit haben sich viele Menschen den Kopf darüber zerbrochen, wie Rhade so weiterentwickelt werden kann, dass es Zukunft hat und seine Identität nicht verliert. Neben Bürgerinnen und Bürgern, waren es ehrenamtliche Kommunalpolitiker, Verwaltungsexperten und externe Fachleute, die engagiert, aber auch kontrovers diskutiert haben, um den richtige Zukunftsweg für Rhade zu finden. Herausgekommen sind mindestens 3 Dokumentationen, die sich alle ergänzen und nichts an Aktualität verloren haben. Heute erinnern wir an den 1. Rahmenplan, den Peter Broich im Auftrag des Stadtrates und der Verwaltung 1992 vorgelegt hat und der 1:1 so beschlossen wurde. Seitdem schlummert er in irgendeiner Verwaltungsschublade. Ein Beispiel - Zitat:
„Verkehrsberuhigung - Neben den für die Lembecker / Erler Straße bereits dargestellten Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung ist die Schaffung einer kraftverkehrsfreien Zone im Bereich des Kirchplatzes, verbunden mit verkehrsberuhigtem Umbau der Schützen-, der Debbingstraße und des Schlattweges / Urbanusring, eine wesentliche Voraussetzung für die angestrebte Aufwertung des Dorfkernes.“
Zurzeit bereitet die Verwaltung wieder einen Workshop vor, um mit entsprechender Bürgerbeteiligung herauszufinden, wie Rhade zukunftsfähig gemacht werden kann. Wie wäre es, wenn erst einmal alle vorhandenen Dokumentationen vergleichend „auf den Tisch gelegt werden?“, lautet eine gut gemeinte Anregung aus den Reihen der Rhader Sozialdemokraten. „Dann“, so die Schlussfolgerung, „müsste nur noch eine Prioritätenliste der umzusetzenden Maßnahmen aufgestellt werden."
Eine SPD-Anregung an die Dorstener Verwaltung und das Bürgerforum Rhade
Sozialdemokraten Hand in Hand mit den Gewerkschaften
Der Tag der Arbeit ist unser Tag der Solidarität. Der Zusammenhalt macht uns stark - gerade auch in der Krise! Solidarität erfordert aber auch eine klare politische Haltung: Für einen starken Sozialstaat, für gute Arbeit und für Europa. Wir sehen deutlich wie selten zuvor, welche Bedeutung ein starker Sozialstaat für die soziale Sicherheit hat.
Starke Tarifbindung bringt gute Arbeit und gute Löhne. Wir wollen, dass endlich wieder mehr Beschäftigte von guten Tarifverträgen profitieren.
Diese Krise fordert uns alle, und sie fordert unsere Solidarität, in Europa und der Welt! Freunde unterstützen sich gegenseitig, gerade in schwierigen Zeiten. Das gilt auch in Europa. Nur gemeinsam können wir die Krise überwinden und wieder stark werden. Jetzt halten wir zusammen.
Am Tag der Arbeit und darüber hinaus stehen wir mit den Gewerkschaften zusammen, denn solidarisch ist man nicht allein.