Eine kritische Anmerkung zum neuesten Sonderangebot
Eine halbseitige Anzeige in der gestrigen Tageszeitung zeigt versteckt, aber überdeutlich, dass es den klassischen Einkaufcentern dreckig geht. Nein, es sind (noch) nicht die Dorstener Mercaden, sondern das Recklinhäuser Shoppingcenter Palais Vest, das sein Herz für Kinder gefunden hat, bzw. haben will. An allen 10 vor uns liegenden Monaten bis zum Jahresende, wird dort an einem Tag, von 12 bis 18 Uhr, für Kinder ein Mitmach – Spielparadies eingerichtet. Dass damit Kunden angelockt werden sollen, versteht sich von selbst. Und zwar Kunden, die, losgelöst von ihren eventuell quengelnden Kindern, mal richtig locker einkaufen sollen. Die Werbeabteilung, heute Centermanagement genannt, kommt auf immer neue Ideen, um den fatalen Negativtrend umzukehren. Nämlich, dass kontinuierlich weniger Käufer den Weg in die Geschäfte finden, weil über das Internet einfacher und schneller bestellt wird und werden kann. Den Zuwachsraten dort stehen auf der anderen Seite die Negativzahlen der klassischen Konsumtempel gegenüber. Ob die „versteckte“ Werbung mit dem attraktiven Kinderbetreuungsangebot erfolgreich sein wird, werden wir im Laufe des Jahres erfahren. Erfolgreich heißt kurz und knapp, mehr Umsatz. Ob ein Einkaufzentrum der richtige Ort für ein Kinder - Spielparadies ist, darf mal kritisch hinterfragt werden.
Sonntagsgedanken aus Rhade
Veröffentlicht am 25.02.2018
7. Versammlung des Bürgerforums
Wir laden Sie herzlich ein, am Montag, 5. März 2018, um 19:30 Uhr, an der Versammlung des Bürgerforums Rhade im CMH Rhade teilzunehmen.
- Es ist uns gelungen, Herrn Josef Hadick, Geschäftsführer der WINDOR, als Gastredner für diesen Abend zu gewinnen. Er wird uns sicherlich interessante Einblicke in den Auftrag und auch die Aktivitäten seiner städtischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft geben.
- Die Stadt Dorsten plant, aus Anlass von „40 Jahre Maria Lindenhof“ am 1. Juli 2018 ein Familienjubiläumsfest zu veranstalten. Hierzu soll als symbolische Geste der Verbundenheit eine Sternfahrt oder ein Sternlauf mit Menschen aus allen Stadtteilen zur Stadtkrone Maria Lindenhof – als neuem grünen Herzen von Dorsten – initiiert werden. Die Stadtkrone-Kuratorin, Frau Marion Taube, wird präsentieren und für diese Idee werben.
- Die Arbeitsgruppen „Rahmenplanung/Verkehr“ und „Demografie“ werden erneut Statusberichte zu ihren zwischenzeitlichen Aktivitäten vorlegen.
- Wie im letzten Forum angekündigt, wird entsprechend des von der Versammlung beschlossenen Regelwerkes eine Diskussion und Abstimmung zur Besetzung des Organisationsteams für die nächsten 2 Jahre erfolgen.
Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger können sich auf der Internetseite „Rhade.de“ unter „Rhade / Bürgerforum Rhade“ zusätzlich informieren und ggfs. auch weitere Vorschläge zu künftigen Arbeitsthemen des Bürgerforums einreichen.
Wir hoffen erneut auf eine gute Resonanz und einen interessanten und spannenden Abend.
Britta Faust für das Organisationsteam
Veröffentlicht am 24.02.2018
Jennifer Schug, SPD-Vorsitzende aus Dorsten zum Mitgliederentscheid
Selten war ein Satz so richtig, wie gerade jetzt. Hinter uns liegen nun Wochen und Monate voller politischer Diskussionen, auf Bundes und Landesebene und im Kreis, in den Stadtverbänden, Ortsvereinen und in den Medien. Wir alle sind wohl froh, wenn nun endlich das Mitgliedervotum stattfindet und wir uns dann auf der Basis dieser Entscheidung loslegen können. Aber diese Kultur der Auseinandersetzung miteinander und mit den nterschiedlichen Meinungen innerhalb unserer Partei, diese Kultur der Diskussion und das Austauschs untereinander ist unglaublich wichtig für uns als Partei ist und hat uns auch gut getan. Selten wurden so viele Emails ausgetauscht, schon lange waren unsere Ortsvereinssitzungen nicht mehr so gut besucht und zu kaum einer Veranstaltung kamen so viele Dorstener SPD Mitglieder wie zu unserer Diskussionsrunde am vergangenen Donnerstag. Lasst und daran bitte festhalten! Aber nun ist der Moment da, die Briefe sind bei den allermeisten Genossinnen und Genossen angekommen. Nun muss jeder von uns – für sich selbst, nach reiflicher Abwägung und nach bestem Wissen und Gewissen – eine Entscheidung fällen: „GroKo oder NoGroKo?!?“. Über einen Punkt sind sich wohl alle einig: die aktuelle Situation ist die wahrscheinlich schwierigste in der Geschichte der SPD und die Folgen des Mitgliedervotums – egal, wie es ausfällt – sind völlig unkalkulierbar. Die Verantwortung, die nun auf unseren Schultern lastet ist daher enorm und betrifft nicht nur uns Sozialdemokraten, sondern tatsächlich ganz Deutschland. Und dieser Verantwortung werden wir uns jetzt stellen. Viele Argumente sind vorgebracht worden – manche davon gut, manche weniger gut. Die eine Seite argumentiert im Wesentlichen mit den zwar eher kleinen, aber doch vielen Erfolge des Koalitionsvertrags, mit der Regierungsverantwortung, mit der Chance in der Regierung eher sozialdemokratische Politik umsetzen zu können und der Gefahr bei einer Neuwahl noch schlechtere Ergebnisse zu bekommen, als bei der letzten Bundestagswahl. Die andere Seite hält dagegen, dass die große Koalition von den Bürgern klar abgewählt wurde, dass wir aufgrund der Entwicklungen in Deutschland einen Politikwechsel benötigen, dass die Ergebnisse des Koalitionsvertrags unseren sozialdemokratischen Zielen nicht gerecht werden und dass wir innerparteilich eine Totalerneuerung inkl. einer komplett überarbeiteten Ausrichtung und Zielsetzung benötigen, die im Vordergrund unseres Handelns stehen muss u.v.m. Den für mich entscheidenden Satz hat Thorsten Schäfer-Gümbel auf der Diskussionsveranstaltung des Kreisverbands am vergangenen Freitag gesagt: „ Der Koalitionsvertrag konnte nicht stärker sein, weil wir schon mit einem schwachen Wahlprogramm in die Wahl gegangen sind. Ich war für ein neues Grundsatzprogramm, doch da sich keiner dran getraut.“ Lasst uns endlich mutig sein! Lasst uns ein sozialdemokratisches Grundsatzprogramm entwerfen, das der SPD würdig ist! Lasst uns für eine Politik kämpfen, die uns und damit auch die Bürger begeistert! Lasst uns Ziele feststecken, die wir alle mit Begeisterung an den nächsten Wahlständen vertreten! In diesem Sinne, wünsche ich uns allen, dass wir für uns als Partei richtige Entscheidung treffen.
Jennifer Schug, SPD - Stadtverbandsvorsitzende Dorsten
Veröffentlicht am 23.02.2018
Widerstand gegen Unrecht ist demokratische Pflicht
Heute vor 75 Jahren wurden 2 junge Menschen, das Geschwisterpaar Sophie und Hans Scholl zum Tode verurteilt und hingerichtet. Ihr „Verbrechen“ bestand darin, dass sie Flugblätter verfasst und verteilt haben, deren Inhalt sich gegen das Nationalsozialistische Unrechtsregime richtete. Der Richter am Volksgerichtshof Roland Freisler, auch Blutrichter genannt, hat das Urteil gefällt. Wir gedenken heute nicht nur, sondern versprechen, den Mut und die Zivilcourage der Geschwister Scholl als Vorbild zu nehmen, um energisch unsere Demokratie zu verteidigen. Ausgrenzung und Hass gegenüber Andersdenkenden, anders Aussehenden, anders Glaubenden, … dürfen bei uns keinen Platz haben. Wer jetzt zwischen den Zeilen liest, dass damit auch die rechte AfD gemeint ist, liest richtig!
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 22.02.2018
Nach der Auszählung wird die SPD eine andere Partei sein
Jetzt ist die Stunde der Wahrheit angebrochen. Nach dem letzten Wahldesaster, mehrerer Missverständnisse über Führungskräfte und einem katastrophalen Krisenmanagement haben die Mitglieder der SPD das letzte Wort. Sie entscheiden ab sofort bis Anfang März über die Zukunft der SPD. Entweder wird sie Teil einer neuen Großen Koalition mit der Union, oder sie wechselt auf die Oppositionsbänke. „Es ist alles gesagt, wir haben ausführlich diskutiert, wir können guten Gewissens entscheiden“, so Christoph Kopp, Vorsitzender der Rhader Sozialdemokraten. Hochspannung pur bis zum 5. März. Dann wird das Ergebnis der über 460.000 Mitglieder bekanntgegeben. Egal, ob die stolze SPD dann auf die Regierungs- oder Oppositionsbänke wechselt, sie wird sich von Grund auf erneuern müssen, um wieder aus „dem Tal der Tränen“ herauszufinden. Und das wird nur gelingen, wenn die beiden Lager in der Partei, ProGroKo und NoGroKo, zu einer Einheit zurückfinden.
Eigener Beitrag
Veröffentlicht am 22.02.2018