Bürger machen weiter Druck – Kompromiss in Sicht?
Eine neue Erdgasleitung soll gebaut werden. Weil sie von Heiden kommend über Rhade nach Dorsten führt, trägt sie den verharmlosenden Fantasienamen HeiDo. Die Trassenführung, besonders in Rhade entlang der Siedlung Kalter Bach / Hünengrab, erregt seit Monaten die Gemüter. Nun haben sich Mitte September die Anlieger mit den Projektmachern von Open-Grid getroffen. Das Ziel, eine Trasse zu finden, die nicht so nah an der Wohnbebauung vorbeiführt und dadurch mehr Sicherheit „im Falle eines undenkbaren Falles“ bietet. Tatsächlich scheint durch die Bereitschaft von Ferdinand Graf von Merveldt, eine sichere Trasse auch durch seinen Wald führen zu lassen, Bewegung in das Planverfahren zu kommen. Viel Zeit bleibt nicht mehr. Ende November soll der Antrag für das Planfeststellungsverfahren von Open Grid gestellt werden. Die Rhader-Lembecker Bürgerinitiative hat eindringlich bewiesen, dass mit Sachverstand und Nachdruck ein Projekt dieser Größenordnung nicht einfach durchgewunken werden kann und darf. Die Bürgerinnen und Bürger verdienen auch vermehrt die Unterstützung der Kommunalpolitik und der Verwaltung.
Eigener Beitrag, wird fortgesetzt
Veröffentlicht am 05.10.2019
Liebe Rhader Bürgerinnen und Bürger,
in Kürze halten Sie eine besondere Zeitung in den Händen. Es ist die Jubiläumsausgabe der „SPD-Nachrichten für Rhade“, die anlässlich des 50jährigen Bestehens der örtlichen Sozialdemokraten für Sie geschrieben wurde. Es ist keine Werbebroschüre, sondern ehe eine (unvollständige) Zusammenfassung der Ereignisse, die die Rhader zwischen 1969 und 2019 bewegt haben. Und, da sind wir ganz selbstbewusst, Ereignisse und Entwicklungen, an denen natürlich auch Mitglieder der Rhader SPD aktiv und kreativ beteiligt waren. Ich hoffe und wünsche, dass Sie interessiert unsere Jubiläumszeitung lesen und sie als kleines, neueres Geschichtsbuch unseres Ortes, der selbst schon über 500 Jahre alt ist, annehmen. Und genau so wichtig ist mir, dass wir alle weiterhin gemeinsam an einer positiven Zukunft Rhades arbeiten.
Ihr
Christoph Kopp
Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, Ortsverein Rhade
Nach und nach werden alle Artikel der Jubiläumszeitung an dieser Stelle veröffentlicht
Veröffentlicht am 04.10.2019
Der Text unserer Nationalhymne ist Verpflichtung
und Programm – für uns alle
Einigkeit und Recht und Freiheit
für das deutsche Vaterland!
Danach lasst uns alle streben,
brüderlich mit Herz und Hand!
Einigkeit und Recht und Freiheit
sind des Glückes Unterpfand:
Blüh im Glanze dieses Glückes,
blühe, deutsches Vaterland!
Komponist: Joseph Haydn (1732-1809)
Textdichter: August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798-1874)
Veröffentlicht am 03.10.2019
Altbürgermeister nicht mehr gefragt
Ein neues Magazin der Dorstener Zeitung, das sich mit führenden (Unternehmer)Köpfen der Lippestadt beschäftigt, sorgt für Aufsehen. Die erste Überraschung ist das Titelbild. Es zeigt den langjährigen Bürgermeister Lambert Lütkenhorst, CDU. Er passt nur indirekt in die Reihe der dann vorgestellten Unternehmer, so auch der Hinweis im Vorwort des Magazins mit dem bezeichneten Titel „Köpfe“. Aber, so der Redaktionsleiter, er (Lütkenhorst) hat seinen eigenen Kopf. Und das wird dann auf der Seite 48 mehr als deutlich. Nämlich, als er sein heutiges Verhältnis zur CDU beschreibt. Lütkenhorst, der 15 Jahre Bürgermeister der Lippestadt war, merkt an, dass es kaum noch Kontakte zu seiner Partei und wohl auch nicht nach ganz oben ins Rathaus gibt. Erstaunlich. Die Dorstener Christdemokraten, die keine Gelegenheit auslassen, der SPD in der Stadt jede kleinste Unstimmigkeit untereinander bereits als Zerstrittenheit anzukreiden und öffentlich über sie herzufallen, sitzen selbst im Glashaus. Und bekanntlich sollte man dann nicht mit Steinen werfen. Wir wissen nicht (genau), welche Rolle bei diesem Zerwürfnis der langjährige Vorsitzende der Lippestadt-CDU spielt, oder gespielt hat. Er hat es geschafft, Lütkenhorst als Bürgermeister abzulösen. Nun hat er das Sagen - im Rathaus. Aber auch immer noch in der CDU?
Eine kritische Anmerkung aus Rhade
Veröffentlicht am 02.10.2019
Sie müssen (sich) entscheiden – darauf sind sie nicht vorbereitet
Das Dilemma der Grünen ist mit den Händen zu greifen. Einerseits haben sie es geschafft, der Bevölkerung „einzureden“, sie alleine wären die Erfinder des Umweltschutzes, andererseits müssen sie nun endlich auch sagen, was sie konkret tun würden, wenn … Ja, wenn sie in der Regierungsverantwortung wären. Tatsächlich signalisieren die stabilen Umfragewerte, dass das möglich ist. Bisher konnten sie locker von außen rufen: „Zu wenig und zu zaghaft.“ Nun will die Öffentlichkeit wissen, was sie, die Grünen, denn sofort anders machen würden, säßen sie oben und nicht auf den harten Oppositionsbänken. Zur Erinnerung: Die Sozialdemokraten haben den Begriff KLIMA schon definiert, als es die Grünen noch gar nicht gab. Sie haben dabei nicht alles richtig gemacht, aber alles falsch auch nicht. Mehr Selbstbewusstsein der SPD wäre hilfreich, um die Grünen jetzt zu stellen. Nur dann kann den Wählerinnen und Wählern auch verdeutlicht werden, dass das von der SPD-Umweltministerin und der Bundesregierung geschnürte Klimapaket ein wichtiger Schritt in die richtige Zukunftsrichtung ist. Bleiben die Grünen bei ihrer Position „Alles oder nichts“, wird am Ende das „Nichts“ stehen.
Ein Zwischenruf aus Rhade
(Auf der Internetseite www.spd.de kann das Klimapaket der Bundesregierung nachgelesen werden.
Veröffentlicht am 01.10.2019