Kommunalpolitik Tobias Stockhoff schreibt - „Landrat und Bürgermeister gehen sich nicht aus dem Weg ...“

Der Schriftwechsel zwischen der Rhader SPD und dem Bürgermeister der Stadt Dorsten (mit einer Vorbemerkung und Bewertung am Ende)

Die Vorbemerkung: Der erste Spatenstich, die Eröffnung eines öffentlichen Gebäudes, die Freigabe von Straßen, der Fassanstich, … – (fast) immer ist der Bürgermeister und/oder seine Stellvertreter dabei. Ein Foto mit der entsprechenden Bildunterschrift dokumentiert dann, dass das öffentliche Interesse vertreten wurde. Ganz anders bei der Freigabe der Millioneninvestition Bismarckstraße. Da musste der Landrat alleine, nur flankiert von einigen Bürgerinnen und Bürgern, die freudig die Fertigstellung der wichtigen Kreisstraße begrüßten, „die Ampel auf grün schalten“. Wo war der Bürgermeister? So fragten nicht wenige Leser der DZ. Und die Vermutung, dass die Nichtteilnahme mit den Differenzen über die weitere Entwicklung des Kreishauses zusammen hängt, lag nahe. Wurde da aus taktischen Gründen geschmollt? Diese Einschätzung haben wir in Worte gefasst und auf dieser Internetseite eingestellt. (Vergleiche dazu den Bericht am 25.08.) Nun schreibt der Bürgermeister, dass da nichts dran sei. Wir veröffentlichen das Schreiben komplett, sowie die Antwort der Rhader SPD und bitten unsere Leser, den Vorgang selbst kommunalpolitisch einzuordnen:

  1. Der Bürgermeister:

Veröffentlicht am 28.08.2018

 

Kommunalpolitik Morgen: Tobias Stockhoff schreibt - „Landrat und Bürgermeister gehen sich nicht aus dem Weg ...“

Ein interessanter Schriftwechsel zwischen der Rhader SPD und dem Bürgermeister der Stadt Dorsten

Die Reaktion kam prompt. Unsere Vermutung, dass unsere Rathausspitze schmollt und dem Landrat bei der Eröffnung der Bismarckstraße wegen der offenen und öffentlichen Differenzen bezüglich des geplanten und umstrittenen Neubaus des Kreishauses aus dem Weg gegangen ist, wird als falsch zurückgewiesen. Die Begründung morgen hier in voller Länge.

Veröffentlicht am 27.08.2018

 

Michael Gerdes bei der Gladbecker Patientenbegleitung der AWO Bundespolitik Michael Gerdes, SPD-MdB schreibt an alle Rhaderinnen und Rhader

Liebe Leserin, lieber Leser aus Rhade, 

die parlamentarische Sommerpause nutze ich auch in diesem Jahr für eine Tour durch meinen Wahlkreis. In den vergangenen Wochen hatte ich unter anderem die Gelegenheit, bei einem Praxistag bei der Bottroper Feuerwehr den Arbeitsalltag auf der Wache kennenzulernen und im Rahmen meiner Aktion "Grillen mit Gerdes" mit vielen tollen Menschen ins Gespräch zu kommen. Davon möchte ich in diesem Newsletter berichten.
Außerdem möchte ich auf eine Veranstaltung in Bottrop hinweisen, auf die ich mich sehr freue: Am 14. September wollen wir unter anderem mit Bundesfinanzminister Olaf Scholz und natürlich mit Ihnen und Euch über die Zukunft des Ruhrgebiets diskutieren. Wir wollen unsere Region als Heimat im Herzen Europas gestalten und freuen uns auf einen spannenden Austausch dazu.
Ich wünsche viel Spaß beim Lesen und weiterhin einen schönen Sommer! 
Herzliche Grüße und Glückauf nach Rhade!

Ihr/Euer Michael Gerdes

Veröffentlicht am 27.08.2018

 

Allgemein Das politische Sonntagsgedicht

Masterplan

Wenn große Fluten von Migranten

Gefährdern, völlig unbekannten

Bedrohen unser Abendland

Dann nimmt der Horst das in die Hand

 

Er schimpft und droht der CDU

Entzieht Frau Merkel frech das Du

Kämpft gegen den Willkommenswahn

Mit einem schönen Masterplan

 

Wenn Krankenhäusern Personal

Schon lange fehlt in großer Zahl

Und Keime, multiresistente

Verkürzen tausendfach die Rente

 

Wenn Altenpflege geht am Stock

Ganz Deutschland steckt im Pflegeschock

Beglückt uns der Minister Spahn

Mit einem schönen Masterplan

 

Wenn Deutschlands Fußballhelden patzen

Und schon ganz früh die Kurve kratzen

Sich selbst und alle Fans blamieren

Und sich vor Konsequenzen zieren

 

Wenn selbst der mächt'ge DFB

Den Grindelkopf steckt in den Schnee

Braucht Jogi frei nach Olli Kahn

Bald einen schönen Masterplan

 

Wenn heut das Lesen, Rechnen, Schreiben
In uns’ren Schulen sitzen bleiben
Die Noten aber steigen nur
Bis hin zum Einserabitur

Wenn digitale Bertelsmänner
Heut gelten gar als Bildungskenner
Dann braucht es einen Weisheitszahn
Und einen schönen Masterplan

 

 

Wenn eines Tages mir kein Licht

Mehr aufgeh'n will für ein Gedicht

Kein Vers mehr kommt mir in den Sinn

Und ich dann ganz verzweifelt bin

 

Wenn gar nichts sich mehr reimen will

Apollon schweigt für immer still

Lass drei Mal kräh'n ich Ulla Hahn

Für einen schönen Masterplan!

Engelbert Volks

*) Engelbert Volks ist Mitglied der SPD, Ortsverein Velen-Ramsdorf, und Fraktionsvorsitzender im Velener Stadtrat

**) Ulla Hahn ist bekannte Lyrikerin

Die Rhader SPD sagt DANKE!

Veröffentlicht am 26.08.2018

 

Kommunalpolitik Landrat und Bürgermeister gehen sich aus dem Weg

Kein gutes Zeichen – Ein Zwischenruf aus Rhade

Wir wissen nicht, was dahinter steckt. Wir können nur Vermutungen anstellen. Wenn der Landrat des Kreises RE (SPD) nach Dorsten kommt, um eine Millioneninvestition (Bismarckstraße) frei zu geben, nehmen in der Regel der Bürgermeister der kreisangehörigen Stadt Dorsten (CDU) und sein engster Stab teil. Sie zogen es aber vor, im „stillen Kämmerlein“ des Rathauses zu bleiben, das nur wenige Meter vom Ort des Geschehens liegt. Die Begründung, die die örtliche Presse kritiklos übernommen hat, scheint wenig glaubwürdig zu sein. Sinngemäß heißt es da, dass die Bauarbeiten nicht im vereinbarten Zeitfenster abgeschlossen wurden und die Verantwortung dafür beim Kreis liege. Und deshalb wolle man nicht an einer „feierlichen Wiedereröffnung“ der Kreisstraße teilnehmen. Vermutlich und sehr wahrscheinlich ist aber, dass die beiden Protagonisten nicht (mehr) miteinander können. Da ist ja noch die Sache mit dem Kreishaus RE, das mit dreistelligem Millionenaufwand neu errichtet werden soll, wenn es nach dem Kreis geht. Ganz anderer Meinung ist der Bürgermeister der Lippestadt, der als wichtiges Sprachrohr der Widersacher gilt. In der laufenden Auseinandersetzung, zurzeit läuft ein von der CDU unterstütztes Bürgerbegehren gegen den Neubau des Kreishauses, scheint gemeinsame Öffentlichkeit mit dem sozialdemokratischen Landrat aus Dorstener Sicht nicht wünschenswert zu sein. Wenn unsere Vermutung nicht ganz falsch ist, dann muss sich der Dorstener Bürgermeister fragen lassen, ob sein Verhalten wirklich professionell ist. Zweifel wären dann nämlich angebracht.

Veröffentlicht am 25.08.2018

 

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