Allgemein Radrennen in Münster: Greipel, Martin, Kittel und Co. werden von Linda besiegt

Eine Beobachtung am Rande, die nachdenklich macht

Einmal im Jahr kommen die Radsportgrößen aus aller Welt nach Münster, um ihre Kräfte zu messen. Sparkassen–Giro! Leistungsstarke Fahrer fachsimpeln und übertreffen sich gegenseitig mit ihren Erfahrungen über ausgetragene Rennen. Aber auch an den Nachwuchs haben die Organisatoren gedacht. Nennen wir es einfach mal Bambini - Rennen. Mehr als 100 Kids zwischen 4 und 6 Jahren, bestens ausgerüstet mit Helm und Startnummer, warten aufgeregt auf den Startschuss. Darunter Linda. Sie sitzt vorne auf einem Spezialrad, das der eigentliche Fahrer steuert. Ein 10jähriger Zuschauer äußert die Vermutung, dass „die da schummelt“, weil sie ja gar nicht alleine fährt. Der Radler, Vater von Linda, strahlt den „Kritiker“ an und bemerkt: „Komm, ich erklär dir das mal. Linda kann gar nicht alleine fahren, möchte aber dabei sein. Und deshalb fahren wir gemeinsam mit, ohne zu schummeln“. Der 10jährige senkt betreten den Kopf und hat verstanden. Linda ist mindestens so stark wie Greipel, Martin, Kittel und Co.

Veröffentlicht am 05.10.2017

 

Landespolitik NRW-Regierung bekommt schlechte Noten

Ein holpriger Start und Versprechungen, die nicht eingehalten wurden

Sie wollten alles besser machen. Sie, das sind die überraschenden Wahlgewinner der Landtagswahl im Mai. Sie, das sind CDU und FDP. Sie sind jetzt relativ früh auf dem Boden der landespolitischen Realität angekommen. Versprechungen, die nicht eingehalten wurden, Minister, die schwarze Flecken auf der Weste haben und ein Regierungskurs der keinen Kompass hat. Es ist nicht nur die abgewählte SPD, die sich die Augen reibt, es sind insbesondere die Medien, die erst zaghaft, jetzt aber immer deutlicher kritisieren, dass die Neuen auf der Regierungsbank einen schwachen Start hingelegt haben. Es ist jetzt die Aufgabe der SPD-Opposition in Düsseldorf, diejenigen zu kontrollieren, die als „Besserwisser“ gestartet sind und in den ersten Monaten nur enttäuscht, manche sagen auch, getäuscht haben.

Ein Kommentar aus Rhade zur Landespolitik

Veröffentlicht am 04.10.2017

 

Lembeck - Wir wünschen weiterhin eine gute Nachbarschaft. Foto: Jo Gernoth Allgemein 1000 Jahre Lembeck – ein herzlicher politischer Gruß von Rhade über die Grenze

„Wir haben Dorsten erklärt, wie bei uns die Uhren ticken“

Vorurteile werden manchmal künstlich gepflegt, haben aber keinen ernsthaften Hintergrund. Ein Beispiel dafür ist die immer wieder erwähnte Konkurrenzsituation zwischen unseren Nachbargemeinden. Heute soll nicht nur ein herzlicher Gruß ins deutlich ältere Lembeck geschickt werden, sondern auch eine Erinnerung an „bessere Zeiten“. Nach der kommunalen Neuordnung 1975, das heißt, nach dem Verlust der Selbständigkeit unserer beiden Gemeinden, wurde vertraglich festgeschrieben, dass ein gemeinsamer kommunalpolitischer Ausschuss künftig der Stadt Dorsten, sprich Verwaltung und Stadtrat, erklären muss, wie die Uhren im Norden ticken. Konstruktiv, kreativ, auch streitbar, aber nie verletzend, so haben wir zusammengearbeitet. Kurz, ein Gewinn für Rhade, Lembeck und besonders Dorsten. Dass Dorsten nach 20 Jahren Bezirksausschuss Rha/Le glaubte, jetzt alles verstanden zu haben und den Ausschuss ersatzlos „einstampfte“, war ein großer Fehler. Heute ist eine gute Gelegenheit, daran zu erinnern. Obwohl die genannte fruchtbare kommunalpolitische Zusammenarbeit nur 2% der 1000 Jahre Lembeck ausmacht, bleibt sie unvergessen. Daher ein herzliches Glück auf nach „drüben“.

Die Rhader SPD

Veröffentlicht am 03.10.2017

 

Bundespolitik So hat Rhade gewählt – Teil 2

Heute das Erstimmenergebnis

In 4 Rhader Wahllokalen wurde abgestimmt. Linke und Grüne sind in der Tabelle nicht aufgeführt, weil unter 5% liegend. Alle anderen Parteien sind ebenfalls wegen Erfolglosigkeit nicht berücksichtigt.

Michael Gerdes (SPD) liegt zwar in Rhade hinter dem CDU-Kandidaten, hat sich aber im gesamten Wahlkreis Bottrop, Gladbeck und Dorsten klar durchgesetzt und zieht damit als direkt gewählter Abgeordneter in den neuen Bundestag ein. Dass es in Rhade 218 Stimmen für einen Kandidaten gegeben hat, den kein Rhader kennt, der sicherlich nicht weiß, dass es Rhade überhaupt gibt, gehört zu den negativen und unerklärlichen Besonderheiten dieser Wahl.

Wähler gültig: 2738

CDU Volmering – 1345 Stimmen = ca. 49%

SPD Gerdes – 762 Stimmen = ca. 28%

FDP Zielinski – 178 Stimmen = 6,5%

AfD Stegmann – 218 Stimmen = ca. 8%

Vergleich zu 2013 CDU-Volmering - 1456 Stimmen = ca. 53%

                             SPD - Gerdes - 906 Stimmen = ca. 33%    

 

Quelle: Wahlbuch der Stadt Dorsten - Nicht berücksichtigt ist die Briefwahl

Veröffentlicht am 02.10.2017

 

Bundespolitik Wetten, dass … - Der Sonntagskommentar aus Rhade

Regierungsbildung in Berlin steht auf wackligen Füßen

Wetten, dass die sich einigen? Die, das sind 4 Parteien, die eigentlich zum Erfolg verurteilt sind, eine neue Koalitionsregierung im Bund zu bilden. Betrachten wir einmal die Akteure:

  • CDU, arg gerupft, Kanzlerin angeschlagen. Zentrale Botschaft: Weiter so wie bisher!
  • CSU, auch arg gerupft und ratlos. Seehofer angeschlagen und auf Abruf. Zentrale Botschaft: Ein Weiter so geht nicht mehr und Obergrenze, Obergrenze, …
  • FDP, sprich Lindner, ist wieder ganz oben und Zünglein an der Waage. Zentrale Botschaft: Wir können, aber wir müssen nicht mitregieren. Angeborenes Feindbild: Die Grünen
  • Grüne: Zwar nicht viel dazu gewonnen, aber regierungswillig. Zentrale Botschaft: Klimapolitik first, Obergrenze – Nein danke.

Nachdem wir nun die Forderungen der möglichen Jamaika-Koalitionäre kennen, schwindet die Sicherheit, dass die es schaffen. Und wetten sollte man dann doch lieber nicht. Da sich die SPD zu Recht umgehend nach dem Bekanntwerden des Wahlergebnisses in die Opposition begeben hat, gibt es nur noch folgende Lösungswege aus der sich anbahnenden Krise:

  • Jamaika kommt zustande
  • Eine Minderheitsregierung wird gebildet
  • Neuwahlen werden angesetzt

Der Wähler hat diese Konstellation vielleicht so nicht gewollt, aber die Parteien müssen das Wahlergebnis und die damit verbundenen Botschaften umsetzen. Für die 4 heißt das, kompromissbereit zu sein.

Veröffentlicht am 01.10.2017

 

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