Gesellschaft Dank und Gruß an den Bürgerschützenverein Rhade

Ein Volksfest mit langer Tradition steht bevor

 

In knapp 10 Tagen startet das Rhader Schützenfest. Zur Einstimmung wurde jetzt an alle Haushalte das „Rhader Schützenblatt“ verteilt. Eine überaus gelungene Zeitung mit wichtigen Informationen über das bevorstehende Fest und vielen Rückblicken in die Vergangenheit. Unseren Lesern wird besonders das „Editorial 2019“ empfohlen. Auf 2 Seiten fassen die Redakteure zusammen, was ihnen wichtig ist. Und hier wird besonders das ehrenamtliche Engagement auf allen Ebenen des Lebens hervorgehoben. Es macht unser Leben reicher, oder wie es die Schützenblatt-Redaktion formuliert: „Wer sich früh engagiert, ist meist auch später im Leben aktiv. Engagement braucht den Willen, das Interesse, die Zeit und die Gelegenheit.“ Dem ist nichts hinzuzufügen. Wir wünschen dem Bürgerschützenverein Rhade ein harmonisches und fröhliches Schützenfest 2019.

Veröffentlicht am 19.07.2019

 

Kommunalpolitik Bürgerforum Rhade: Was der Verwaltung wichtig ist – und was weniger (Teil 3)

Alle Bürgerprobleme verdienen gleiche und faire Aufmerksamkeit

 

Kinder sind unsere Zukunft. Alle Kinder brauchen Liebe, Aufmerksamkeit, Förderung und Spielmöglichkeiten. Nur dann werden sie sich prächtig entwickeln. Nur dann werden sie Zukunft haben. Am Montagabend stellte die Verwaltung ihren sogenannten Spielplatzbedarfsplan für Dorsten und Rhade vor. Ein Projekt, das den Machern im Rathaus sehr wichtig ist. Am Anfang war die Frage, ob Dorsten sich nicht zu viele Spielplätze leistet. Die (erwartete) Antwort wurde mit Hilfe eines Vergleichs der Gemeindeprüfungsanstalt schnell geliefert. Ja, da ist Einsparpotenzial. Jetzt lautete die nächste Frage, wo sollen wir ansetzen und wie? Ein aufwändiges Verfahren mit Experten, Online-Abstimmung, Kinderbefragung und Bürgerbeteiligung in den Stadtteilforen folgte. Fazit: Da wo im Moment nicht mehr gespielt wird, kann die Fläche als Freifläche vorgehalten werden. (Das sollte aus Sicht der Stadtentwicklung und des Klimaschutzes grundsätzlich überall erfolgen.) Da wo sich jetzt Kinder tummeln, muss kreativ „aufgerüstet“ werden, lautet das Ergebnis der Verwaltung, des Rates, der befragten Bürgerinnen und Bürger und natürlich unserer Kinder. Mehr an Information und Bürgerbeteiligung geht nicht.

Ganz anders der Eindruck bei der spontan geführten Diskussion von Bürger zu Bürger über die geplante Hochdruckgasleitung, die in direkter Nähe der Wohnbebauung Hünengrab vorbeiführen soll. Ein überörtliches Projekt, bei dem die Stadt Dorsten nur angehört wird. Erstaunlich, dass hier der Bürgermeister, der neben dem Jugendamtsleiter als einziger Vertreter der Verwaltung vor Ort war, die spannende Diskussion fast wie ein unbeteiligter Zuhörer verfolgte. Erst als den besorgten Bürgern aus dem Plenum vorgeschlagen wurde, den Umwelt- und Planungsausschuss (UPA) zu kontaktieren und um Unterstützung zu bitten, da war der Bürgermeister in seinem Element. Erst wurde der „Schlaumeier“ im Saal belehrt, dass der UPA wegen fehlender Zuständigkeit überhaupt nicht helfen kann, dann folgte der Vorschlag an die Initiative gute Argumente zu sammeln, um die Anhörungsstellungnahme der Verwaltung (und des UPA) zu ergänzen. Gute Argumente liegen aber bereits auf dem Tisch. Mit seinem  abschließenden Angebot, die Stadtstellungnahme eventuell dann so abzufassen, dass der Verlegungskorridor in größerem Sicherheitsabstand zur Bebauung erfolgen sollte, kriegte der Verwaltungschef gerade noch die Kurve. Den Eindruck, dass nicht alle Bürgerprobleme in der Stadtspitze gleich wichtig genommen werden, blieb bei kritischen Zuhörern erhalten.

Eigener Beitrag

Veröffentlicht am 18.07.2019

 

Kommunalpolitik Bürgerforum: Appell zum MITMACHEN als Roter Faden (Teil 2)

Aktive Bürgerbeteiligung heißt: Von unten nach oben – nicht umgekehrt

 

Willi Loick, souveräner Sprecher des Rhader Bürgerforums, erwähnte es mehrfach. „Der Erfolg des Bürgerforums ist maßgeblich davon abhängig, ob künftig genug Rhader Bürgerinnen und Bürger bereit sind, sich ehrenamtlich für unseren Lebensmittelpunkt einzubringen.“ Sein Appell, unterstützt von Hans-Peter Steffens, einem seiner Stellvertreter, ist deswegen berechtigt, weil nach 4 Jahren bester Bürgerforumsarbeit Ermüdungserscheinungen bei einigen Aktiven ausgemacht wurden. Die Idee, das nächste Bürgerforum Anfang November dazu zu nutzen, um über das Selbstverständnis von Bürgerbeteiligung und die Wichtigkeit von ehrenamtlicher Mitarbeit gemeinsam zu beraten, wurde ohne Gegenstimme angenommen. Das Format soll dann eine Art Workshop unter Leitung eines „externen“ Moderators sein. Wichtig ist die Selbstreflexion auch deshalb, um zu verhindern, dass die Verwaltung und ihr Bürgermeister das Forum verstärkt nutzen, um ihre Sicht der Dinge sehr zeitintensiv darzulegen. Die Grundidee der aktiven Bürgerbeteiligung muss aber umgekehrt ablaufen. Nämlich von „unten nach oben“. Anregungen, Verbesserungsvorschläge, die das Zusammenleben in Rhade stärken, müssen „ohne Schere im Kopf“ vorgetragen werden können. Kritische Anmerkungen ebenso. Die Verwaltung hat diese Aktivitäten entsprechend zu begleiten. Damit das weiter, oder in Zukunft noch besser funktioniert, muss die ehrenamtliche gesellschaftspolitische Arbeit in Rhade auf mehrere Schultern verteilt werden. Dem Organisationsteam des Bürgerforums ist uneingeschränkt für die bisherige Arbeit zu danken. Der jetzige Appell, neue und junge Mitstreiter zu motivieren, kommt zur rechten Zeit.

Eigener Beitrag, wird fortgesetzt

Veröffentlicht am 17.07.2019

 

Veranstaltungen Bürgerforum Rhade: Da ist Diskussionsbedarf vorhanden

Ein kurzer Einstieg in gestrige Versammlung (Fortsetzung folgt)

 

Willi Loick, Sprecher des Bürgerforums blickte in einen vollbesetzten Saal des Carola Martius-Hauses. Die Tagesordnung versprach wichtige Informationen für Rhade und die einzelnen Quartiere. Während der Spielplatzbedarfsplan, die neuen Fahrradwanderwege durch Rhade und die Mitnahmebänke fast unstrittig zur Kenntnis genommen wurden, war das bei der überregional beschlossenen Hochdruckgasleitung, genannt HeiDo, die nahe der Wohnbebauung Hünengrab verlegt werden soll, ganz anders. Hartnäckig und gut begründet trugen Bürgerinnen und Bürger ihre Bedenken vor und forderten alle Teilnehmer am Bürgerforum und darüber hinaus auf, beim Protest dagegen mitzuhelfen. Auch die Glasfaser-Leitungsverlegung in Rhade hatte im Vorfeld viele Fragen aufgeworfen. Die anfängliche Euphorie, so Willi Loick, ist in Teilen der Rhader Bevölkerung einer unübersehbaren Skepsis gewichen. Seine vorbereitenden Besprechungen hatten Erfolg. Der Projektleiter der Deutschen Glasfaser, Robert Hrenek, verstand es, alle Bedenken zu zerstreuen. Souverän und glaubwürdig seine Statements. Tobias Stockhoff, Bürgermeister, ergänzte ihn dabei als Kooperationspartner der Stadt Dorsten. Das Fazit zur Glasfaser-Verlegung lautet verkürzt: Da wo zurzeit mit Hochdruck gebuddelt wird, ist der Anschluss im September verfügbar. Die Verlegung in der  Siedlung Kalter Bach und Stuvenberg dagegen beginnt erst im Oktober. Wahrscheinlich wird dann aber ganz Rhade bis zum Ende des Jahres über schnelles Internet verfügen.

Eigener Beitrag, wird fortgesetzt

Veröffentlicht am 16.07.2019

 

Kommunalpolitik Heute Bürgerforum Rhade – Jeder kann mitreden

Es geht immer auch um die Zukunft unseres Lebensmittelpunktes

 

Hier wohnen wir, hier leben wir. Also wollen wir mitreden, wenn es um unsere Zukunft geht. Als Rhade 1975 im Zuge der NRW-weiten Kommunalen Neuordnung seine Selbständigkeit und parallel seinen Bürgermeister und Gemeinderat verlor, musste ein neues Format der direkten Bürgerbeteiligung gefunden werden. Ein Bezirksausschuss, vertraglich unbefristet zugesichert, übernahm die Aufgaben des Gemeindrates. Er arbeitete erfolgreich bis 1998. Dann entschied der Dorstener Stadtrat, es reicht. Zu unbequem, zu nervig, zu hartnäckig waren der Verwaltung und dem Stadtrat die Bürgervertreter in Rhade und Lembeck. So hat man es natürlich zu keinem Zeitpunkt offen gesagt, hinter der vorgehaltenen Hand aber ständig. Und so wurde plötzlich das Dorstener Totschlagargument auf den Tisch gelegt - die zu hohen Kosten. Der Rest ging dann ganz schnell. Der Bezirksausschuss war nach 23 Jahren Geschichte. Aus direkter Bürgerbeteiligung wurde Bürgerinformation. Heute versucht das Rhader Bürgerforum, den herben Verlust der direkten Bürgerbeteiligung abzufedern. Erfolgreich, aber auch verbesserungsfähig. Heute besteht die Möglichkeit, nicht nur zuzuhören, sondern sich zu beteiligen und mit Vorschlägen Rhade ein Stück besser zu machen. Carola Martius-Haus, 19.30 Uhr. Vorabinformationen über das, was das Bürgerforum bisher auf den Weg gebracht hat, siehe www.rhade.de

Veröffentlicht am 15.07.2019

 

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