Deutsche Bank liefert Paradebeispiel – wieder einmal
Die Deutsche Bank stellt sich neu auf. Muss sich neu aufstellen. Nach diversen Skandalen und milliardenschweren Strafzahlungen, wird das Personal drastisch abgebaut. Auch mit ungesetzlichen Methoden wollte man in der Champions League mitspielen, nun dümpelt man in der Regionalliga im Mittelfeld herum. Während die Mitarbeiter, die da unten, neben dem Arbeitsplatz auch massive Gehaltseinbußen verlieren, machen sich die da oben die Taschen voll. Die Rede ist vom Investment-Vorstandsmitglied Garth Ritchi, dessen Vertrag erst 2018 um 5 Jahre verlängert wurde, aber jetzt die Kündigung erhielt. Die Abfindungssumme beträgt 11 Millionen (!) Euro. Das ist aber nicht alles. Das Recherchenetzwerk von SZ, NDR und WDR berichtet, dass Ritchi die Britischen Jungferninseln nutzte, um Steuer sparend Geld anzulegen. Oder zu verstecken. Seine Aktivitäten tauchen auch in den sogenannten Panama-Papers auf. Inzwischen ist auch die deutsche Steuerfahndungsbehörde daran interessiert, was der Ex-Vorstand der Deutschen Bank so angelegt hat. Und woher das Geld stammt. Die Aussage der Deutschen Bank, dass die Geldanlage in der Karibik zum Erwerb einer Ferienimmobilie in Südafrika diente, ist für Außenstehende wenig glaubwürdig. Olaf Scholz (SPD), Finanzminister und Vizekanzler hat aktuell der Geldwäsche in Deutschland den Kampf angesagt. Wichtig wäre, wenn er auch verstärkt den Steuerhinterziehern und Finanzbetrügern im Bankenwesen endlich „Handschellen“ anlegen würde.
Ein Zwischen Ruf aus Rhade auf Grundlage eines Berichtes in der Süddeutschen Zeitung am 31.07.2019 „Ein Ferienhaus in Südafrika“
Veröffentlicht am 02.08.2019
Ein Modell aus Rheinland-Pfalz könnte Vorbild sein
Dass die persönliche Begegnung, das direkte Gespräch immer wichtiger sind als die Kommunikation per Smartphon, ist unbestritten. Dass aber die fortschreitende Digitalisierung eine wesentliche Ergänzung sein wird, darüber sind sich alle Zukunftsforscher einig. Was kann Rhade von Betzdorf-Gebhardshain, im Westerwald gelegen, lernen? Hier wird mit Unterstützung des Landes Rheinland-Pfalz und des Fraunhofer Instituts das Projekt „Digitale Dörfer“ oder „Lebenswerte Regionen in denen Jung und Alt gerne leben“ umgesetzt. Und zwar erfolgreich. 700 Bürger haben sich schon untereinander vernetzt, um sich auszutauschen und sich zu helfen. Das Rathaus ist natürlich auch mit an Bord, um Nachrichten aus der Gemeinde weiterzuleiten. Selbst der Arzt, der inzwischen sich mit digitalen Sprechstunden angefreundet hat, die Apotheke, der Discounter, usw., könnten die „Netzgemeinde Rhade“, so nennen wir sie einfach einmal, bestens ergänzen. Vielleicht greift der „Arbeitskreis Demografie“ des Bürgerforums diesen Gedanken einmal auf, studiert das Modell Betzdorf-Gebhardshain, knüpft Kontakte, motiviert Mithelfer und entwickelt so Rhade ein Stück weiter. Eigentlich eine gute Idee.
Eigener Bericht auf Grundlage der Broschüre SCHWARZROTGOLD der Bundesregierung (3/2019)
Veröffentlicht am 01.08.2019
Heute ein Blick auf FDP und CSU
Das war doch mal ne Aussage. Die Dorstener FDP sorgt sich um dicke Kinder. Ein Blick in die Statistik, Deutschlands Kinder sind zu übergewichtig. Deshalb, so der liberale Vorschlag, sollen Dorstener Stadtrat und Verwaltung einschreiten. Kooperationen zwischen Kindergärten und Sportvereinen sollen für mehr Körpergefühl und Gesundheit sorgen. Gut so. Wie wäre es, wenn die Stadtratsmitglieder mit gutem Beispiel voran gingen? Ein Blick quer durch die Fraktionen zeigt unübersehbar, dass auch hier Handlungsbedarf bestände. Nun zur CSU, besser zu Markus Söder. Ein Politiker erfindet sich in atemberaubender Geschwindigkeit ganz neu. Gestern breitbeinig und provozierend – heute anbiedernd und von anderen Parteien Ideen abkupfernd. Gestern noch alles zum Klimaproblem verharmlost - heute mit Ellbogen unbedingt die erste Reihe besetzen. Gestern den Rechten nachgelaufen – heute den Grünen. Sicher sind heute der Dorstener FDP und Markus Söder die Schlagzeilen. Der Wähler ist aber nicht doof. Er wird am Wahltag unterscheiden, was leere Schlagzeile oder seriöse Politik ist. Hoffentlich!
Eigener Beitrag
Veröffentlicht am 31.07.2019
Über das Dilemma der Parteien, gehört zu werden
Wenn nur noch 30 Prozent der Bürger über die Tageszeitung erreicht werden, dann müssen die restlichen 70% irgendwie anders erfahren, was z. B. die Kommunalparteien vor Ort tun oder denken. Für Dorsten hieße das, dass bei einer Einwohnerzahl von ca. 76.000 – nur noch ca. 23.000 die Tageszeitung lesen. 53.000 (!) Einwohner werden so nicht, oder nicht mehr erreicht. Die sozialen Netzwerke fangen (vielleicht) etwas auf. Aber sie leben ausschließlich von der schnellen verkürzten Meldung. Hintergrundinformation? Wahrheitsgehalt? Das bleibt nicht selten auf der Strecke. Die Parteien sind ratlos, wie sie auf diese reale Situation reagieren sollen. Dazu kommt, dass das Gute, was (auch) die SPD auf allen Ebenen leistet, für die Tageszeitungen/elektronischen Medien selten erwähnenswert ist. Anders herum scheint es viele Journalisten zu reizen, aus einer „Mücke, einen Elefanten“ zu machen. Menschen wie Trump (USA), Salvini (ITA), Erdogan (TÜR) und ganz aktuell Boris Johnson (GBR), provozieren, lügen, beleidigen, scheuen selbst vor undemokratischen Aktionen nicht zurück. Sie aber werden gehört. Sie ziehen alle Aufmerksamkeit auf sich. Über sie wird permanent in den Medien berichtet. Die Rhader Sozialdemokraten haben frühzeitig mit einer eigenen Zeitung, die kostenlos über viele Jahre an alle Haushalte verteilt wurde, versucht, die Lücke der Nicht-Zeitungsleser auszufüllen. Seit 2009, also seit 10 Jahren werden parallel über die eigene Internetseite www.spd-rhade.de täglich (!) aktuell Meldungen, Termine und Kommentare ins Netz gestellt. Werden wir jetzt mehr gehört? Auch wir sind, trotz der aufgezeigten Informationsaktivitäten ratlos, wie wir noch mehr Bürger und natürlich auch Wähler, erreichen und überzeugen können. Wenn das so weiter geht, ist die Demokratie der erste Verlierer. Und die SPD ebenfalls.
Ein Kommentar aus Rhade
Veröffentlicht am 30.07.2019
Die Verwaltung wird beauftragt, die rechtlichen Rahmenbedingungen für eine Übertragung von Ratssitzungen über elektronische Medien (sog. Live-Service) zu prüfen.
Die Übertragung von Ratssitzungen wird in den Städten des Kreises unterschiedlich gehandhabt. Es gibt auch sehr unterschiedliche Erfahrungen. Gleichwohl sollten wir die Möglichkeit von Übertragungen aus öffentlicher Sitzung ernsthaft ins Auge fassen, um uns weitere Kommunikationswege zu erschließen.
Bezüglich von Mitschnitten während einer Ratssitzung sollte auch an Personen mit Handicaps gedacht werden (Schwerhörige, Blinde etc.). Zumindest sollten Mitschnitte sozusagen barrierefrei abgerufen werden können.
Veröffentlicht von SPD-Stadtverband Dorsten am 06.07.2019
Veröffentlicht am 29.07.2019