Analyse - Zielformulierung - Überzeugungsarbeit - Umsetzung
Eigentlich wissen wir, was geht und was nicht. Eigentlich erkennen wir, dass das Weiterso wie bisher nicht mehr in die Zeit passt. Eigentlich ... Verlassen wir mal das Pauschale und nennen Ross und Reiter. Stichwort: Tempolimit. Wir wissen, dass unsere Autos mit Verbrennungsmotoren noch lange auf der Straße rollen werden. Wir wissen auch, dass, je schneller sie fahren, sie mehr Gifte, und dieser Begriff ist nicht falsch, ausstoßen. Kurz, sie verpesten unsere Atemluft. Die Folgen: Krankheiten und vorzeitiges Ableben. Wir wissen, dass zu schnelles Fahren auch tötet. Täglich 10 Menschen in Deutschland. Wir wissen, dass das enormes Leid und parallel hohe Kosten bedeuten, rechnet man die Zahl der Zigtausenden Verletzten dazu. Obwohl wir das alles wissen, sprechen wir keine Tempobegrenzung auf Autobahnen aus. Freie Fahrt für freie Bürger? Hatten wir schon mal. Ist aber Politik von gestern. Wenn alle Länder in Europa erkannt haben, dass ein generelles Tempolimit gut fürs Klima und die Volksgesundheit sind, haben sie nach der Analyse, ein Ziel formuliert, Überzeugungsarbeit bei der Bevölkerung geleistet und die Umsetzung vollzogen. Warum lösen wir nicht auch, wie aktuell unsere niederländischen Nachbarn, die mit den Händen zu greifenden Widersprüche unseres Alltags nicht auf. Der Antrag der Dorstener SPD-Fraktion, jetzt endlich auch in Deutschland Tempo 130 auf Autobahnen festzuschreiben, geht in die richtige Richtung.
Sonntagsgedanken aus Rhade
Veröffentlicht am 17.11.2019
Stadtverbandsvorsitzende Jennifer Schug erläutert Verfahren
Bestens besucht war das monatliche Treffen der Rhader Sozialdemokraten, um gemeinsam in die Zukunft zu blicken und um zu beraten, wie das parteipolitische „Tal der Tränen“ verlassen werden kann. Und hier zeigte sich, dass weder Desinteresse noch Depression die Diskussion beherrschten, sondern Zuversicht und Ideenreichtum. Obwohl die nächste Kommunal- und Bürgermeisterwahl erst im September 2020 „über die Bühne geht“, werden jetzt die Weichen gestellt. Während die inhaltlichen Ziele bereits weitgehend bearbeitet und dokumentiert wurden, steht aktuell das mögliche Personaltableau der Dorstener SPD auf der Tagesordnung. „Wer will, das die Politik, auch die Parteipolitik weiblicher werden muss, kommt an einer sogenannten Frauenquote bei der Aufstellung der Ratskandidaten/Kandidatinnen nicht vorbei“, so die klare Vorgabe der SPD. Was so einfach und selbstverständlich klingt, muss den Alltagstest aber noch bestehen. Jennifer Schug erklärte das Verfahren, eine engagierte Diskussion über das Ob und Wie beherrschte die Aussprache. Obwohl in Rhade mit 2 Frauen und 2 nominierten Männern bereits die formalen Parteivorgaben für 2 Wahlkreise erfüllt wurden, muss das Rhader Ergebnis in eine Gesamtliste integriert werden. Bei 8 Lippestadt-Ortsvereinen keine einfache Aufgabe. Im Februar 2020 müssen die Delegierten aller Ortsvereine die Liste verbindlich beschließen. Bis dahin soll mit viel Fingerspitzengefühl eine Gesamtlösung vorbereitet werden, so Christoph Kopp, Vorsitzender der Rhader SPD und Jennifer Schug übereinstimmend, die dann als positiver Startschuss des Jahres 2020 gewertet werden kann.
Veröffentlicht am 16.11.2019
Die Betonung liegt auf KÄMPFT - Stichwahl verspricht Spannung
So haben Insider der SPD und die Öffentlichkeit Olaf Scholz noch nicht erlebt. Im ersten Aufeinandertreffen (online auf spd.de) der beiden Kandidaten-Duos um den SPD-Vorsitz, wurden deutliche Unterschiede zwischen dem Team Scholz/Geywitz und Walter-Borjahns/Esken sichtbar. Und überraschender Weise haben Olaf Scholz mit Klara Geywitz nicht zugelassen, dass, besonders von Saskia Esken, die Erfolge der SPD auch in der GroKo immer nur klein geredet werten. Offensiv und ernst zeigte Olaf Scholz erstmals, so nicht wenige neutrale Beobachter, dass er jetzt erkannt hat, kämpfen zu müssen. Und dabei machte er mit seiner gleichberechtigten Partnerin eine gute und überzeugende Figur. Die SPD-Mitglieder haben am 18. November nochmals Gelegenheit beide Kandidatenteams im Schlagabtausch zu erleben. Phönix überträgt live von 19 bis 20 Uhr. Die Stichwahl für alle 400.000 SPD-Mitglieder beginnt am 19. November und endet am 29. November. Am Tag darauf hat dann die SPD, erstmals in ihrer über 150jährigen Geschichte, ein Vorsitzenden-Team.
Dirk Hartwich
Veröffentlicht am 15.11.2019
Treffpunkt: Gasthaus Pierick
Uhrzeit: 18.30 Uhr
Themen:
- Die Lage der SPD auf allen Ebenen
- Die Kommunalwahl im Sept. 2020
Veröffentlicht am 14.11.2019
Grundwasserabsenkung gefährdet Rhader Wiesen
RWW in der Kritik
Es war ein trockener Sommer im Jahr 1986. Die Grundwasserentnahme aus den Rhader Tiefbrunnen durch die Rheinisch Westfälischen Wasserwerke (RWW) verursachte, so die Annahme, übererdige Schäden. Sträucher starben teilweise ab, der Boden senkte sich, Bäume standen mit ihren nun offen liegenden Wurzeln wie auf Stelzen. Parallel beantragte RWW 1987 die bisherige Genehmigung des Regierungspräsidenten, pro Jahr 30 Mio. Kubikmeter Wasser zu fördern, auf 35 Mio. Kubikmeter aufzustocken. Darüber entwickelte sich eine heftige öffentliche Diskussion in Rhade und ebenfalls in Schermbeck. Rudolf Hinsken, vom damaligen Bund für Vogelschutz (DBV), begleitete die Rhader Sozialdemokraten auf einer Vorort-Exkursion, um zu sehen und zu verstehen, was die Grundwasserabsenkung bereits an Schäden verursacht hat. Die gewonnenen Erkenntnisse wurden in einem Forderungskatalog zusammengefasst:
• Keine Erhöhung der Fördermenge genehmigen
• Fördergenehmigung befristen, Umweltgutachten in Auftrag geben
• Wasser in Trinkwasserqualität darf nicht als Brauchwasser angeboten werden
• RWW darf Versorgungsgebiet mit „Rhader Wasser“ nicht vergrößern
Betrachten wir das letzte Hitzejahr 2018 und den Beginn des trockenen Sommers 2019, kann die aktuelle Forderung an die politischen Gremien nicht wesentlich anders lauten als 1987.
Veröffentlicht am 14.11.2019