Parteitag gegen ein „Weiter so wie bisher" – im Bund, im Land und in Dorsten
Fast einstimmig haben die Delegierten aus den 8 SPD-Ortsvereinen dem Leitantrag des Vorstands zugestimmt. Ein Initiativantrag, mit redaktionellen und ergänzenden Anmerkungen, wurde parallel dem Vorstand zur weiteren Bearbeitung zugeleitet. Der Leitantrag in Kurzform:
- Erneuerung der Dorstener SPD: organisatorisch, inhaltlich und personell
- Parteiengagement ist Arbeit. Wenn die Finanzen es zulassen, dann können die erarbeiteten Verbesserungsvorschläge am besten mit hauptamtlicher Arbeitskraft bewältigt werden. Wenn das nicht machbar ist, dann müssen die Ortsvereine als Team einspringen
- Ein Zukunftskonzept 2018 wird gemeinsam erarbeitet. Grundlage für die Aktivitäten der Ortsvereine, des Stadtverbands und der Fraktion
- Bildungspolitik hat höchste Priorität
- Attraktivitätssteigerung der Stadt und der Quartiere folgt gleichrangig
- Soziale Integration aller Dorstenerinnen und Dorstener, unabhängig vom Alter, der Religion, der ethnischen Herkunft und dem sozialen Status
- SPD muss jünger und weiblicher werden
- Künftige Ratsmitglieder sollen besser auf ihre ehrenamtliche Arbeit vorbereitet werden – Stichwort: Qualifizierung
- Jusos und Neumitglieder sind Zukunft der SPD – Besondere Förderung wird festgeschrieben
Fortsetzung folgt mit der Vorstellung der weiteren Anträge - Eigener Bericht
Veröffentlicht am 04.12.2017
Jennifer Schug stellt die Weichen auf Modernisierung
Ruhig und souverän agierte Jennifer Schug, seit 1 ½ Jahren Vorsitzende der Dorstener Sozialdemokraten, um die Delegierten aus 8 Lippestadt-Ortsvereinen zu überzeugen. Mit einer beeindruckenden Rede stimmte sie die SPD-Mitglieder ein, das Ruder herumzureißen. Ihre Analyse der letzten Wahlen war schonungslos und ernüchternd. Die SPD hat keine andere Chance, als sich von innen her zu erneuern, so ihr Zwischenfazit. Mit einem Leitantrag, der vom Vorstand und der Antragskommission einmütig gebilligt wurde, gab sie die Zielrichtung für die nächste Zeit vor. Langer Beifall beendete ihre Rede, die mit den Worten: „Ich will, wenn ihr auch wollt“ endete. Dass nicht alle Delegierte dem Leitantrag zustimmten, wurde im ersten Moment als Beeinträchtigung der guten Anfangsstimmung registriert, änderte aber nichts an der übereinstimmenden Meinung der Mehrheit, dass die Diskussionen über die Neuaufstellung der SPD vor Ort notwendig, spannend und hilfreich waren. Eine Delegierte brachte es auf den Punkt: „Endlich wird in unserer Partei wieder offen diskutiert. Nur so können wir die besten Antworten auf die drängenden Fragen der Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik finden.
Eigener Bericht – wird mit Vorstellung der Anträge fortgesetzt
Veröffentlicht am 02.12.2017
Parteitag beginnt um 15 Uhr im im Treffpunkt Altstadt, Auf der Bovenhorst 9
Interessenten sind willkommen
Veröffentlicht am 02.12.2017
Was heißt das für die Rhader Verkehrsentwicklung?
Der Bauzaun ist aufgestellt. Erste Abrissmaßnahmen sind zu erkennen. Die alte Tankstelle Wessels wird einer neuen weichen. Die Raiffeisen-Genossenschaft wird, wenn die alten Pläne noch Gültigkeit haben, neben Zapfsäulen für PKW und LKW auch ein Bistro eröffnen. Was heißt das für den fließenden und ruhenden Verkehr? Dass die Lembecker- und Erler Straße schon heute eine Verkehrsbelastung aufweist, die als äußerst störend empfunden wird, gehört inzwischen zur allgemeingültigen Erkenntnis aller Rhader. Da fast parallel das neue Baugebiet „Alter Sportplatz“ entwickelt wird, wäre eine Bürgerinformation der Verwaltung über die verkehrliche Entwicklung in Rhade zwingend. Der Rhader Rahmenplan bietet dazu die Grundlage. Entsprechende Vorschläge wurden inzwischen auf den Weg gebracht. Wir werden weiter aktuell informieren.
Veröffentlicht am 02.12.2017
Heidemarie Wieczorek-Zeul hat dazu eine klare Meinung
Die ehemalige SPD-Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (1998 – 2009) mischt sich in die spannende innerparteiliche Diskussion der SPD mit einer klaren und kurzen Stellungnahme ein. Heidemarie Wieczorek-Zeul (die rote Heidi) schreibt:
Ich bin entschieden gegen eine erneute Große Koalition.! Die SPD hatte sie nach dem 24.September zurecht abgelehnt. Für die Demokratie ist es wichtig , dass die großen Volksparteien wirkliche Alternativen bieten, sonst wächst der rechte Rand immer mehr. Die SPD muss ihre Eigenständigkeit deutlich machen und sich für linke Mehrheiten in Deutschland engagieren! Gerade die Kräfte, die uns im Wahlkampf massiv bekämpft haben, fordern nun unsere „Verantwortung“ . Ein Schelm, wer Böses dabei denkt! Das Maximum wäre eine Minderheitsregierung, die einerseits Stabilität sichert und andererseits die demokratische ,lebendige Debatte im Deutschen Bundestag stärkt!
Von Facebook übernommen
Veröffentlicht am 01.12.2017