Ein Versuch, das Phänomen der Nachbarschaftsbeziehungen zu verstehen
Was macht eine gute Nachbarschaft aus? Wo und warum tauchen Probleme auf? Wer hilft, wenn es hakt? Ein Aufsatz von Dirk Hartwich, der im neuen Heimatkalender veröffentlicht wurde, versucht Antworten auf die gestellten Fragen zu finden. Wir veröffentlichen Auszüge daraus in 3 Abschnitten:
Teil 3 und Schluss: Der Bürgermeister
Zurück nach Dorsten. Lambert Lütkenhorst kennt die Lippestadt und seine Bewohner wie kaum ein anderer. Immerhin hat er 14 Jahre als Bürgermeister die Entwicklung unserer Stadt maßgeblich mitgestaltet und zahllose Bürgergespräche tagaus, tagein geführt. Gehörten auch häufig Nachbarschaftsklagen dazu? Nein, Lambert Lütkenhorst stellt den Dorstenern in Bezug auf gutnachbarschaftliches Zusammenleben ein unauffälliges Zeugnis aus. „Klar, gab es auch mal Probleme unter einzelnen Bürgern zu besprechen, sie waren aber nicht dominant in meiner Amtszeit“.
Die Polizei
Kann diese positive Einschätzung des Bürgermeisters von der Polizei bestätigt werden? Britta Müller, Polizeihauptkommissarin stellt fest:
- Im Großen und Ganzen wird die Polizei in ländlichen Gegenden wie Lembeck und Rhade signifikant seltener zu Nachbarschaftsstreitigkeiten gerufen als in innerstädtischen Ballungsräumen. Die Bereitschaft zu gegenseitiger Rücksicht und Nachsicht ist auf dem Lande, wo man sich kennt, deutlich größer als in der anonymen Stadt.
Auf Presseartikel angesprochen, die über Polizeieinsätze mit aggressiven Personen, auch in unserer Stadt berichten, schreibt die Hauptkommissarin:
- Da jeder Streit anders ist, gibt es kein festgeschriebenes Handlungskonzept.
In erster Linie ist die Polizei immer bemüht, Streit durch Gespräche zu schlichten. Oft gelingt es, als neutrale Person zwischen den streitenden Parteien zu vermitteln. Am Wochenende kommt es häufiger zum Streit als ...
Veröffentlicht am 04.01.2018
Ist die Schreibweise CMH falsch?
Dr. Karola Martius, so lautet die Inschrift auf ihrem Grabstein auf dem Rhader Friedhof. Sie war langjährige Hausärztin in Rhade. Aber Karola mit K und nicht mit C. Demnach müsste das Gemeindezentrum neben der Urbanuskirche eigentlich KMH heißen. Karola Martius, gebürtige Schermbeckerin, kam 1951 nach Rhade und praktizierte 2 Jahrzehnte in ihrer spartanisch eingerichteten Praxis. Sie war handfest und nicht zimperlich in ihrer Kritik über neumodische Dinge, wie Stöckelschuhe, Babynahrung in Gläsern und zu kurze Wäsche für Mädchen. Nach ihrem Tod 1973 wurde die Praxis übergangsweise von dem persischen Arzt Dr. Kaksar geleitet. Die Rhader SPD setzte sich mit einer viel beachteten und unterstützten Unterschriftensammlung für den dauerhaften Verbleib des neuen Arztes ein. Letztlich vergeblich, weil sein Aufenthalt in Deutschland nur befristet war. Nochmals hatte Rhade eine Zeitlang keinen Arzt im Ort. Erst als Dr. Schmidt-Dossi sich niedergelassen hatte, war Rhade wieder ärztlich versorgt. Zurück zu Karola Martius. Als das neue Pfarrhaus im Dorf gebaut wurde, erinnerten sich viele Rhader an die erste Landärztin vor Ort und nannten das Gemeindehaus Carlola Martius-Haus. Warum die Schreibweise mit C von der Grabsteininschrift mit K abweicht, ist (bisher) nicht bekannt.
Eigener Bericht mit Rückgriff auf www.dorsten-lexikon.de
Veröffentlicht am 03.01.2018
Ein Versuch, das Phänomen der Nachbarschaftsbeziehungen zu verstehen
Was macht eine gute Nachbarschaft aus? Wo und warum tauchen Probleme auf? Wer hilft, wenn es hakt? Ein Aufsatz von Dirk Hartwich, der im neuen Heimatkalender veröffentlicht wurde, versucht Antworten auf die gestellten Fragen zu finden. Wir veröffentlichen Auszüge daraus in 3 Abschnitten:
Teil 2: Dorsten-Rhade
Ein Blick nach Dorsten-Rhade. Die über 5000 Einwohner leben überwiegend in Siedlungen, die zu unterschiedlichen Zeiten entstanden sind und somit relativ leicht von einander abgegrenzt werden können. Es gibt hier Teilbereiche mit Einfamilien-häusern und Einliegerwohnungen, die funktionierende Nachbar- und Siedlergemein-schaften aufweisen. Ob gemeinsames Feiern oder Trauern, der Zusammenschluss der Nachbarn, hier hat auch der Begriff Not-Nachbar eine feste Bedeutung, macht das Leben im Quartier deutlich einfacher. Der Begriff „Nachbar“ wird übrigens von der Beschreibung „naher Bauer“ aus früheren Zeiten abgeleitet, als eine dichte Besiedlung noch in weiter Ferne lag. Rhade kennt aber auch Straßenzüge mit größeren Mehrfamilienhäusern. Hier sind Nachbarschaftsgemeinschaften eher selten anzutreffen. Ein Grund ist sicherlich auch der häufigere Wohnungs- und Wohnortwechsel der Mieter.
Die Siedlergemeinschaft
Dieter Stephan, Sprecher der Siedlergemeinschaft Stuvenberg, hat ganz klare Vorstellungen, was einen guten Nachbarn ausmacht:
- Er ist hilfsbereit und jederzeit ansprechbar, wenn man ihn braucht.
- Er kümmert sich, wenn man Urlaub macht, leert den Briefkasten, gießt die Blumen und hat auch ein wachsames Auge auf das dann unbewohnte Haus.
- Er ist für ein nettes Gespräch am Gartenzaun oder in geselliger Runde wichtig und wertvoll. Unausgesprochen gilt, dass eine nötige Distanz gewahrt bleibt. „Niemand mag einen zu aufdringlichen Nachbarn.“
- Er redet nicht schlecht über seinen Nachbarn. Bei Problemen sucht er das persönliche Gespräch.
So einfach und klar ist es aber nicht immer. Es gibt nämlich auch negative Erfahrungen. Da zieht ein neuer Nachbar ein, ...
Veröffentlicht am 02.01.2018
Unser Ziel im neuen Jahr? Gemeinsam mit Ihnen und Euch unseren Lebensmittelunkt positiv weiterzuentwickeln und alle Bürgerinnen und Bürger dabei mitzunehmen.
Die Rhader Sozialdemokraten
Veröffentlicht am 01.01.2018
Trump doof, FDP doof, Seehofer doof, Orban doof, CDU doof, Laschet doof, Linke doof, Puigdemont doof, Özdemir doof, SPD doof, Erdogan doof, AfD doof, Gauland doof, CSU doof, Merkel doof, Schulz doof, Söder doof, Grüne doof, EU doof, Gewerkschaften doof, Arbeitgeber doof, Kirche doof, Rechte doof, Linke doof, Wagenknecht doof, Kretschmann doof, Kubicki doof, Scholz doof, Göring-Eckardt doof, Polizei doof, Banken doof, Brexit doof, Juncker doof, Nato doof, Putin doof, IS doof, Dortmund doof, Mercaden doof, Wetter doof, Kim jong-Un doof. Kurz: Alle doof – außer ich*.
In diesem Sinne: Prost! Allen Rhader Bürgerinnen und Bürgern einen guten Rutsch ins neue Jahr 2018
* Ein notorischer Besserwisser aus Rhade, kann aber auch aus Dorsten und von überall sein.
Veröffentlicht am 31.12.2017