Wir müssen uns erinnern - und dürfen nie vergessen
Vor 75 Jahren, am 8. Mai 1945, Deutschland lag in Trümmern und über 60 Millionen (!) Tote waren weltweit zu beklagen, endete der 2. Weltkrieg in Deutschland. Die Welt und unser Land wurden befreit von mordenden und menschenverachtenden Nationalisten, deren „Führer“ Adolf Hitler hieß. Die Befreier, haben dafür einen hohen Preis an Menschenleben „gezahlt“. Heute, nachdem das gesamte Ausmaß des Verbrechens, das im Namen Deutschlands erfolgte, dokumentiert und dadurch sichtbar ist, darf der Begriff BEFREIUNG nicht relativiert werden. Es war der damalige Bundespräsident Richard von Weizäcker, der am 8. Mai 1985, in seiner bemerkenswerten Rede vor dem Deutschen Bundestag mit dem deutschen Selbstbetrug aufräumte, es hätte sich 1945 um eine Niederlage gehandelt. Sein entscheidender Satz lautet: „... was es heute für uns alle gemeinsam zu sagen gilt: Der 8. Mai war ein Tag der Befreiung. Er hat uns alle befreit von dem menschenverachtenden System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.“
Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Wäre da nicht der Ewiggestrige, der AfD-Fraktionschef Gauland. Geschickt und gewollt missverständlich billigt er zwar den „KZ-Insassen“ zu, befreit worden zu sein, ansonsten handele es sich aber um eine absolute Niederlage, weil u. a. Teile Deutschlands verloren wurden. Gauland und die AfD beweisen 75 Jahre danach, nichts verstanden zu haben. Das ist aber so gewollt. Und das ist für unsere Gesellschaft gefährlich. Wehret den Anfängen!
Eigener Bericht
(Die Weizäckerrede ist unter www.bundespraesident.de nachzulesen)
(Die Gauland-Äußerung wurde über dpa auch in den Ruhr Nachrichten zitiert)
Veröffentlicht am 08.05.2020
Die Harmonie bleibt nicht selten auf der Strecke
Ein ungewöhnliches Orchester belebt zur Zeit die Musikszene. 16 Ministerpräsidenten und Ministerpräsidentinnen, alle Einzelkönner, versuchen sich im Zusammenspiel. Die Dirigentin gewährt ihnen allen Spielraum der Welt. Behutsam und zurückhaltend setzt sie den Taktstock ein. Werfen wir einen Blick auf die Bühne, um den Solisten mal „auf die Finger zu schauen“. Etwas schüchtern, sich hinter anderen versteckend, versucht sich Daniel Günther (SH), an der Klarinette. Ganz anders Manuela Schwesig (MVP), die am Kontrabass selbstbewusst brilliert. Nervös und viel zu schnell, Michael Kretschmer (SA) an der Trompete. Rainer Haselhoff (SAH), wirkt wie immer missmutig. Seinem Posaunenspiel fehlt die Konstanz. Da ist Bodo Ramelow (TH) ganz anders. Strahlend, weil im Orchester aufgenommen, entlockt er der Triangel Töne, die wie eine Anbiederung an die anderen Instrumente wirken. Dietmar Woitde (BRB), sehr zurückhaltend an der 2. Posaune. Kein Zufall, dass daneben Michael Müller (B) für die leisen Töne am Fagott verantwortlich zeichnet. Auch Stephan Weil (NS) bricht mit seiner Bratsche viel zu selten aus, um dem Orchester mehr Statur zu geben. Elegant und weltmännisch streicht Peter Tschentscher (HH) die erste Geige. Fast nicht zu hören, Carsten Sieling (BR) am Horn. Dafür drängt Armin Laschet (NRW) immer wieder in den Vordergrund, obwohl er seine Querflöte wahrlich nicht beherrscht. Die Harfe ist mit Malu Dreyer (RLP) bestens besetzt. Aus der Rolle fällt dagegen Tobias Hans (SL). Obwohl er nur die 2. Geige spielen darf, übertönt er von Fall zu Fall sogar einige Starmusiker im Ensemble. Das Spiel am Piano liegt Winfried Kretschmann (BW) wahrlich nicht. Viel zu häufig trifft er die schwarzen Tasten. Volker Bouffier (HE) und sein sonorer Gesang kann die hörbare Disharmonie im Gesamtorchester nicht überdecken. Dazu haut Markus Söder (BAY), wie immer als einziger in Lederhose auftretend, viel zu laut auf die Pauke. Breitbeinig drängt er in die erste Reihe, unsanft Armin Laschet an die Seite drückend, um direkt vor der Dirigentin Angela Merkel, den Ton anzugeben. Sie strahlt weiter souverän Ruhe aus und hält den vor ihr probenden Hühnerhaufen so zusammen, dass sogar einzelne Musikstücke erkennbar werden.
Ein unbekannter Musikkritiker aus Rhade
Veröffentlicht am 06.05.2020
Amerikanische Atombomben in Deutschland werfen Fragen auf - SPD will breite Diskussion
Sprunghaft, lügend, beleidigend - so präsentiert sich der amerikanische Präsident seit Jahren der staunenden Weltöffentlichkeit. Jetzt beweist er aber auch, nicht ungefährlich zu sein. Seine Anmerkung, dass Atombomben nicht nur der Abschreckung dienen, sondern dass man damit auch Kriege führen kann, muss uns aufhorchen lassen. Im Rahmen des Konzepts Atomwaffenteilhabe, das die USA, die Nato und Deutschland vereinbart haben, lagern amerikanische Atombomben in Deutschland. „Von deutschem Boden darf kein Krieg mehr ausgehen“, so unser Schwur vor 75 Jahren. Der SPD-Fraktionsvorsitzende im Deutschen Bundestag, Dr. Rolf Mützenich, hat jetzt gefordert, diese schrecklichen Vernichtungswaffen aus Deutschland zu verbannen. Er hat die Sprunghaftigkeit und die damit einhergehende Unzuverlässigkeit des Donald Trump ausdrücklich als Begründung herangezogen. Es ist wichtig, dass die Diskussion eröffnet wurde. Es ist gut, dass die SPD klare Kante zeigt.
Ein Zwischenruf aus Rhade
Veröffentlicht am 06.05.2020
Es wird wieder öffentlich diskutiert - gut so!
SPD: Der SPD-Fraktionsvorsitzende im Berliner Bundestag, Dr. Rolf Mützenich will, dass die amerikanischen Atombomben aus Deutschland abgezogen werden. Nachdem der amerikanische Präsident offen darüber schwafelt, dass seine Atombomben nicht nur der Abschreckung dienen, sondern dass man damit auch Kriege führen kann, ist die gemeinsame Grundlage für die sogenannte Atomteilhabe zwischen den USA, der NATO und Deutschland in Frage zu stellen. Der SPD sei Dank, dass endlich darüber eine Diskussion angestoßen wurde.
CDU-NRW: Armin Laschet zeigt, dass er in der Corona-Krise das größte Bundesland nicht im Griff hat. Nicht nur seine Schulpolitik ist kaum noch nachzuvollziehen. „Und der will CDU-Vorsitzender und Bundeskanzler werden?“, fragen nicht wenige auch außerhalb der Landesgrenzen.
Grüne: Umfrageabsturz und unsanft auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Und dazu noch ein riesiges parteiinternes Problem. Der Sarrazin der Grünen heißt Boris Palmer und ist Oberbürgermeister in Tübingen. Er lässt keine Gelegenheit aus, zu provozieren. Mal gegen die Flüchtlinge, jetzt gegen die Älteren, die keine Gesundheitsbehandlung mehr brauchen. „Ich sage es Ihnen mal ganz brutal: Wir retten in Deutschland möglicherweise Menschen, die in einem halben Jahr sowieso tot wären.“
Dorsten 1: In dieser Woche sollen die Weichen für die schrittweise Öffnung von städtischen Einrichtungen erfolgen. Für Spielplätze endet die Sperrung ab Donnerstag. Schulen und Kitas blicken gespannt nach Düsseldorf. Der Dorstener Stadtrat wird in der Mehrzweckhalle in Altendorf-Ulfkotte tagen. Spätestens dann müssen auch Fragen nach der Mitbestimmung des Rates zu allen Verwaltungsentscheidungen gestellt werden.
Dorsten 2: Wegen der weiter bestehenden öffentlichen Versammlungsbeschränkungen, die auch substanziell die Parteien an ihrer Arbeit hindern, kann die geplante Kommunalwahl am 13. September eigentlich nicht stattfinden, meinen nicht wenige Kommentatoren.
Eigener Beitrag
Veröffentlicht am 05.05.2020
Er muss immer wieder erneuert werden
In 4 Tagen jährt sich am 8. Mai zum 75. Mal das offizielle Ende des 2. Weltkriegs in Deutschland. Wir erinnern daran und erneuern unseren Schwur - nie wieder Krieg. Es war Deutschland, das unter den Nationalsozialisten jegliche Hemmungen verlor, um die Welt zu beherrschen. Mit dem Überfall auf unsere polnischen Nachbarn begann ein Krieg, der in 6 Jahren weltweit Zerstörung, Leid, Not und Tod zurückließ. 60 - 65 Millionen Menschenopfer, so seriöse Schätzungen, sind dokumentiert. Auch wenn die Generation der deutschen Täter und Mitläufer fast ausgestorben ist, lastet auf unseren Schultern etwas, was als Kollektivscham gut beschrieben ist. Diese Kollektivscham muss für uns jederzeit Ansporn sein, immer für den Frieden einzutreten. Wir dürfen insbesondere diejenigen nie vergessen, die Widerstand geleistet haben und dafür ermordet wurden. Von deutschen Nationalisten. „Der Frieden ist der Ernstfall, nicht der Krieg“, so sollte unsere Schlussfolgerung, 75 Jahre nach dem 2. Weltkrieg lauten.
Eigener Beitrag - wird fortgesetzt
Veröffentlicht am 04.05.2020