Eine bittere Bilanz und offene Fragen
Peter Struck, SPD-Verteidigungsminister hat 2002, heute vor 17 Jahren mit diesem Satz Deutschland darauf vorbereitet, die Bundeswehr nach Afghanistan abzukommandieren. Der Bundestag hat mit Mehrheit zugestimmt. Warnungen, dass das ein „Himmelfahrtskommando“ wird, kamen nicht nur von der Opposition, sondern auch vielstimmig aus der SPD, der Partei des Ministers. Heute, nach 17 Jahren Krieg und der Ankündigung, dass die USA sich zurückziehen werden, eine nüchterne, besser, eine ernüchternde Bilanz:
- Teilweise haben 50 Länder die Allianz gegen die Taliban gebildet
- 700 Militärbasen wurden errichtet
- 150.000 Tote sind zu beklagen
- Davon 25.000 auf Seiten der Antiterrorallianz
- Darunter 53 Bundeswehrsoldaten
- Kriegskosten in 17 Jahren – 975 Milliarden USDollar
- Deutschland hat 10 Milliarden Euro aufgewendet
Fazit: Wenn die US-Truppen abgezogen werden, wird auch die Bundeswehr ihre „Zelte“ am Hindukusch abbrechen. So zumindest können die Aussagen der jetzigen Verteidigungsministerin gewertet werden. Die Bundes-SPD ist gut beraten, eine eigene Neupositionierung der Lage öffentlich und offensiv zu vertreten. Sonst ist die Gefahr groß, von der Opposition getrieben zu werden.
Eigener Bericht. Die genannten Zahlen wurden dem ZEIT-Artikel vom 31. Januar 2019, „Der bittere Frieden“ entnommen.
Veröffentlicht am 07.02.2019
Eine Partei, die am rechten Rand angesiedelt ist und vom Verfassungsschutz beobachtet wird, in allen Landesparlamenten sowie dem Bundestag sitzt, taucht in Dorsten bisher nur als Gespenst auf. In der örtlichen Presse wird in gewissen Zeitabständen umfangreich darüber berichtet, dass es Sitzungen dieser Partei in unserer Stadt gegeben haben soll, dass die Presse nicht eingeladen wurde, und dass unklar ist, ob sie hier kommunalpolitisch antreten will. Eine interessante Taktik, so inhaltsleer es immer mal wieder in die Tageszeitung zu schaffen. Nicht irgendwo hinten, sondern unübersehbar vorn. Ob die Berichterstattung dazu führt, die Unsichtbaren „zu zwingen“, Gesicht zu zeigen? Oder die Dorstener Wahlberechtigten zu sensibilisieren, besonders aufmerksam zu sein? Fragen, die wir nicht beantworten können. Aber wir können allen Lesern mitteilen, dass die SPD auf allen Ebenen, offen, öffentlich und demokratisch legitimiert, an der politischen Willenbildung aktiv teilnimmt. Das ist doch auch mal eine Meldung wert.
Ein Zwischenruf aus Rhade
Veröffentlicht am 06.02.2019
30 kleine Baumeister haben mit Legosteinen Rhade nachgebaut
Staunend haben die vielen Besucher am Sonntagmittag im Carola Martius-Haus vor einer imposanten Modellstadt gestanden. Aus mehr als 200.000 Legosteinen haben ca. 30 Kinder eine Stadt errichtet, nennen wir sie einfach Rhade. Ob Kirche, Bahnlinie, Feuerwehr und Mc Donalds, erstaunlich wie originalgetreu das Modell in Teilen dem Original kam. Manchmal musste ein Plan beim Zusammenbau der Steine helfen, ansonsten war die eigene Kreativität gefragt. Organisiert vom Jugendheim im CMH, lernten die Kinder eindruckvoll, was möglich ist, wenn als Team zusammenarbeitet wird. Einige Stunden am Vortag waren aber erforderlich, bis das Gesamtkunstwerk zur Besichtigung freigegeben werden konnte. Dank an die Organisatoren und Respekt sowie Anerkennung den starken Rhader Baumeistern.
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 05.02.2019
Jetzt ist der Stein richtig ins Rollen gekommen
Wir in Rhade haben bittere Erfahrungen hinter uns. Obwohl allgemein anerkannt wird und wurde, dass unsere Hauptverkehrsachse Lembecker- und Erler Straße, die auch Autobahnzubringer ist, verkehrssicher für alle Verkehrsteilnehmer umgestaltet werden muss, haben die drohenden Anlieger-Straßenbaubeiträge die Umsetzung bisher verhindert. Nun gibt es einen neuen Anlauf, den die SPD-Landtagsfraktion mit einem Gesetzentwurf gestartet hat. Darüber will die Dorstener SPD öffentlich informieren und diskutieren. Dabei wird auch der stellvertretende Fraktionsvorsitzende und SPD-Landtagsabgeordnete Michel Hübner sein. Den folgenden Text haben wir der Internetseite von Michael Hübner übernommen:
Veröffentlicht am 04.02.2019
Wie ein schwedisches Mädchen zum Hoffnungsträger der Jugend wird – international!
Sie sieht jünger als 16 aus und ist sehr ernst. Die Rede ist von Greta Thunberg aus Stockholm. Ein Film über Plastikmüll im Meer war der Auslöser für ihre Aktion. Und die ist ganz einfach. Sie setzt sich mit einem handgemalten Schild vors Parlament und demonstriert. Für die Umwelt, für ein gesundes Klima. Das Besondere ist, dass das immer freitags geschieht. An einem normalen Schultag. Greta schwänzt die Schule und hat dafür das Motto „Fridays for Future – Freitags für die Zukunft“ gewählt. Inzwischen ist sie nicht mehr allein. Tausende Schülerinnen und Schüler in vielen Ländern unseres geschundenen Erdballs machen es ihr nach. Endlich sind es die jungen Menschen, die verstanden haben. Endlich machen sie uns Feuer unterm Hintern. Endlich müssen wir begreifen, uns und unser Handeln zu ändern. Das geht nur mit Klartext. So wie von Greta. Sie hat es jüngst den selbst ernannten wichtigsten Machern unseres Planeten auf dem Weltwirtschaftsforum ungeschminkt ins Gesicht gesagt: „Manche Leute sagen, wir alle hätten die Klimakrise gemeinsam verursacht. Doch das ist nur eine bequeme Lüge. Denn wenn alle schuldig sind, ist niemand schuldig zu sprechen. Aber es gibt Schuldige. Einige Leute, einige Entscheidungsträger wussten genau, welchen unbezahlbaren Wert sie opfern, um weiterhin unglaubliche Mengen Geld zu verdienen. Ich glaube, einige von Ihnen hier gehören zu der Gruppe“.
Danke Greta!
Eigener Bericht auf Grundlage des ZEIT-Titelthemas zum Klimaschutz. Hier: Gretas Welt (31.01.2019)
Veröffentlicht am 03.02.2019